Tageskilometer: 29.7km
Wir starten recht entspannt am Silbersee, allerdings dauert der Abbau doch länger als gedacht, vor allem da unsere Kids immer wieder bei den Zeltnachbarn vor der Konsole hängen bleiben. Ich weiß sehr gut warum wir dieses Gerät (abgesehen vom Gewicht) nicht mitgenommen haben. So rollen wir ziemlich genau Schlag 10h vom Campingplatz. Unser erstes Ziel ist Offingen, genauer gesagt der dortige Supermarkt. Dort entledigen wir uns vor allem einigen angesammelten Pfandflaschen und besorgen das Nötigste für die weitere Fahrt.
Die nächsten Kilometer rollt es dann recht angenehm voran . Es geht durch die Felder, leichter Wind von vorne und bis auf einige Kreuzungsbauwerke flach. Yann sprintet immer wieder bis zur nächsten Kreuzung vorrsus. Ich komme mit dem Anhänger noch ganz gut hinteher, aber spritzig fährt sich das Gespann nun mal einfach nicht.
Die nächste größere Ortschaft ist Gundelsheim an der Brenz. Wir machen nur einen minimalen Stopp, vor allem fällt uns auf, dass die Beschilderung uns etwas auf den Arm nehmen will: Mehrere Kilometer lang erscheinen immer wieder Wegweiser die noch 12km bis Dillingen ausweisen. Wir haben uns aufgrund einer potentiell kräftigen Steigung fpr die Durchfahrt durch den Ort entschieden – ganz nett anzuschauen ist er ja. Auf dem weiteren Weg Richtung Dillingen ist der Radweg dann fast immer als Gehweg mit „Radfahrer frei“ gekennzeichnet – inklusive Engstellen – wir mchen kurzerhand das einzig vernünftige was man aus dieser Beschilderunge als Radler machen kann: Rauf auf die Straße und dort mitfahren.
Schön dass es am Ortsende dann weg von der großen Straße geht, weniger schön: Es geht deutlich bergauf – Glens Kette springt daraufhin ab und verheddert sich ums Trettlager – einmal entheddern bevor es weiter geht. In Launigen heißt es nochmal einkaufen – unter anderem Klebeband für unsere defekten Taschen, zudem noch ein paar Kleinigkeiten. Aus Launingen heraus wird die Strecke dann auch wieder angenehmer – abseits der Straße geht es durch die Donauauen. Größtenteils im Schatten was das Radeln erträglicher macht.
Am Ortseingang von Dilligen gibt es eine Kneipp-Station – nicht ganz von ungefähr denn der Erfinder dieser Wasserkur stammt aus Dillingen. Wir nutzen die Abkühlung um auch gleich ein verspätetes Mittagessen einzunehmen. Entgegen unserer ursprünglichen Idee bis Donauwörth weiter zu radeln entscheiden wir uns für eine Übernachtung in Dillingen – es ist einfach verdammt warm und bis Donauwörth wäre noch etwas mehr als ein Marathon zurück zu legen. So schauen wir uns die Stadt ein wenig an und erledigen die notwendigen Einkäufe. Am morgigen Samstag ist Feiertag – also müssen wir etwas mehr einkaufen. Der Campingplatz liegt direkt an der Donau und in der Nähe des Freibads. Wir schwingen uns nochmal kurz auf die Räder – ich hätte besser nochmal in die Karte geschaut, denn bis zum Fahrradständer am Freibad sind es gerade einmal 800m – also mehr Aufwand mit Losfahren und Anschließen als mit eigentlich in die Pedale treten. Das Freibad bietet einen Abendtarif an, der ist natürlich hochwillkommen da nochmal günstiger. Damit ich auch genügend Bewegung habe, mache ich nochmal einen Kilometer Brustschwimmen und 100m Kraulstil.
Zum Abendessen gibt es grüne Bohnen und Putensteaks aus der Pfanne. Morgen soll es wieder heiß werden – aber der nächste Campingplatz ist erst in Donauwörth – mal sehen wie gut es klappt.