Alles Schlechte hat auch seine guten Seiten, so kann man die Situation wohl derzeit zusammenfassen: Vor rund zwei Wochen hatten wir einen Auffahrunfall mit unserem Familienvan. Nicht selbst verschuldet, aber die Anhängerkupplung ist laut Gutachten nicht mehr zu nutzen und der Fahrradträger, den wir dabei hatten, ist ebenfalls nicht mehr zu benutzen. Erst einmal ist die Geschichte reichlich ärgerlich und verursacht bei mir zusätzlichen Aufwand – insbesondere da ich gerade rund um den Herbstlauf natürlich auf das Zugfahrzeug und den Anhänger angewiesen bin – rund 90% der größeren Transporte im Rahmen der Veranstaltung lösen wir normalerweise mit dem Gespann Peugeot 5008 samt Personal plus eben den Anhänger – sei es zum Antransport der notwendigen Materialien, als auch für viele Arbeiten rund um die Strecke. Für den Lauf selbst wurde mir dann erst ein Audi A3 in Aussicht gestellt, allerdings habe ich es gemeinsam mit dem Personal der Mietstation nicht hinbekommen, die Anhängerkupplung zu aktivieren. Kurzerhand hatte ich dann eine Mercedes C-Klasse, ganz nett aber eben auch nur auf Zeit. So richtig überzeugen konnte mich das Fahrzeug nicht. Was jetzt weniger daran lag, dass es nicht hochwertig verarbeitet und gut gemacht war – es ist schlichtweg nicht mein Stil von Fahrzeug. Insbesondere kann ich mit der Limousinen-Bauform mit Stufenheck einfach nichts anfangen – was vor allem daran liegt, dass ein Fahrzeug immer Mittel zum Zweck ist und ich von Kindesbeinen an die Kombibauform mit Steilheck erleben durfte. Mein erstes eigenes Auto hatte denn ja auch ein Steilheck, auch wenn es kein Kombi war. Continue reading
Author Archives: murphy
2. Ultratrail Pfälzer Weinsteig 2026
Nach der ersten Durchführung im letzten Jahr, gab es auch dieses Jahr wieder einen Ultratrail am Weinsteig. Für diesen habe ich mich bereits frühzeitig angemeldet, immerhin ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Allerdings sind für mich in diesem Jahr die Vorbedingungen deutlich andere: es ist nicht einfach ein weiterer Ultra-Marathon aus der Serie 12 Monate / 12 (Ultra)-Marathons. Stattdessen ist es erst der dritte Wettkampf in diesem Jahr – interessanterweise war auch beim letzten Wettkampf das Ziel Bockenheim an der Weinstraße. Zielsetzung ist daher diesmal klar: Ankommen und alles andere ist optional.
Die Anfahrt nach Neustadt durch die Dunkelheit ist schnell erledigt, der Treffpunkt in der Jugendherberge hat sich nicht geändert – die Übernahme von Startnummer und Transponder ist schnell erledigt. Es bleibt noch Zeit für einen Kaffee und etwas Austausch mit den anderen Teilnehmern, unter anderem treffe ich Stefan wieder – mit ihm habe ich letztes Jahr mindestens das letzte Drittel der Strecke gemeinsam bewältigt. Continue reading
Donauradtour 2026 – Tag 14 – Rückfahrt nach Hause
Es geht zurück nach Hause – auch das ist nochmal ein Abenteuer, immerhin fahren wir mit der Regionalverkehr und das zusätzlich mit vier Fahrrädern und zwei Radanhängern – wir sind auf nahezu alles vorbereitet. Der Abbau des Zelts klappt diesmal recht fix, wir sind so zeitig, dass wir sogar noch einen Ausflug an die steinerne Brücke in Regensburg machen können. Der Weg zum Bahnhof ist danach nicht wirklich weit, spannender wird es da schon auf den Fußgängersteg und von dort auf die Bahnsteige zu gelangen – beide Male Aufzug und wir sind bei Leibe nicht die einzigen Radler, die unterwegs sind. Der Einstieg klappt dann dennoch recht entspannt.
Den Weg bis Nürnberg kennen wir ja bereits vom Vortag – mit mehr als 40 Minuten Umsteigezeit klappt es auch ganz locker – noch dazu ist der Anschlusszug auch bereits am Gleis. Es ist dabei ein umgebauter älterer Regionalexpress mit explizit dafür ausgelegten Fahrradabteilen – das ist vergleichsweise luxuriös, was den verfügbaren Stauraum betrifft – dennoch wird es gut voll, der gesamte Zug ist nahezu voll besetzt – wir sitzen somit auf den Klappsitzen bei den Rädern. Da der Durchgang recht schmal ist, müssen wir immer wieder aufstehen – es sind somit echte „Sportsitze“. Auf der Fahrt bis nach Stuttgart sammeln wir dann auch reichlich Verspätung, wir sind fast vierzig Minuten später als geplant in Stuttgart. Der erste geplante Anschluss ist somit schon einmal weg und auch die folgende Verbindung nach Karlsruhe klappt nicht: „einige Wagen fehlen“ – was angesichts eines Triebzugs ja schon immer eine größere Menge Sitzplätze ist. Von den drei geplanten Teilen kommt dann tatsächlich nur einer. Noch dazu ist kurz zuvor ein ICE nach Heidelberg ausgefallen, die Fahrgäste steigen somit auf die Verbindung über Karlsruhe um. Das Experiment erinnert an die Challenge, die ich mit Marion in Stockholm erleben durfte – diesmal nicht „wie viele Schweden passen in einen Bus?“ sondern diesmal „wie viele Schwaben passen in einen Regionalexpress?“ – wir versuchen es erst gar nicht mit den Rädern in den Zug hinein zu gelangen. Continue reading
Donauradtour 2026 – Tag 13 – Kurztrip nach Nürnberg
Das Wetter soll nicht besser werden für den aktuellen Tag – kurzerhand nutzen wir unsere vorhandenen D-Tickets und machen einen Abstecher nach Nürnberg – wir hatten sogar überlegt, ob wir das Zelt gleich mitnehmen und in Nürnberg auf den Campingplatz gehen – das würde uns zwar rund eine Stunde Bahnfahrt für den Heimweg einsparen, allerdings geht die Stunde locker auch wieder drauf, bis man alles Gepäck verstaut und Zelt ab- und wieder aufgebaut hat.
Bis zur nächsten Haltestelle ist es nicht weit und die Busverbindung zum Bahnhof ist auch recht gut. Die Stunde bis Nürnberg nutze ich dann tatsächlich einmal etwas von der für mich mitgeführten Literatur zu lesen – ich hatte mir eigentlich vorgenommen, weniger am Handy zu scrollen und stattdessen tatsächlich wieder einmal ein echtes Buch zu lesen. Immerhin habe ich einige Reclam-Klassiker dabei – unter anderem den Götz von Berlichingen – von Goethe – wenn schon Literatur, dann richtig.
In Nürnberg selbst braut sich auch schon das nächste Regengebiet zusammen – direkt nach der Besichtigung in der Lorenzkirche (mit der Suche nach den Zahlen und Hinweisen aus der Dombesichtigung in Regensburg) erwischt es uns direkt am Hauptmarkt. Immerhin ist es auch recht fix wieder vorbei. Wir nutzen die Zeit für einen kurzen Imbiss – immerhin ist es schon wieder kurz nach Mittag. In der Spitalgasse machen wir noch einen Abstecher bei Witte und kaufen einige Sommerlebkuchen ein – wir wissen noch nicht, wie wir es dieses Jahr mit der Winterausgabe machen wollen. Seit der Stadtlauf nicht mehr am 3.10. stattfindet, ist auch unser Regeltermin zum Weihnachstauftakt in dieser Hinsicht abhanden gekommen. Continue reading
Donauradtour 2026 – Tag 12 – Ruhetag in Regensburg – mit der Betonung auf Regen
Wie geplant wird Regensburg in diesem Jahr unsere finale Station der Radtour sein – wir haben dhaer noch einen Ruhetag eingeplant. Der ist auch notwendig, denn einer der Sohnemänner klagt schon am Vorabend über Ohrenschmerzen. Wir schlafen daher etwas länger aus und organisieren dann erst einmal einen Besuch beim Kinderarzt – immerhin erst einmal Entwarnung – wir müssen nicht vollständig abbrechen sondern können uns doch noch die Stadt anschauen. Continue reading
Donauradtour 2026 – Tag 11 – Bad Abbach bis Regensburg
Verschiedene Faktoren haben uns bewogen die Tour nicht wie geplant bis nach Passau zu radeln sonden bereits in Regensburg zu enden. Unter anderem gibt es derzeit nur einen Schienenersatzverkehr zwischen Regensburg und Passau – der nimmt natürlich keine Fahrräder und erst recht keine Gespanne mit. Damit wären wir darauf angewiesen, dass wir es tatsächlich bis Passau durchziehen. Außerdem wollen wir uns Regensburg in Ruhe anschauen und nicht einfach nur durchradeln, ein Ruhetag ist somit definitiv eine gute Idee. Von daher haben wir an diesem Tag auch nur wenige Kilometer vor uns, die Strecke kennen wir von der Fünf-Flüsse-Tour bereits. Continue reading
Donauradtour 2026 – Tag 10 – Neustadt bis Bad Abbach
Tageskilometer: 43km
In der Nacht hat es nochmal weiter geregnet, am Morgen scheint dann aber doch wieder die Sonne und wir können die meisten Dinge sogar trocken einpacken. Nach dem Frühstück geht es dann auch auf die Strecke – praktischerweise geht die direkt am Campingplatz vorbei – eine längere Anfahrt erübrigt sich somit.
Wir durchqueren Bad Gögging, ein netter Kurort. Es gibt die ersten Steigungen des Tages, immer mal wieder geht es etwas bergauf. Nach einem längeren Abschnitt am Damm verlassen wir in Eining die Donau – es geht an die erste Bergwertung des Tages. Die Steigung ist als starker Anstieg in der Karte verzeichnet – mir schwant schon Übles, als wir nach Eining hinein fahren – es geht weg von der Donau und kurz und knackig nach oben. Die eigentlich als besonders heftig markierte Steigung ist dann aber wider Erwarten doch gut zu bewältigen – markant ist sie aber eher in der Hinsicht, dass sie besonders lange andauert. Das ist aber mit Anhänger besser zu bewältigen als besonders steile Stücke – noch dazu ist der Untergrund komplett befestigt, es rollt also vergleichsweise angenehm.
Donauradtour 2026 – Tag 9 – Ingolstadt bis Neustadt an der Donau
Tageskilometer: 37,7km
Die Natur freut sich heute morgen – wir eher weniger: Kurz nachdem wir gefrühstückt (oder eher gespätstückt) haben, beginnt es zu regnen. Es bleibt dabei diesmal nicht bei einem kurzen Schauer oder Gewitter, es zieht ein breites Regengebiet über die Region hinweg. Notgedrungen packen wir das Zelt nass zusammen und holen die Regenbekleidung aus den Untiefen der Radtaschen. Der Abbau dauert denn auch nochmal länger als gewöhnlich. Continue reading
Donauradtour 2026 – Tag 8 – Neuburg an der Donau bis Inglostadt
Tageskilometer: 31,5km (inklusive Einkaufstour)
Nachdem es gestern ja kräftig zur Sache ging, was die Radleistung betrifft, ist heute ein Erholungstag. Es soll nur bis Ingolstadt gehen und die Strecke ist lauf Plan größtenteils flach.
Geweckt werden wir bereits um kurz vor 6h etwas unsanft: Die Alarmierung der freiwilligen Feuerwehr erfolgt hier immer noch über eine Sirene. Auch an Einschlafen ist danach weniger zu denken – in der Stadt sind Bauarbeiten, wie wir später sehen werden. Die Koordination zwischen Asphaltfräse und LKW davor erfolgt über Hupensignale – auch diese hört man im ganzen Ort. Wir machen also zeitnah Frühstück. Continue reading
Donauradtour 2026 – Tag 7 – Donauwörth bis Neuburg an der Donau
Tageskilometer: 41km
Der Abbau in Donauwörth klappt recht flott. Das ist auch gut so, denn es ist ein Regenschauer angekündigt. Wir schaffen es aber locker auch noch zu frühstücken und loszufahren.
Wir kommen nur bis an den Eisenbahntunnel – dort haben wir erst einmal Marion wieder glorreich abgehängt und müssen kurz telefonieren, um heraus zu finden, welche Abzweigung denn nun verpasst wurde. Gerade mit dem Start des Regenschauers fahren wir in den Eisenbahntunnel – dort warten wir erst einmal den gröbsten Guss ab, bevor wir in die Innenstadt weiter fahren. Unser Ziel ist es, einen kurzen Abstecher ans Münster zu machen. Continue reading