Donauradtour 2026 – Tag 12 – Ruhetag in Regensburg – mit der Betonung auf Regen

Wie geplant wird Regensburg in diesem Jahr unsere finale Station der Radtour sein – wir haben dhaer noch einen Ruhetag eingeplant. Der ist auch notwendig, denn einer der Sohnemänner klagt schon am Vorabend über Ohrenschmerzen. Wir schlafen daher etwas länger aus und organisieren dann erst einmal einen Besuch beim Kinderarzt – immerhin erst einmal Entwarnung – wir müssen nicht vollständig abbrechen sondern können uns doch noch die Stadt anschauen.

Anfänglich klappt das auch noch recht gut, unsere erste Station ist der Dom im Zentrum. Es ist bereits Nachmittag als wir dort eintreffen. Kurzerhand organisiere ich noch zwei Karten für eine besondere Dombesichtigung – den „Dom-Code“, es geht dabei um verschiedene Aspekte die fürher einmal als Allgemeinwissen galten, aber heute nicht mehr ganz so präsent sind. Die Führung ist sehr aufschlussreich, unter anderem erfährt man, dass die Baumeister damals schon „agil“ entwickelt und gebaut haben: im östlichen Teil war man noch stark romanisch geprägt und baute vorsichtig mit kleinen Fensterns und eher rundlichen Bögen – je weiter der Bau nach Western vorangeschritten ist, um so gothischer und somit „luftiger“ wurde der Baustil, die Fensterflächen sind größer und die Pfeiler schmaler gehalten. Auch wurden wichtige Zwischenetappen mti Jahresangaben markiert. Unter anderem ging dem Dombau auch einmal das Geld aus – daher gab es einige Zeit nur einfache Holzdächer anstelle der fertigen Türme. Im Gegensatz zu heutigen Großprojekten war man damals immerhin in der Lage auch mit Zwischenlösungen zurecht zu kommen.

Bestimmte Zahlen kommen am Dom immer wieder vor, mal mehr mal weniger offensichtlich – die „3“ für die Dreifaltigkeit z.B. als Anzahl der Schiffe und dem dreieckig ausgestalteten Hauptportal. Die „4“ findet sich in derVierung wieder und auch an den Baldachin-Altaten in den Seitenschiffen – eine Referenz auf die vier Evangelisten. Als Kombination gibt es natürlich die 7 als Referenz auf die sieben Siegel der Apokalypse, aber auch die Multiplikation spielt eine Rolle, 12 Apostel. sind durch die zwölf Säulen des Hauptgewölbes vertreten – es war wohl einmal angedacht, dass auch jede Säule eine Statue erhalten sollte, vermutlich ist das aber den Sparmaßnahmen bei Geldmangel zum Opfer gefallen, insgesamt sind nur zwei Statuen vorhanden. Etwas aus der Reihe fällt die 14 für die vierzehn Nothelfer – Heilige die man „anrufen“ konnte wenn es bestimmte Probleme wie Krankheit, Hunger, Missernte und ähnliches gab. Eigentlich gar nicht so schlecht die Idee mit der Arbeitsteilung. Mit die größte Zahl ist die 40 für die Zeit zwischen Pfingsten und Maria Himmelfahrt oder auch die Fastenzeit. Wenn man damals schon gewusst hätte, daass man ur knapp daneben liegt, ist doch die 42 die Antwort auf die Frage aller Fragen. Wobei mir als Marathonläufer natürlch dann auch noch die 195m zum Abschluss einfallen. Je nach Epoche sind auch unterschiedlche Zahlensysteme im Einsatz, der Dom ist vergleichsweise jung (gerade einmal 750 Jahre feiert er in diesem Jahr) daher überwiegen die arabischen Zahlen, wenn auch nicht immer ganz in den heutigen Formen.

Als die Führung fertig ist, regnet es richtig kräftig – Marion hat mit Yann im nahen Eiscafé abgewartet – nach Eis ist uns nicht zu Mute, daher gibt es eine heiße Schokolade und einen Kaffee. Das Regengebiet ist immer noch nicht durch, daher machen wir uns soweit als möglich regenfest, ich selbst war beim Packen zu optimistisch und habe keine Regenhose eingepackt – daher darf ich in der Jeans zum Campingplatz radeln – die ist natürlcih binnen der ersten Meter total durchgeweicht. Am Platz duschen wir erst einmal warm bevor es ans Avendessen geht – dankenswerter Weise dürfen wir den Aufenthaltsraum des Clubs mitbenutzen, dort ist es wenigstens windstill und fühlt sich somit nicht ganz so kalt an. Es gibt Bratwurst mit Reis und etwas Dosengemüse, dazu einen Nachtisch mit Joghurt und frischen Früchten.

Wir werden den Aufenthalt hier um einen Tag verlängern und morgen mit der Bahn einen Abstecher nach Nürnberg fahren, das Wetter soll leider noch immer leicht unbeständig bleiben. Es erspart uns aber den Auf- und Abbau des nassen Zelts und wir würden wohl ohnehin nicht viel gewinnen, wenn wir eine Station bei der Rückfahrt mit der Bahn über Nacht einlegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.