Donauradtour 2026 – Tag 10 – Neustadt bis Bad Abbach

Tageskilometer: 43km

In der Nacht hat es nochmal weiter geregnet, am Morgen scheint dann aber doch wieder die Sonne und wir können die meisten Dinge sogar trocken einpacken. Nach dem Frühstück geht es dann auch auf die Strecke – praktischerweise geht die direkt am Campingplatz vorbei – eine längere Anfahrt erübrigt sich somit.

Wir durchqueren Bad Gögging, ein netter Kurort. Es gibt die ersten Steigungen des Tages, immer mal wieder geht es etwas bergauf. Nach einem längeren Abschnitt am Damm verlassen wir in Eining die Donau – es geht an die erste Bergwertung des Tages. Die Steigung ist als starker Anstieg in der Karte verzeichnet – mir schwant schon Übles, als wir nach Eining hinein fahren – es geht weg von der Donau und kurz und knackig nach oben. Die eigentlich als besonders heftig markierte Steigung ist dann aber wider Erwarten doch gut zu bewältigen – markant ist sie aber eher in der Hinsicht, dass sie besonders lange andauert. Das ist aber mit Anhänger besser zu bewältigen als besonders steile Stücke – noch dazu ist der Untergrund komplett befestigt, es rollt also vergleichsweise angenehm.

Es geht danach erst einmal bergab und nochmal ein wenig bergauf, bevor wir wieder Kurs auf die Donau nehmen. Bis nach Staubing hinein rollt es dann fast von selbst. An der Donau entlang ist es dann auch nicht mehr weit bis zum Kloster Weltenburg vor dem Donaudurchbruch. Das Kloster kennen wir bereits von einem Besuch aus Riedenburg. Damals war es noch voller als heute, was vor allem daran liegen dürfte, dass derzeit Niedrigwasser in der Donau ist und daher der Schiffsverkehr nach Kehlheim eingestellt ist. Den Weg über den Berg kennen wir vom letzen Besuch auch schon, daher stärken wir uns vorab im Klosterbiergarten mit einem leckeren Bier bzw. zuckerhaltigen Getränken.

Danach geht es an die wohl kräftigste Bergwertung der gesamten Tour. Der erste Anstieg lauert gleich im Ort Weltenburg. Kleine Übersetzung und dann konsequent strampeln bis mal auf der ersten Anhöhe ist. Dort werfe ich kurzehrand das Gepäck ab und radle Marion entgegen, um ihr die Taschen abzunehmen – Intervalltraining einmal anders. Zum Schluss jogge ich ihr auch noch ein Stück entgegen und übernehme das Rad samt Anhänger. Leider haben wir zwei inkompatible Kupplungssysteme im Einsatz, sonst hätte ich auch einfach den Anhänger an mein Rad umgekoppelt. Auf der Anhöhe ist eine Rastmöglichkeit – dort holen wir das Mittagessen nach. Das Klosterbier habe ich gefühlt an der Steigung bereits wieder ausgeschwitzt. Immerhin wird durch die Rast auch das Gepäck ein wenig leichter.

Die nächsten Anstiege sind nochmals schwieriger zu bewältigen, es geht steil durch den Wald, der Untergrund ist nur noch geschottert und bietet somit weniger Gripp. Ich wiederhole das Intervalltraining der ersten Steigung, weil es so gut geklappt hat – wobei Marions Radgemetrie nicht so ganz zu meiner Beinlänge passt, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Die Jungs sind gut dabei und kommen fast alle Steigungen samt Radtaschen gut nach oben. Es folgen noch einige Wellen durch den Wald, die auch nochmal etwas Anstrengung erfordern. Der Rastplatz an der Staatsstraße oberhalb des Waldfriedhofs ist nochmal schwierig mit dem Anhänger – es geht recht steil beragab auf Schotter und um die Kurve – noch dazu gibt es auf den Rastplatz hin keine große Ausrollzone bis an die Staatsstraße. Ein Hoch auf die Magura-Hydraulik-Bremsen – die leisten hier ganze Arbeit. An der Raststelle helfen wir noch einem Rennradler aus – für was fahren wir sonst unsere große Standluftpumpe mit uns herum – damit geht das Befüllen der Rennradreifen um so flotter.

Den nächsten Abschnitt fahren wir wie schon beim letzten Mal auf der Straße – wie uns entgegenkommende Radler berichten, ist der ebenfalls sehr steil und schmal und somit für Anhängergespanne denkbar ungeeignet. Mit etwas Schwung fädeln wir auf die Staatstraße ein. Ich habe diesmal deutlich mehr Glück, was den Anhänger betrifft – wir haben aktuell eine Beladung gefunden, in der sich das Aufschaukeln in Grenzen hält. So rolle ich mit etwas mehr als 40km/h bis nach Kelheim hinein, die Jungs sind noch etwas flotter unterwegs.

Nach dem Einkaufsstopp geht es weiter in Richtung des nächsten passenden Campingplatz – wir wollen diesmal nicht nochmal nach Herrnsaal, sondern ein Stück weiter. Allerdings sind die folgenden Plätze auch nicht auf Fernradler eingestellt und wir lassen sie links (im wahrsten Sinne des Wortes) liegen und radeln weiter bis an die Freizeitinsel in Bad Abbach.

Der Campingplatz dort ist gut gemacht und bietet alles, was wir benötigen. Zum Abendessen erleichtern wir nochmal unser Gepäck – ich habe tatsächlich nicht nur Wasser, Bier und Brot über den Berg geradelt sondern auch noch eine volle Konserve Gulasch. Ich bin sowieso etwas verwundert – meine Taschen sind vergleichsweise leicht gepackt und ich habe in der Techniktasche sogar noch etwas Luft für weitere Dinge, aber ich selbst kann so wenig einpacken wie ich will, wenn der Rest der Familie den halben Hausstand einpackt, dann wird eben der Anhänger um so schwerer.

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