SRH Dämmermarathon Mannheim 2019

Der Dämmermarathon in Mannheim ist bei mir ja fast schon ein dauerhaft gesetztes Event – immerhin muss man für diesen Lauf nicht extra weit fahren und sich womöglich noch um Unterkünfte kümmern. Zudem habe ich dieses Jahr zum zweiten Mal die Ehre, dass mein Arbeitgeber einen Startplatz samt Zugang zum VIP-Bereich sponsort. Der VIP-Bereich ist weniger für mich wichtig, als für die Familienbegleitung welche dort warten kann. Das hat diesmal auch ganz praktische Gründe, denn das Wetter ist nicht gerade derartig, dass man sich stundenlang an die Strecke stellen möchte. Es ist Mai und ich stehe in fast durchgängig langen Klamotten und mit Jacke am Start.

Die Veranstaltung startet mittlerweile ja bereits am Nachmittag für mich, denn der Nachwuchs nimmt am Bambini-Lauf über rund 400m teil. Zusammen mit mehreren Maskottchen der verschiedenen Sponsoren geht es einmal rund um die Parkanlage am Mannheimer Wasserturm. In der Wertung der Kleinsten gibt es auch noch keine Zeitnahme und dennoch für jeden Teilnehmer eine Medaille und Urkunde. Damit das auch klappt sind natürlich die Eltern als Begleitung zugelassen – so komme ich bereits frühzeitig zu einem Zieleinlauf am Kongresszentrum.

Bis ich dann starten darf zieht es sich noch einige Zeit hin, es ist ja ein Dämmermarathon, daher wird der Hauptlauf mit Halb-Marathon und Team-Wertungen erst um 19h am Abend gestartet. Zwischenzeitlich kommt sogar noch ein wenig die Sonne durch die Wolken durch, wenn auch nur kurz. Im Startblock ist es hingegen wieder reichlich frisch, selbst mit der Deckung durch andere Teilnehmer, was immerhin ein wenig abschirmt. Ich starte diesmal mit der zweiten Welle, der Pacemaker für 3:45 ist da schon weg. Ich habe mir angesichts der dichten Wettkampffolge keine Bestzeit vorgenommen, Bamberg als Halbmarathon liegt noch nicht einmal eine Woche zurück und ich kämpfe noch immer mit einer leicht laufenden Nase.

Die Strecke wurde dieses Jahr wieder an verschiedenen Stelle leicht verändert, unter anderem laufen wir diesmal direkt nach dem Start durch die frisch sanierte Prachtstraße Mannheims, auch bekannt als “Planken”. Nach diesem kurzen Abstecher in die Innnestadt geht es dann erst einmal auf die bekannte Strecke durch die Augusta-Anlage in Richtung Seckenheim. Anfänglich steht noch reichlich Publikum aber man merkt als Läufer bereits die Auswirkungen des schlechteren Wetters. Es wird recht bald ruhiger rechts und links der Strecke – nur noch das Trappeln von mehreren hundert Läufern ist zu vernehmen.

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Weltkulturerbelauf Bamberg 2019

Es ist mal wieder ein ungerades Jahr, somit gibt es wieder einen Weltkulturerbelauf in Bamberg. Praktischerweise findet der Weinstraßen-Marathon ebenfalls immer nur jedes zweite Jahr statt und das in den geraden Jahren. Da beide im ungefähr gleichen Zeitfenster liegen bin ich immer wechselweise in Bamberg oder an der Weinstraße am Start. in Bamberg gibt es zudem immer ein Wiedersehen mit Helgas Lauffreunden, den Laufgruppe aus Nürnberg bei damals Lucent Technologies, wo meine ganze Lauferei ihren Anfang genommen hat.

Seit einigen Jahren hat sich einiges geändert, bin ich früher noch einfach sehr früh in Mannheim aufgebrochen und nach dem Lauf auch direkt wieder nach Hause gefahren. Mit der Familie geht das natürlich nicht mehr so ohne weiteres, das hat uns bereits der erste Familiendurchlauf 2015 (noch dazu bei durchgängig strömendem Regen) gezeigt. Bei der letzten Durchführung hatten wir daher eine Ferienwohnung etwas außerhalb, das hatte sich eigentlich bewährt, aber dieses Jahr war ich etwas zu spät dran. Daher sind wir diesmal mehrere Tage in der Jugendherberge direkt im Zentrum Bambergs untergekommen. Die Unterkunft ist von der Laufstrecke recht gut eingeschlossen, bereits bei der Anreise sehe ich die Kilometerschilder und einige Bereiche rund um die Herberge kommen mir auch recht vertraut vor.

Am Tag vor dem Lauf meint es das Wetter absolut nicht gut, es regnet fast ununterbrochen. Mit dem Shuttlebus fahren wir zur Abholung der Unterlagen – rund um die HDE-Halle ist mal wieder ein heiloses Chaos ausgebrochen was die Parkplätze betrifft. Mit etwas Abstimmung treffen wir Helga und Heinrich in der Halle. Ich besorge meine Unterlagen und einen original Muskelkater (Plüschtier) für Yann. Danach machen wir uns gleich wieder los. Normalerweise verteilt sich die Läuferschaft auf dem Gelände etwas, aber aufgrund des Regens muss man in der Halle die Läufer fast stapeln (immerhin ausreichend Hochregale wären vorhanden).

Eigentlich wollten wir zum Mittagessen beim Rixx vorbeischauen und uns eine leckere Currywurst schmecken lassen. Leider ist das Restaurant derzeit wegen Renovierung geschlossen. Daher ziehen wir mit Helga und Heinrich etwas weiter und landen im Restaurant Zeis. Sehr leckere fränkische Küche mit allerlei Leckereien, schön dass man nicht unbedingt auf die Kalorien achten müssen – die müssen am Wettkampf ohnehin wieder dran glauben. Etwas überraschend zahlen Helga und Heinrich dann für alle (was so nicht geplant war), daher auch hier nochmal: herzlichen Dank für die Einladung – wir müssen mal einen ansprechenden Lauf im Rhein-Neckar-Raum finden um uns zu revanchieren. Vielleicht wäre ja der Weinstraßenlauf im kommenden Jahr eine Option.

Helga und Heinrich fahren zurück nach Nürnberg (das ist ja nur ein Katzensprung im Vergleich zu unserer Fahrzeit nach Mannheim), da es immer noch regnet machen wir uns auf den Weg ins Bambados – dem Hallen- und Freizeitbad der Stadt Bamberg. Das kann sich echt sehen lassen, die Kinder haben definitiv ihren Spaß dabei. Meiner Erkältung hilft der Schwimmbadbesuch wahrscheinlich eher nicht, immer erhalte ich beim Toben mit dem Nachwuchs die ein oder andere unfreiwillige Spülung der Nebenhölen…. Continue reading

Urlaub in Südafrika – Tag 18-20 – Waterfront, Two Oceans Aquarium und Heimkehr

Das Wetter spielt immer noch nicht mit, den Tafelberg müssen wir daher aus dem Programm streichen, denn die Seilbahn fährt nur bei deutlich weniger Wind. Stattdessen nehmen wir uns die Waterfront vor, welche wir bisher nur im Schnelldurchlauf im Rahmen des Friendship-Runs besichtigt haben. Wir schlendern eine Runde durch den Hafen und besichtigen den Uhrenturm sowie die beiden beweglichen Brücken. Das gesamte Gelände ist relativ neu und wurde in den letzten Jahren grundlegend modernisiert. Wo früher eher eine reine Hafenanlage vorhanden war, reiht sich nun gefühlt eine Shoppingmeile an die andere. Dabei ist jedoch eine sehr breite Vielfalt geboten, neben der klassischen Mall mit den ganzen immergleichen Marken gibt es auch eine ganze Reihe ehemaliger Hallen welche lokale Händler und Produzenten beherbergen. Das Angebot ist schlichtweg gigantisch und kaum zu überblicken.

Am Ende der ersten Rundtour gehen wir in das Two Oceans Aquarium, das auch von vielen Reiseführer empfohlen wird. Die Attraktion hat den Vorteil, dass sie vollkommen Wetter unabhängig ist, was angesichts des mittlerweile doch recht nervigen Windes ein echter Vorteil ist. Anfänglich habe ich noch etwas Bedenken, dass es stark überlaufen sein könnte. Im Innern verteilen sich die Menschenmassen und mehrere Schulklassen dann aber doch recht zügig. Die Ausstellungen ins sehr ansprechend und informativ gemacht. Einen Schwerpunkt bildet insbesondere die Problematik des Plastikmülls in den Ozeanen. Zudem geht es auch um den Dauerbrenner in Südafrika: Wasser und Energiesparen. Über viele der Maßnahmen und Vorschläge kann ich nur lächeln, die haben wir in Deutschland bereits seit langem verinnerlicht: Mülltrennung, Wassersparduschen, Wohnungisolation.

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Urlaub in Südafrika – Tag 16 & 17 – Chapmans Peak und Boulders Beach

Nach dem Wettkampf gestern bin ich heute recht spät auf den Beinen und selbst dann nur eingeschränkt beweglich. Unsere Unterkunft verteilt sich aber auf zweieinhalb Etagen. Ohne Treppen geht da gar nichts, der Weg zum Frühstück ist von daher schon mit ordentlich Beschwerden aus der Beinmuskulatur verbunden. Um so schöner, dass die Familie an meinen Geburtstag gedacht hat und mir beim Hinunterhumpeln ein Ständchen singt.

Es ist schon zum Frühstück sehr windig, daher fällt die Option mit der Seilbahn auf den Tafelberg zu fahren leider aus. Stattdessen schauen wir uns den Chapmans Peak Drive an, den ich gestern ja nicht belaufen konnte, da die Route des Marathons geändert wurde. Die Fahrt über den gebührenpflichtigen Teil der Strecke macht auf alle Fälle Lust darauf den Two Oceans Marathon nochmals auf die Liste zu setzen, in der Hoffnung das man ihn dann laufen kann. Die Aussicht direkt auf das Meer ist einfach atemberaubend. Zudem habe ich den Eindruck, dass die Steigungen zwar auch nicht unerheblich sind aber doch etwas weniger knackig als am Ou Kaapse Weg erscheinen.

Wir kommen auch an der Verzweigung der Marathonstrecke vorbei an welcher ich auf den Ou Kaapse Weg eingeschwenkt bin, wir fahren jedoch weiter nach Simons Town, diese liegt bereits wieder an der False Bay. Bekannt ist die Stadt vor allem für den Boulders Beach mit seiner Pinguin Kolonie. Der dortige Nationalpark ist nicht sonderlich groß aber sehr gut besucht. Ohne Schlange stehen geht es leider nicht, zumal am Ostersonntag, an dem auch viele Einheimische unterwegs sind. Am Strand ist der Wind dann nochmal etwas unangenehmer – man wird dezent sandgestrahlt während man die Piguine anschaut. Wir nehmen auch noch den zweiten Aussichtspunkt mit, dieser ist nicht barrierefrei – über die Stufen müssen wir den Kinderwagen tragen. Macht normalerweise nichts, aber mit meinem Muskelkater quäle ich mich dann doch die Stufen etwas nach unten. Prompt werde ich auch von einem anderen Teilnehmer angesprochen – man erkennt sie daran wie sie die Treppenstufen meistern.

Nach Boulders Beach wollen wir weiter zum Kapp der guten Hoffnung ganz im Süden. Vor dem Nationalpark ist bereits ein langer Stau, als wir dann noch die Preise uns Öffnungszeiten sehen, lassen wir den Park für heute erst einmal saußen. Wir hätten nur noch knapp drei Stunden im Park gehabt, viel zu hektisch um mit den Kindern noch die letzten Meter bis ans Kapp zu laufen. Von der zusätzlichen Wartezeit am Eingang einmal ganz abgesehen.

Stattdessen fahren wir weiter und erkunden die Westküste des Kapps über Scarborough und Kommetjie. Dort halten wir auch noch am Slangkop Leuchtturm. Leider kann man diesen Sonntags nicht besichtigen, ob das Treppensteigen mit meinem Muskelkater ein gute Idee gewesen wäre ist die andere Sache. Der Wind ist weiterhin äußerst kräftig, wir merken das als wir ein Stück des Strandes entlanglaufen. Die Windsurfer der Region freut das Wetter natürlich.

Wir machen nun eine kurze Streckenbesichtigung des ou Kaapse Wegs – denn der Ausblick von dieser Straße war ja auch nicht schlecht. Der Mietwagen hat ganz ordentlich mit der Steigung zu kämpfen, ich frage mich wie ich das Ding am Vortag hochjoggen konnte. Nach dem Pass zweigen wieder von der Marathonstrecke ab um sie kurz später wieder zu befahren, allerdings einen etwas früheren Abschnitt bei Muizenberg. Dort machen wir noch einen Abstecher an den Strand, der für seine malerischen bunten Strandhäuser berühmt ist.

Zum Abendessen will ich eigentlich in die Devils Peak Brauerei in Kapstadt, wir finden den Weg dorthin zwar recht gut dank Offline-Navigation, allerdings stehen wir dort vor verschlossenen Türen. Auch die weitere Recherche im Reiseführer ist eher trostlos: die allermeisten Restaurants haben Sonntags geschlossen. Das ist zwar schade aber nicht zu ändern. Außerdem haben wir noch eine ganze Menge Essensvorräte die wir nicht mit nach Hause nehmen können oder wollen. Daher gibt es nochmal ein typisches Läufergericht: Nudeln mit Tomatensauce. Dazu lassen wir uns aber den hiesigen Champus (Methode Cape Classique – MCC) schmecken.

Am Montag ist das Wetter nicht besser geworden was den Besuch des Tafelbergs betrifft. Es ist weiterhin sonnig und angenehm warm, allerdings weht noch immer ein sehr kräftiger bis stürmischer Wind. Daher beschließen wir den Besuch am Kap der guten Hoffnung nachzuholen. Wir fahren also wieder Richtung Süden und weil es so schön war, nochmal über den Ou Kaapse Weg, diesmal entgegen der Laufrichtung.

Der Nationalpark am Kap ist nochmals recht groß, auch wenn das Nationalparkfeeling ob der fehlenden Schotterpisten etwas weniger ausgeprägt ausfällt. Wir machen einen kurzen Foto-Stopp am Dias-Kreuz, einer ersten Navigationshilfe am Kap. Danach geht es weiter zum eigentlichen Kap, bzw. den zwei Punkten an der Südspitze. Der Bereich ist natürlich touristisch sehr stark frequentiert. Dennoch finden wir recht schnell einen Parkplatz und machen uns auf den Fußweg zum Leuchtturm. Genauer gesagt zum ältern der beiden Leuchttürme am höchsten Punkt des Bergrückens. Es geht steil bergauf und teilweise Treppen. Ich überlege dabei schon wie ich da vernünftig wieder runter laufen soll, denn noch immer habe ich einen ordentlichen Muskelkater in den Beinen.

Da es mit zwei Kindern doch reichlich anstrengend ist, lassen wir den zweiten neueren Leuchtturm, welcher etwas tiefer und dafür noch weiter südlich liegt aus. Stattdessen versuchen wir eine Rast am oberen Ende des Seilbahn welche bis kurz unterhalb des Leuchtturm verkehrt. Es bleibt beim Versuch, einer der freilaufenden Affen ist sofort zur Stelle und entreißt Yann kurzerhand sein Brot. Der Schreck und das Protestgeschrei sind entsprechend. Zum Trost nehmen wir dann doch die Seilbahn nach unten, das schont die Nerven und den Muskelkater. Ich hätte ja noch etwas Zeit in der Ausstellung über die Gefahren des Kaps und die Anfänge der Navigation verbracht, aber da muss ich wohl nochmal wieder kommen. Immerhin erfahre ich noch, dass der Entdecker Bartolomeu Diaz das Kap ursprünglich “Kap der Stürme” genannt hatte. Angesichts des immer noch stürmischen Winds kann man sich lebhaft vorstellen warum.

Zurück am Auto holen wir die Mittagspause nach – diesmal mit verriegelten Türen, “affensicher”. Da wir noch viel Zeit haben und auch noch ein wenig der Kaplandschaft sehen wollen, entscheiden wir uns für den Wanderweg an das Kap der guten Hoffnung. Laut Beschreibung ca. 1:30h Wanderung für hin und zurück. Der Ausblick ist wunderbar, leider haben wir vergessen für die Reise eine Tragemöglichkeit für Yann einzupacken. So läuft er zumindest anfänglich, als er dann müde wird, wird es zunehmend anstrengend ihn zu tragen. Der Wind macht ihm sichtlich zu schaffen. Der Weg ist anfänglich noch gut ausgebaut, größtenteils mit aufgeständerten Holzbohlen. Je näher wir dem Kap kommen um so schwieriger wird der Pfad, steil und ungesichert an der Abbruchkante entlang mit einem Kleinkind auf dem Arm ist schon eine spannende Geschichte. Wir sind aber nicht die einzigen die ihre Kinder hier tragen müssen.

Mein Muskelkater macht die Sache nicht einfacher. Das merke ich besonders auf dem Rückweg, auf dem wir erst einmal einige Meter steil absteigen müssen. Yann war zwischenzeitlich eingeschlafen, wird dann aber wieder wach und ist total gefrustet. Wir legen daher die Strecke zurück wechselweise tragend mit einem heulenden bis brüllenden und strampelndem Kleinkind auf dem Arm zurück. Nicht gerade ein Highlight, sobald wir am Auto sind ist alles wieder ok. Glen hat tapfer durchgehalten und ist die gesamte Strecke selbst gewandert, wenn auch am Ende ziemlich erschöpft.

Der Rückweg führt uns mit dem Auto über Simons Town und Muizenberg wieder gen Norden. Teilweise fahren wir nochmals auf der Marathonstrecke, es zieht sich doch fast 40 Minuten hin bis man wieder in Kapstadt ist. Diesmal haben wir an der Brauerei mehr Glück, diese hat geöffnet. Angesichts der Wanderung haben wir ordentlich Hunger und vertilgen mehrere leckere Burger und natürlich das leckere Bier. Am Ende erwartet uns noch eine Überraschung am Auto. Während wir essen waren hat sich einer der Parkplatzaufseher unserem verdreckten Fahrzeug gewidmet und es zumindest von außen wieder in einen ansehnlichen Zustand gebracht. Natürlich gibts dafür ein ordentliches Trinkgeld, auch wenn die Reinigung durch die Autovermietung wohl mit erledigt wird. Die haben aber nach zwei Wochen mit Familie im Innenraum sicherlich noch einiges zu tun.

 

Urlaub in Südafrika – Tag 15 – Old Mutal Two Ocean Marathon

Endlich ist es soweit, einer der wichtigsten Termine unseres Urlaubs steht auf dem Programm, zumindest einmal für mich: Es ist der Tag des Two Ocean Marathon. Am Vortag haben wir ja bereits am Friendship-Run teilgenommen – sozusagen zum Aufwärmen. Heute geht es über die zehnfache Distanz – 56km sind zu bewältigen. Der Start ist um 6:40 für meinen Startblock, da wir noch dorthin kommen müssen und die Parksituation in erster Näherung absolut bescheiden ist, heißt es für mich bereits um kurz vor 4h in der Frühe aufstehen. Kurz danach die Kinder wecken uns alles für den Lauf vorbereiten. Die Stauprognose sagt bereits beim Losfahren an, dass wir mit rund 15 Minuten Verzögerung wegen erhöhten Verkehrsaufkommens rund um den Start rechnen müssen. Die Fahrzeit ist nicht übermäßig lange, auch wenn wir in der Dunkelheit den Parkplatz den wir reserviert haben nicht finden. Stattdessen setzt mich Marion in einer der Seitenstraßen ab, es sind genügend Läufer unterwegs um sich nicht mehr zu verlaufen – immer der Masse nach.

Nach der Unterführung unter der Bahn ist man an einem Stadion, ich nutze die Chance und gieße gleich mal noch einen der Büsche am Wegesrand, nichts ärgerlicher als vor dem Lauf noch ewig an einem Dixi anstehen zu müssen. Die Wegweisung ist nicht übermäßig toll, es gibt zwei Schilder in unterschiedliche Richtungen, beide besagen: Zum Start. Praktischerweise steht eine Helferin nebendran, die lautstark mitteilt wer wohin muss: Ultras gerade aus, Halbmarathonis nach links. Das hätte man wohl auf auf das Schild schreiben können. Ich finde recht schnell dann auch meinen Startblock C auf der Straße. Es ist noch etwas mehr als eine Stunde bis zum Start hin, aber besser man ist zu früh als zu spät. Irgendwann gibt es dann auch noch Musik, passenderweise unter anderem Africa von Toto, da bekomme ich glatt Gänsehaut. Passend zu einer der Textzeilen fängt es dann auch noch an zu regnen. Ich unterhalte mich noch mit einem weiteren Läufer aus Deutschland über diverse andere Läufe, auch er startet dieses Jahr zum ersten Mal in Kapstadt. Der Ansager verliest noch einige Statistiken – Deutschland ist mit etwas mehr als 500 Startern auf Platz drei der ausländischen Teilnehmer.

Zum Start hin wird das Wetter wieder besser, aber das ist leider nur ein kurzes Intermezzo. Als es pünktlich um 6:40 noch immer im Dunkeln losgeht regnet es schon wieder. Aber egal, es kann nur besser werden. Rund eine Minute nach dem Startschuss überquere ich die Startlinie, wichtig denn die Cut-Off-Time im Ziel bei 7:30h wird penibel überwacht und richtet sich nach der Brutto-Zeit seit dem Start. Leider ist es in Südafrika eine harte Beschränkung, nicht wie man es in Europa gewohnt ist, dass man ggf. auch noch die Nachzügler ins Ziel kommen lässt bis der letzte im Ziel ist. Wer zu spät ins Ziel kommt bekommt gar nichts, noch nicht einmal eine offizielle Zeitmessung geschweige denn eine Medallie oder eine Möglichkeit die Zielverpflegung wahrzunehmen.

Es geht auf der beleuchteten Main-Street immer ziemlich gerade gen Süden auf das Kap der guten Hoffnung zu. Zwischenzeitlich hört dann auch der Regen auf und die Sonne kommt langsam aber sicher über den Horizont. Es wird deutlich heller und somit auch wärmer. Ich packe meine Jacke um die Hüfte, eine ganze Menge Läufer hatte am Start alte Jacken übergezogen und diese dann zurück gelassen. Mit meiner guten Jacke will ich das natürlich nicht machen, zumal ich mir ob des Wetters noch nicht ganz sicher bin ob ich sie nicht doch nochmal brauche. Mit der Helligkeit wird auch der Straßenrand belebter, immer mehr Menschen stehen rechts und links der Straße und machen Stimmung. Als es rechts endlich einmal keine Bebauung sondern eine Hecke gibt, schließe ich mich einer Reihe weiterer Läufer an um wieder entspannter laufen zu können. Continue reading

Urlaub in Südafrika – Tag 13 & 14 – Stellenbosch, Kapstadt und International Friendship Run

Es ist an der Zeit unsere letzte Reise-Etappe des Urlaubs anzutreten, die Koffer sind mittlerweile gut gefüllt mit Schmutzwäsche, so viel, dass wir bereits begonnen haben, ein wenig umzupacken und einen Koffer vollständig nur noch mit Schmutzwäsche zu füllen. Zudem nehmen die kleineren Komparments im Tauchrucksack schmutzige Wäsche auf. Mit ins Auto kommt auch der eingekaufte Wein, ich habe ein wenig Bedenken, wie wir das alles zum Abflug wieder in die Koffer verpacken sollen. Aber da findet sich sicherlich noch eine Lösung. Zu aller Not haben wir noch ein zusätzliches Gepäckstück frei, wobei ich da noch nicht genau weiß, wie ich das tragen sollte…

Unsere Unterkunft ist zwar in Stellenbosch, aber den Ort selbst haben wir bisher nicht besichtigt. Das holen wir vor der Fahrt nach Kapstadt noch nach. Insgesamt ist der Ort recht quirlig, wir finden recht schnell einen Parkplatz. Hier gibt es sogar Parkplatzanweiser, man könnte sie auch menschliche Parkuhren nennen. Sie sorgen dafür, dass jeder die Parkgebühren bezahlt. Wobei sich diese absolut im Rahmen halten – 10 Rand pro 30 Minuten, umgerechnet also 60 Cent für eine halbe Stunde. Continue reading

Urlaub in Südafrika – Tag 11 & 12 – von De Hoop nach Stellenbosch und Weinanbaugebiet

Nach zwei Übernachtungen verlassen wir De Hoop bereits wieder. Diesmal darf ich mich auf der Schotterpiste austoben. Wir kommen recht zügig bis nach Bredasdorp, der nächst größeren Stadt. Dort stellen wir beim Einkaufen dann fest, dass keiner von uns mehr in den Kühlschrank geschaut hat, von daher müssen wir ärgerlicherweise Butter und Co neu einkaufen. Erstes Zwischenziel für den Tag ist Cape Agulhas, der südlichste Punkt Afrikas.

Bis dahin zieht sich die Strecke noch eine ganze Weile. Unterwegs bekomme ich auch einmal die lokalen mobilen Geschwindigkeitskontrollen zu Gesicht – ähnlich gut getarnt wie in Deutschland stehen diese am Straßenrand. Aber da ich mich ja an die Regeln halte (60km/h innerorts) passiert ohnehin nichts. Am Kap selbst steht ein erst am 26.03.2019 eingeweihtes Monument, das kostenfrei zugänglich ist. Es zeigt den afrikanischen Kontinent mit seinen diversen Gebirgen und Tälern. Nur wenige Meter weiter südlich ist dann auch das Ende Afrikas erreicht. Weiter südlich geht es hier nicht mehr. Zudem markiert der 20. östliche Längengrad die Grenze zwischen indischem und atlantischem Ozean. Es ist also nicht wirklich etwas dran am Two Ocean Marathon – egal wann man dort aufs Meer blickt, es ist immer der atlantische Ozean. Continue reading

Urlaub in Südafrika – Tag 9 & 10 – Oudtshoorn und De Hoop

Nach nur einer Nacht in De Zekoe (wie wir nun wissen der lokale Name für Nilpferd) heißt es schon wieder weiter fahren. Die Nacht in der Holzhütte war eigentlich toll, nur Yann ist total verstochen von irgendwelchen Insekten. Wir sind uns nicht ganz sicher, was für Biester das waren. Zumal wir sonst nicht gestochen wurden, wobei das bei mir erfahrungsgemäß nichts zu heißen hat: Um mich rum kann das wildeste Schnakennest vorhanden sein, irgendwie schmecke ich wohl nicht besonders lecker. Ich tippe einmal auf den erhöhten Laktatgehalt des Läuferblutes….

Für den Tag ist die längste Fahrstrecke angesetzt – Ziel ist das De Hoop Nature Reserve, laut Roadbook (das wir ja immer noch nicht in voller Pracht erhalten haben) um die 300km. Damit den Kindern nicht übermäßig langweilig wird, machen wir noch einen Halt an der Cango Wildlife Ranch. Das ist ein wenig eine Kombination aus Zoo und Erlebnispark mit Führung. Recht nett gemacht und die Erläuterungen des Guides sind sehr ausführlich und gut nachvollziehbar. Wobei wir durchaus merken, dass wir uns in einem Gebiet befinden, in dem vorwiegend Afrikaans gesprochen wird und English eine eher untergeordnete Rolle spielt. Der Einschlag ist deutlich hörbar.

Gezeigt werden unter anderem Flughunde, Geier und Krokodile. Zum Abschluss geht es noch durch die Katzen-Abteilung: Löwe, Gepard, Leopard und Tiger (dieser ist nicht in Südafrika heimisch, aber als Teil eines Zuchtprogramms hier untergebracht). Für unseren Nachwuchs gibt es dann nochmal die Möglichkeit, sich auf dem Spielplatz ordentlich auszutoben. Yann wirft sich theatralisch beim Gehen aus Protest auf den Boden und erntet noch ein ordentliches Veilchen auf der Stirn, zusätzlich zu den zahlreichen Mückenstichen. Continue reading

Urlaub in Südafrika – Tag 7 & 8 – Knysna, Plettenberg Bay und Fahrt nach Oudtshoorn

Nachdem wir am Vortag in Richtung Osten unterwegs waren, steht nunmehr die Erkundung in Richtung Westen auf dem Programm. Ausgangspunkt ist unsere Bleibe in Plettenberg Bay. Knysna ist die nächste Stadt und liegt nur ungefähr 30km entfernt. Leider spielt an diesem Tag das Wetter nicht so wirklich gut mit. Es ist recht neblig, stellenweise mit leichtem Sprühregen. Der Wunsch, dass es mit einem kräftigen kurzen Guss vorbei ist und das Auto danach wieder halbwegs entstaubt wäre, erfüllt sich leider dann doch nicht. Es bleibt neblig, als wäre man nicht in Südafrika sondern in Großbritannien unterwegs.

In Knysna machen wir einen Stopp an der Waterfront, im Prinzip dem Hafen des Orts. Nebenan ist der ehemalige Bahnhof, der Service wurde schon recht lange eingestellt. So liegt der Parkplatz dann auch direkt an bzw. auf den Gleisen. Neben dem Bahnhofsgebäude sind auch noch einige Waggons dauerhaft abgestellt, die an glanzvollere Zeiten erinnern. Es gibt aber ein neues Highlight als wir vor Ort sind: Einer der Ausflugsdampfer, der einzige Raddampfer in Knysna ist leckgeschlagen und hängt am Pier stark nach backbord. Die Feuerwehr ist bereits vor Ort und pumpt fleißig Wasser ab, zudem ist eine Ölsperre im Wasser ausgelegt, um auslaufenden Kraftstoff aufzuhalten.

Wir schauen nur kurz vorbei, aber der Touristenstrom ist doch klar zu erkennen, wir werden auch gefragt, ob wir das Schiff bereits gesehen haben und wo es sich denn nun genau befindet. Nach einer kurzen Runde durch den restlichen Hafen machen wir uns auf den Weg zum Eastern Head, einer der beiden Erhebungen an der Mündung der Lagune zum Meer. Leider macht das Wetter noch immer nicht mit und wir bekommen nur einige Fotos im Nebel. Immerhin finde ich einen Grund nochmal nach Knysna zu kommen, direkt am East Head liegt ein Wrack, das betaucht werden kann. Wir machen Picknick für den Mittag.

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Urlaub in Südafrika – Tag 5 & 6 – von Addo durch den Tsitsikamma Nationalpark nach Plettenberg Bay

Es ist an der Zeit, die Zelte in Happy Lands abzubrechen und sich auf den Weg nach Plettenberg Bay zu machen – etwa 200km weist die Kopie des Roadbooks aus. Nach einem Hinweis durch die Vermieterin in Happy Lands fahren wir jedoch nicht ganz nach diesem Plan. Laut ihr gibt es deutlich bessere Routen als durch das Armenviertel Motherwell (selbst Einheimische würden das wenn möglich meiden). Stattdessen empfiehlt Sie uns über Kirkwood und Uitenhage nach Süden zu fahren und dort auf die geplante Strecke entlang der N2 zu stoßen.

Ursprünglich planen wir noch einen Stopp am Supermarkt in Kirkwood ein, diesen lassen wir jedoch ausfallen, da Yann eingeschlafen ist und wir wahrscheinlich an weiteren Supermärkten vorbei kommen werden. Wir verpassen dabei eine Möglichkeit zum Abkürzen, aber der Umweg hält sich in Grenzen, bevor wir auf die R75 gelangen. Kurz nach der Einmündung müssen wir einen unfreiwilligen Stopp einlegen. Glen hatte sich mit einem Buch vergnügt, aber das lassen wir ob der eintretenden Reiseübelkeit samt Übergeben dann in Zukunft doch besser sein. Bis nach Uitenhage folgen wir dann einem Kleinbus, der als Eiertransporter dient – bis unter die Fenster sind Eierkartons gestapelt – entsprechend fährt er damit auch deutlich gepflegter als andere Verkehrsteilnehmer. Uitenhage ist eine kleine Stadt mit einem hübsch anzuschauenden Rathaus, aber genauso schnell wie wir hinein gekommen sind, geht es auch schon wieder aus dem Ort hinaus. Ganz ohne Township geht es auch dort nicht ab, entlang der Straße säumen viele Blechhütten und einfachste Behausungen die Strecke. An einigen Stellen sind wir uns nicht sicher, ob die Gebäude verlassen wurden bzw. was aus dem Gelände werden soll. Stellenweise wird recht ordentlich gebuddelt, was eher für eine Aufwertung der Viertel spricht.

Um die Mittagszeit herum erreichen wir Jeffreys Bay. Dort erledigen wir den Einkauf und schließen direkt am Meer auch das Mittagessen an. Mir wird recht bald klar, dass die Strecken in Süd-Afrika doch etwas länger sind als gedacht – bis nach Plettenberg Bay stehen noch immer etwa 150km angeschrieben. Immerhin, nachdem wir die N2 wieder erreicht haben, geht es doch recht zügig voran. In der Regel sind 120 km/h erlaubt. Die Strecke zieht sich dennoch etwas in die Länge.

Mit der Paul Sauer Bridge erreichen wir einen wichtigen Wegmarker – die Brücke überspannt den Storms River, dessen Mündung ist laut Reiseführer sehenswert und liegt in einem Nationalpark. Wir machen einen Rundgang über die Brücke – dabei entdecke ich eine Tafel, welche auf den verantwortlichen Bauingenieur verweist: Riccardo Morrandi – unter anderem auch für die eingestürzte Brücke in Genua im August 2018 verantwortlich. Allerdings ist die Brücke hier eine andere Bauweise und glücklicherweise lese ich das Schild erst nach der Überquerung. Bevor es weiter geht, füttern wir noch unseren Mietwagen – auf der Autobahn entwickelt der Motor einen ordentlichen Durst.

Nur wenige Kilometer weiter machen wir den nächsten Stopp, es geht an den Big Tree, einen Gelbholzriesen, der rund 800 Jahre alt ist. Die Bewegung tut recht gut und macht vor allem Dingen Hunger. Da es bereits später Nachmittag ist, beschließen wir einen Abstecher in der nahe gelegenen  Storms River Village zu machen. Wie ich aus dem Internet am Vortag erfahren habe, gibt es dort eine Micro-Brewery – diese wartet förmlich nur auf unseren Besuch. Das Angebot kann sich sehen lassen – wir bestellen eine Probierpalette und danach aus dem angeschlossenen Marylins 60s Diner noch etwas zu Essen. Verarbeitet wird in der Brauerei unter anderem Malz aus Heidelberg und Bamberg. Naja, man weiß halt was gut ist. Das Bier reicht vom süffigen und leichten Weizen bis hin zu einem kräftigen Red Ale.

Für den Besuch des Nationalparks ist es bereits sehr knapp – da wir das nicht überstürzen wollen und der Eintritt ja auch Geld kostet, lassen wir die Besichtigung der Mündung des Storms River aus und fahren direkt in Richtung Plettenberg Bay – man merkt, dass hier bereits der Herbst Einzug hält, es wird deutlich früher dunkel als derzeit in Deutschland – so fahren wir die letzten Kilometer im Dunkeln. So bekommen wir von der höchste Brücke Afrikas, die Bloukrans Bridge, gar nichts richtig mit. Die Dunkelheit erschwert die Suche nach der Unterkunft ein wenig, aber im Endeffekt finden wir diese dann dank guter Kennzeichnung sehr leicht. Die Unterkunft ist sehr geräumig und nett eingerichtet.

Am kommenden Tag holen wir einige der ausgelassenen Stopps nach und machen noch einen zusätzlichen Ausflug: Wir besuchen das Monkey Land Sanctuary, eine Art Auffangstation für Affen aus allen Kontinenten – natürlich auch einige Arten direkt aus Afrika. Leider geht mir bei der Aktion meine Sonnenbrille verlustig, ich bin mir nicht ganz sicher, ob nicht einer der Vervet Monkeys sie auf dem Gewissen hat. Nicht umsonst werden sie auch die Kleptomanen unter den Affen genannt.

Das Wetter trübt sich leider ein wenig ein, nachdem es während dem Besuch im Monkey Land ein wenig aufgeklart hatte. Dennoch ist der Anblick der Bloukrans Bridge sehr beeindruckend. Sie dient außerdem als Basis für diverse Nervenkitzel: von der Wanderung unterhalb der Fahrbahn in einer Art Gerüst-Gang mit Stabilrost als Gehweg über eine Seilbahnfahrt am Stahlseil zwischen den Trägern bis zur Mitte des Bogens bis hin zum weltweit höchsten Bungy-Jump mit 216 Metern ist allerhand geboten. Wir beobachten einige der Mutigen, einiges würde ich mich ja auch noch trauen, aber beim Bungy-Jump hört der Spaß für mich dann doch auf.

Nun geht es in den Nationalpark an der Mündung des Storms River. Es geht verdammt viele Kurven recht steil bergab, bis wir mit dem Auto am Meer auf dem Parkplatz zum Wanderweg stehen. Da gerade Mittag durch ist, machen wir noch ein kurzes Picknick bevor wir uns auf den Weg machen. Angegeben wird der Weg mit rund 1km einfach und einer Zeit von ca. einer Stunde für die gesamte Strecke. Da wir bereits einen Teil einsehen können, lassen wir den Kinderwagen gleich im Auto und tragen Yann. Das passt ihm teilweise nicht, und wie wir lernen, lässt er sich von den Stufen auch fast nicht beeindrucken. Wir haben ja ausreichend Zeit, von daher lassen wir ihn sich austoben. Glen sprintet derweil immer mal wieder recht weit voraus. Angesichts der Absturzmöglichkeiten müssen wir ihn mehrfach ermahnen in Sichtweite zu bleiben.

Die mittlerweile drei Hängebrücken über die Mündung sind sehr imposant und schaukeln richtig schön. Mit Glen klettere ich dann noch etwas weiter auf dem Weg zu einem Aussichtspunkt. Das ganze dauert länger als ich gedacht hätte – wir brauchen fast eine halbe Stunde bis wir wieder zurück sind, die Ausblicke lohnen sich auf alle Fälle, auch wenn wir es nicht bis zum offiziellen Aussichtspunkt schaffen. Nach der ganzen Trainingseinheit inklusive Rückweg zum Auto habe ich doch etwas Hunger – so landen wir zur Vorspeise wieder in der nahen Micro-Brewery, bevor wir den Weg zur Unterkunft nach Plettenberg Bay antreten.