Radtaschen-Halterung für IKEA Ivar-Regal

Seit einiger Zeit hat mich die Frage umgetrieben wie ich unsere Radtaschen (immerhin 4 Stück für den Gepäckträger zzgl. einer Top-Case) vernünftig verstauen kann. Anforderungen waren für mich recht klar: Nicht irgendwo in einen Schrank, denn mindestens eine brauche ich nahezu täglich (mit dem Rad zur Arbeit). Schnell war auch klar: Hängen wäre eine schicke Lösung, immerhin haben die Taschen schon fertige Anhänge-Haken für an den Gepäckträger.

Die Lösung ergab sich dann recht einfach, als ich wieder einmal die Taschen neben unser Ivar-Regal von IKEA gelegt habe und sie wieder wegnehmen wollte. An einer Querverstrebung hatten sich zwei Haken eingehängt. Bingo! Bleibt nur noch die Frage wie man das sauber löst.

Ich habe mir einfach passende Stahlstäbe besorgt, die in die ohnehin vorhandenen Aufnahmen für die Regelträger (Stahlbolzen mit 5mm Durchmesser) passen. Diese habe ich auf 1x Lochtiefe (25mm)+ lichte Regalweite (43,5cm), also insgesamt 46cm abgelängt. Damit sie nicht versehentlich wieder rausfallen wenn man die Taschen anhängt, musste ich die noch sichern. Kurzerhand habe ich von beiden Seiten Gewinde auf den Stahlstab geschnitten – das ist aufwändiger und schweißtreibender als gedacht. Ein solider Schraubstock und ein guter Gewindeschneider sind Pflicht.

Von beiden Seiten Muttern aufschrauben, Scheiben unterlegen, einsetzen und mit den Muttern gegen das Regal ein wenig verspannen. Fertig. Falls sich die Muttern im Betrieb lösen, kann man eine weitere einsetzen und kontern.

Eine alternative Lösung wäre es gewesen auf den Rundstab einen Ring mit einer Madenschraube zu fixieren. Das ist aber ein wenig aufwändiger was die Materiabeschaffung betrifft.

Natürlich eignet sich diese Konstruktion auch um andere Dinge aufzuhängen.

Zusammenfassung zum Nachbauen:

  • Stahl / Edelstahlstab 5mm in ausreichender Länge je nach Anzahl Hängemöglichkeiten (ca. 50 cm pro Halter, bei schmaleren Regalen natürlich weniger)
  • 2 Scheiben M5 pro Stab
  • 2 Muttern M5 pro Stab
  • Gewindeschneider M5
  • Schraubstock
  • Öl / Kühlmittel zum Gewindeschneiden.

Aufwand ca. 20 bis 30 Minuten, Komplexität gering.

Halterung für Pressluftflasche

Für allerhand Bastelarbeiten ist es hilfreich etwas komprimierte Luft zur Hand zu haben. Sei es zum Aufblasen von Reifen, oder auch nur zum Reinigen. Wer schon einmal einen etwas länger in Betrieb befindlichen Rechner aufgeschraubt hat weiß wovon ich rede.

Ich habe für diese Zwecke eine 5l Pressluftflasche mit Druckminderer im Einsatz. Das hat den Vorteil, dass man die Luft auch mal “eben schnell” an einen anderen Ort mitnehmen kann (um beispielsweise die Heizkörper einmal von innen zu reinigen). Nur leider lag sie mir dann immer ungünstig im Weg herum.

Dauerhaft befestigen mit Rohrschellen oder etwas vergleichbarem kam nicht in Frage, denn spätestens wenn ich die Flasche zum Füllen mitnehmen muss, möchte ich das schnell und einfach habe. Es hat mich eine ganze Weile gedauert bis die einfache aber geniale Lösung feststand: Einfach mit mehreren Magneten an ein Bein der Arbeitsplatte “anheften”.

Die Magnete sollten ausreichend dimensioniert sein, ich habe mir passende mit ca. 12kg Haltekraft bestellt und davon 3 Stück für die Flasche und einen für die die Armatur verwendet. Geht natürlich nur wenn die Flasche keine Composite oder Alu-Flasche ist. Ursprünglich dachte ich, dass die Haltekraft der Magnete ausreichen würde um die Flasche sicher an der Metallstütze zu befestigen. Leider rutscht das dann alles doch etwas unschön herum. Daher habe ich kurzerhand die Magnete an der Stütze festgeschraubt. 4x 4mm Gewindeschneiden, festschrauben, fertig.

Zusätzlich habe ich noch einen Haken unter die Arbeitsplatte geschraubt an dem ich den Schlauch sauber aufhängen kann. Aufwand insgesamt absolut überschaubar, in einer knappen halben Stunde war alles erledigt. Beim Arbeiten mit den Magneten muss man etwas aufpassen – die kleben auch ganz gut aneinander und sind dann nur mit Mühe wieder voneinander zu lösen.

 

 

Anhänger-Sanierung – Teil 3 – Seitenwände und Abschluss

Nach der Montage der Bodenplatte kommt das Projekt Anhänger-Sanierung nun auf die Zielgerade. Die größten und aufwändigsten Arbeiten sind erledigt.

Die Seitenwände sind im Gegensatz zur Bodenplatte recht schnell erledigt. Klar, denn hier muss ich keine Rücksicht auf hervorstehende Schrauben nehmen und auch keine Ösen einlassen. Ich hatte zwar überlegt, in die Seitenwände noch Airline-Schienen zu verbauen (und diese ggf. auch einzulassen) – vorerst lasse ich das aber. Selbst wenn ich irgendwann einmal Bedarf für zusätzliche seitliche Befestigungen habe, kann ich die Schienen immer noch recht unproblematisch nachrüsten. Für den Zuschnitt der Platten habe ich wieder Führungen für die Handkreissäge verwendet um einen geraden Schnitt hinzubekommen. Für die Montage habe ich mich dann schrittweise an das Zielmaß herangetastet, meist habe ich im ersten Anlauf einige Millimeter zu viel stehen lassen. Zudem gibt es leider einige Stellen des Rahmens die nicht (mehr) 100% gerade bzw. rechtwinklig sind.

Die notwendigen Aussparungen in den Seitenwände für die Spannkette habe ich wieder mit der Oberfräse erledigt, da es sich hier aber nur um 2 Stellen handelt, habe ich nur mit Leisten als Anschläge gearbeitet und keine Schablone erstellt.

Nachdem alles eingepasst und gestrichen war, mussten die Platten noch wieder befestigt werden. Ich habe hierfür wieder Schlosschrauben verwendet, auch wenn sich diese bei der Demontage als problematisch heraus gestellt haben. Ich habe einfach nicht vor, diese Verbindungen häufig zu lösen. Beim Bohren habe ich darauf geachtet ein Opferholz hinter die Bohrung zu legen, damit die Beschichtung nicht übermäßig ausreist. Das hat in der Regel ganz gut geklappt. Beim Bohren der mittleren Querverstrebung und der Löcher in Bodennähe war es allerdings echt gut zu zweit zu sein.

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Anhänger-Sanierung – Teil 2 – Bodenplatte

Im ersten Post hatte ich die Demontage beschrieben – nun geht es daran, den Anhänger wieder aufzubauen.

Der einfachste Teil war das Zuschneiden der neuen Bodenplatte – eine gute Handkreissäge und eine gerade Leiste als Anschlag, präzise Messen und schon kann es losgehen. Ein erstes Einlegen war dann auch erfolgreich. Es empfiehlt sich definitiv diese Arbeiten zu zweit auszuführen, die Platte ist doch recht schwer und unhandlich, selbst im geschnittenen Zustand. Das Pflichtprogramm also ganz einfach geschafft – es folgt die Kür (und die hat es leider in sich).

Damit die neue Bodenplatte wieder bündig auf dem Rahmen aufliegt, müssen an einigen Stellen Löcher in die Bodenplatte gemacht  werden um die Schraubenköpfe aufzunehmen. Anzeichnen und Messen gibt da leider keine gute Ergebnisse wie ich feststellen musste. Besser ist es ein Reststück Holz zu verwenden und sich eine Schablone bzw. Lehre zu bauen mit der man die Löcher abschließend bohren kann. Die Bohrungen selbst habe ich als Sacklöcher mit einem Forstner-Bohrer mit etwas Übergröße für die Muttern und Scheiben ausgeführt. Für ein paar Millimeter an einigen Stellen musste ich dann doch mit dem Stechbeitel etwas nacharbeiten. Sieht am Ende aber ohnehin keiner. Wichtig in diesem Zusammenhang: Wenn alles passt, die Löcher gründlich mit Holzschutz behandeln, sonst gammelt die neue Platte an diesen Stellen gleich wieder.

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Anhänger-Sanierung – Teil 1 – Demontage

Ausgangszustand

Bereits seit knapp vier Jahre besitze ich einen PKW-Anhänger. Nach etwas anfänglichen Problemen (vergleichsweise alt, lange Standzeit und somit allerlei Schwierigkeiten in Sachen Zulassung) hat sich das Gefährt echt bewährt. Ich möchte es nicht mehr missen. Es ist nicht so, dass ich den Hänger jeden Tage benötigen würde, aber in der ein oder anderen Situation ist es einfach hilfreich für einen Transport die Ladekapazität des Fahrzeugs zu erhöhen. Bis vor einigen Tagen war es immer ein kurioses Gespann mit einem Corsa B vorneweg. Oftmals war es ja nicht das Gewicht was beim Transport Schwierigkeiten gemacht hätte, sondern das Volumen oder die Abmessungen der Ladung.

Der Anhänger ist als offener Kasten konstruiert, zusätzlich habe ich eine Plane mit Untergestell übernommen. Alternativ habe ich noch ein Netz (insbesondere für Grünabfälle und Co ganz hilfreich).

Einige zwingend notwendige Reparaturen habe ich bereits durchgeführt. So waren die Reifen vor der Zulassung zu erneuern und die Heckklappe zeigte deutliche Auflösungserscheinungen. Kein Wunder, der Anhänger ist fast genauso alt wie ich. Da geht auch die stabilste Multiplex-Platte mit Siebdruckbeschichtung gegenüber der Witterung in die Knie. Zudem habe ich das Stützrad neu befestigen müssen. Alles vergleichsweise kleine Arbeiten.

Nun stand für diesen Sommer ein lange gehegtes Projekt zur Umsetzung an: Die Bodenplatte und die Seitenwände haben auch schon bessere Zeiten gesehen und warteten auf ihre Ersetzung.

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