Verschiedene Faktoren haben uns bewogen die Tour nicht wie geplant bis nach Passau zu radeln sonden bereits in Regensburg zu enden. Unter anderem gibt es derzeit nur einen Schienenersatzverkehr zwischen Regensburg und Passau – der nimmt natürlich keine Fahrräder und erst recht keine Gespanne mit. Damit wären wir darauf angewiesen, dass wir es tatsächlich bis Passau durchziehen. Außerdem wollen wir uns Regensburg in Ruhe anschauen und nicht einfach nur durchradeln, ein Ruhetag ist somit definitiv eine gute Idee. Von daher haben wir an diesem Tag auch nur wenige Kilometer vor uns, die Strecke kennen wir von der Fünf-Flüsse-Tour bereits.
Wir haben zudem einen wichtigen Haltepunkt eingeplant – wir wollen wieder einmal zur Brauerei Berghammer – damit wir dort erst zum Mittag eintreffen, machen wir mit den Jungs noch etwas Mithilfe bei Openstreetmap. Allerdings ist das etwas schwieriger als gedacht – räumliche Orientierung und die Nutzung einer Karte im klassischen Sinne sind in der Schule wohl etwas zu kurz gekommen. Ich frage mich wie die heutige Generation bei einem Ausfall des GPS und cloudbasierter Navigationssysgteme auch nur den Weg bis in den nächsten Ort finden würden. Auch gibt es nochmal eine Bergwertung zum Einkaufen – das Einkaufszentrum liegt etwas außerhalb und natürlich oberhalb der Donau.
Bis zum Berghammer ist es dann nicht mehr weit – das Bier schmeckt wie jedesmal vorzüglich – vorsichtshalber packe ich auch gleich noch zwei Flaschen Proviant ein.
Die weitere Strecke bis nach Regensburg ist flach ich mache mit den Jungs ein wenig Intervalltraining – immer ca. 4km zügig vorraus radeln und dann warten bis Marion wieder aufgeschlossen hat. Wir sind dabei sehr zügig unterwegs zwischenzeitlich überholen wir sogar eine Gruppe E-Biker mit rund 30km/h – inklusive Anhänger – der schaukelt sich auch diesmal nicht übermäßig auf. Ich wünschte meine GPS-Uhr hätte auch einen Modus für den Anhängerbetrieb – denn von der Anstregung her ist es natürlich eine ganz andere Sache wenn man mit mehr als 15kg Gepäck im Anhänger unterwegs ist.
Den Campingplatz bei den Paddlern kennen wir auch bereits von unserem letzten Besuch. Für den Abend suchen wir noch eine Pizzeria – im ersten Anlauf haben wir leider kein Glück, bei der zweiten haben wir den neu eröffneten Laden dann für uns. Die Pizza ist lecker und es ist schon recht spät bis wir dann wieder am Platz zurück sind. Morgen ist wie geplant ein Ruhetag an dem wir uns die Stadt anschauen wollen. Danach werden wir auch sehen müssen wie wir den Rückweg gestalten – ob in Etappen mit der Bahn oder doch in einem Rutsch.