Donauradtour 2026 – Tag 4 – Ausflug ins LEGO(tm) Land

Tageskilometer: 24,6 (2 Etappen)

Irgendwie beschleicht micht aktuell das Gefühl, dass wir bei der Streckenplanung mit der Idee „flußabwärts“ einen Fehler gemacht haben. Wir haben viele Highlights direkt am Anfang des Urlaubs, insbesondere für den Nachwuchs. So ist heute schon wieder ein Pausentag was die Gesamtstrecke betrifft – wo wir schon einmal in der Region sind, geht es natürlich auch ins LEGO(tm) Land.

Es dauert leider wieder etwas bis wir endlich loskommen, auch ich habe zwischenzeitlich ein kleines technisches Problem zu lösen. Da mein Handy-Akku die Nacht nicht überstanden hat muss ich mir erst über mehrere Umwege den PIN für die Simkarte wieder herleiten, unter anderem brauche ich dazu das Handy, das ohne entsperrte Sim nicht bootet – ein klassisches Henne-Ei-Problem. Aber für dieses gibt es immerhin eine Lösung.
Während Marion den Nachwuchs endlich dazu bewegt sich die Zähne zu putzen und Sonnencreme aufzutragen, darf ich mich dann auch noch um den platten Vorderreifen bei Yann kümmern – wir hatten diesen vor der Abfahrt erst ersetzt bzw. geflickt, aber nachhaltig war der Erfolg nicht. Mal sehen ob es diesmal länger vorhält – im Mantel habe ich auf die Schnelle aber keinen Übeltäter entdecken können. Es wird Zeit dass wir noch ein paar Kilometer fahren, dann kann man guten Gewissens auch den vorderen Mantel entsorgen und durch ein unplattbares Modell ersetzen.

Die Strecke bis an den Park ist nicht übermäßig weit, nur knapp 10km. Dafür hat sie aber einige Höhenmeter und diese auch noch geballt zu bieten. Direkt in Remshart geht es steil im Ort nach oben, und auch derAnstieg in Harthausen zieht sicht recht lange recht steil hin – da hilft es wenig, dass man vor dem Ortseingang nochmal eine schöne Senke hinunter rauschen kann – etwas mehr als 50km/h erreiche ich – klar, diesmal kein Anhänger hintendran, das muss ich ausnutzen.

Der Weg aus Harthausen raus ist super angelegt als reiner Geh- und Radweg durch die Felder – ganz ist der Ausbau noch nicht abgeschlossen aber die fertiggestellten Kilometer sind ein echtes Highlight in Sachen Streckenqualität. Danach geht es etwas ruppiger weiter auf geschottertem Untergrund. Nach Deffingen geht es nochmal gut abwärts bevor man die Autobahnbrücke überwinden muss – inklusive einen Stoppschild am Ortseingang, gerade dann wenn es so schön rollt. Im Industriegebiet ist die Radinfrastruktur besser als erwartet – das spart uns nochmal einige Höhenmeter und wir rollen recht entspannt am Haupteingang ein. Auf Radfahrer ist man dort nur recht bescheiden eingestellt – aber es gibt noch genügend freie Radständer für uns.

Der Eingang zum Park ist recht schnell erledigt. Der Trubel ist wie üblich recht chaotisch, aber es gibt sich nach den ersten Metern, wenn sich die Massen verteilen. Die Modellstädte sind recht hübsch anzuschauen und mit vielen Details gestaltetet. Aber natürlich sind wir nicht (nur) hier um diesen Teil des Parks zu sehen. Die Jungs zieht es recht schnell zur ersten Achterbahn. Wir entscheiden uns für die Ritter-Welt mit dem Feuerdrachen. Als Mitgestalter auf diversen Mittelaltermärkten fallen uns natürlich zahlreiche Dinge sofoft ins Auge, die abgesehen von den Drachen nicht ganz stimmen können. Unter anderem gibt es einen Lego-Lautenspieler, dessen Laute vollständig aus Klemmbausteinene gebaut ist, dabei wissen wir doch seit diesem März, dass bei einer guten Laute alle S(a/e)iten aus Stahl sein müssen. Laut unserem Barden eignet sich die Variante mit „allen Seiten aus Stahl“ besonders für härtere Gesänge und Tavernen-Prügeleiein. Mit derartigen Sprüchen vergeht die Wartezeit dann auch recht fix. Die Achterbahn ist nett gemacht und gewährt vor der Abfahrt vom Hügel noch einen Einblick in das LEGO-Mittelalter – unter anderem auch eine Taverne mit den Anfängen einer Prügelei, womit wir wieder beim Barden sind. Der kurze Ritt durchs Freie ist abwechslungsreich gestaltet.

Mit unserem Tross ziehen wir weiter, lassen dabei aber einige Attraktionen aus, die auch unsere Kinder nicht mehr so ganz vom Hocker reißen knnen. Im angerenzenden Bereich geht es dann auch tatsächlich um die Klemmbausteine – in diversen Challenges gilt es sich zu beweisen. Für insgesamt drei erfolgreiche Aufgaben winkt am Ende des Tages ein kleiner Preis. Insgesamt ist das recht gut gemacht – und auch die Eltern kommen an einer Station auf ihren Bastelspaß. Am Kids-Power-Tower können wir uns ein wenig Austoben – eine Kombination aus Selbstaufseilen und Pseudo-Freefall-Tower mit Rotation.

Die Tempel-X-Pedition ist ein lustiges Point-and-Shoot, hier kommt mir meine Zocker-Ader dann doch etwas zu Gute und ich gehe mit weitem Abstand als Sieger aus dem Familienduell. Nun steht uns wieder der Sinn nach etwas Achterbahn – Maximus, der Flug des Wächters kommt uns da wie gerufen. Die Achterbahn hat einiges zu bieten, zwar keinen Looping, aber einige Korkenzieher sind dabei, sowohl links als auch rechtsdrehend. Leider ist die Wartezeit recht lange – sonst wäre ich die auch nochmal gefahren. Dafür gibt es jetzt zumindest einemal kleine Freefall-Türme, die machen auch Spaß und die Wartezeit ist sehr kurz. Danach muss die Familie einmal kräftig mit anpacken – insbesondere die Eltern sind gefordert – es gibt eine Feuerlösch Challenge – ca. 25m auf einer Schienenstrecke bis an den Brandherd, dort löschen und dann auch wieder zurück. Zusammen mit einem anderen Team erreichen wir zeitgleich das Ziel und gewinnen somit einen kleinen Preis. Die Eltern sind dach aber reichlich ausgepowert. Definitiv nicht meine Muskelgruppen, die hier gefordert waren. Immerhin können wir uns danach etwas erholen, die Kinder spielen an einer weiteren Bastelstation.

Waren die Wartezeiten bisher recht moderat und fühlten sich kürzer an als angezeitgt, werden wir nun an der Dschungel-X-Pedition auf eine harte Probe gestellt – fast 50 Minuten sind angezeigt und es ist gefühlt nochmal länger. Immerhin ist die Wildwasserbahn dann recht gut gemacht – einmal rückwärts, einmal vorwärts – etwas länger für die Anstehzeit wäre schön gewesen. Immerhin sind wir danach wieder erfrischt und geduscht. Die Jungs wollen danach auf den Wasserspielplatz – allerdings ist das Duploland zwar hübsch anzuschauen, aber wohl doch nicht mehr ganz ihr Alter wie sie selbst recht bald feststellen – daher ziehen wir weiter zu den Piraten. Dort hat es auch nochmal einen Wasserspielplatz – der ist recht nett gemacht – es ist im Wesentlichen ein Feld mit 1024 Düsen im Boden die in verschiedenen Mustern passend zur Hintergrundmusik sprühen. Einfach aber im wahrsten Sinne des Wortes „cool“.

Es geht mittlerweile in den späteren Nachmittag hinein, und so langsam müssen wir die Uhr im Auge behalten, denn die meisten Attraktionen schließen um 18h, der Park selbst um 19h. Auf dem Weg nehmen wir noch die Piratenschule mit – eine große Schiffschaukel, bei der das Boot noch dazu um seine Querachse gedreht wird. Auch das ganz nett für zwischendrin.

Mit Glen mache ich noch eine Runde Flying Ninjago mit – eine Art Karusell bei dem man am langem Arm durch die Luft fliegt – zudem kann man selbst steuern und versuchen sich entlang der Kreisbahn um sich selbst zu drehen – mir gelingt es leider nur einmal bis die Fahrt schon wieder zu Ende ist. Nach einem kurzen Eis zwischendrin geht es zu letzten Attraktion des Tages – Powerbuilder: Hier sitzt man am Arm eines Industrieroboters, der einen je nach Wunsch durch die Luft wirbelt – da ich mit Yann zusammen fahre dürfen wir maximal Level 2 von 5 ausprobieren.

Zum Abschluss geht es nochmal durch die Miniwelt mit ihren vielen Modellstädten. Gerade noch rechtzeitig holen wir die Gewinne der Jungs ab – ein kleines LEGO-Set. Immerhin ist es so handlich, dass wir es auf dem Rad gut transportiert bekommen. Leider geht es nicht ohne einen Besuch im Shop ab – hier ist es auch wieder vorteilhaft mit dem Rad unterwegs zu sein – man muss sich immer gleich fragen: Wie bekomme ich das auf dem Rad die kommenden Tage transportiert? Somit fallen die Einkäufe sehr gering aus – auch wenn wir jede Menge Einfälle für Weihnachten und Geburtstage bekommen.

Unser Rückweg führt uns über Denzingen, dort machen wir nochmal Station am Supermarkt und decken uns für das Abendessen ein. Die weitere Fahrt ist ganz gut zu bewältigen, auch wenn sie eingie Steigugnen hat. Wir haben allerdings auch etwas Probleme mit den Wegweisern, daher fahren wir rudn einen Kilometer mehr als geplant und auch einige Höhenmeter mehr. Zudem haben wir einen weitere Equipment-Ausfall – für die Tagestouren haben wir eine meiner älteren Radtaschen mitgenommen – allerdigns lösen sich an dieser die Nähte auf und sie bekommt somit Löcher an diversen Stellen – etwas unpraktisch, da wir noch dazu die schweren Schlösser und die Getränke dort verstaut haben.

Ab Harthausen kennen wir den Rückweg dann auch von morgens. Es gilt noch einen letzten Anstieg zu bewältigen bevor wir es in (B)Remshart ausrollen lassen können (oder auch nicht, denn dieKurven im Ort sind nicht für hohes Tempo gemacht, erst recht nicht mit einem bepackten Rad). Zum Abendessen gibt es dann Tortellini mit Pesto und Käse dazu einen Salat.

Insgesamt ein schöner Tag und das LEGO-Land hat mich positiv überrascht – es war zwar voll, aber die Wartezeiten und das Gefühl der Überfüllung waren etrtäglich – kein Vergleich zum vergangenen Jahr am Futoroscope. Allerdings muss man auch sagen: Aus vielen Attraktionen sind unsere Kinder mittlerweile herausgewachsen – wobei Klemmbausteine ja kein Alterslimit nach oben kennen.

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