Montag morgen ….

…. und die Woche nimmt kein Ende.

Das fängt schon an mit so Dingen wie früh aufstehen … danach ein erster Besuch am Fraunhofer, um die Papiere für die Social-Security-Number abzuholen. Dabei wurden wir dann auch mal kurz unseren Mitarbeitern vorgestellt sofern diese greifbar waren. Kurz über die gerade laufenden Projekte geplaudert und eine kurze Präsentation über die interne Aufteilung angeschaut.

Danach ging es weiter zum nächsten Unterfangen – dem Anlegen eines Kontos, damit das Gehalt auch irgendwo eingezahlt bzw. die Schecks gegen bares getauscht werden können. Für die gesamte Mannschaft hat es etwas länger als anderthalb Stunden gedauert. Teilweise ein echtes Problem, insbesondere so Dingen wie innerstädtische Adressen in Mannheim oder auch mit Umlauten in den Namen.

Aber sonderlich geistig fit sind die Bankmitarbeiter hier auch nicht – SWIFT und IBAN sind irgendwie Fremdworte … ich frage mich was die USA mit den Daten von SWIFT anstellen wollen, wenn es eh keiner bei ihnen benutzt, oder es erst gar nicht kennt…

Abends den ersten Großeinkauf meines Lebens gemacht – einkaufen für 7 Leute ist was anders als für den Single-Haushalt … und vergleichweise günstig bei Aldi – auch wenn das Sortiment nicht ganz vergleichbar ist – so einiges vermisst man doch. Es hat sich mal wieder bewahrheitet, dass Mitrechnen sich echt rentiert – wenn nur diese krummen „Urwaldeinheiten“ nicht wären …

Ausflug nach Washington DC

Bereits am Samstag habe ich mit Sergej mal eine kurze Jogging-Rund gemacht – alles noch ziemlich verchneit hier und man ist teilweise recht tief in den Schnee eingesunken – verbuchen wir es unter „Krafttraining“ für die Beinmuskulatur. Die Strecke an sich ist sehr schön, wenn es jetzt noch etwas wärmer wird, sicherlich eine Augenweide – mitten durchs Naturschutzgebiet und die Sportanlagen.

Heute war es dann an der Zeit sich mal Washington DC mal aus der Nähe anzuschauen.
Leider waren einige Leute von unserer Gruppe gefesselt von der Playstation 2 dasss man sie partout nicht davon loseisen konnte…
Also hab ich mich mit Sergej zusammen auf den Weg in Richtung Metro-Station gemacht. Da ich nur die ungefähre Richtung wusste, sind wir prompt mal falsch abgebogen und haben dann einen unfreiwilligen Bummel durch die Wohngegend von College Park gemacht. Auch mal ganz nett :-O

Mit der Metro sind es dann nur 20 Minuten bis man mitten in Washington steht. Das Wetter war nicht sonderlich toll aber das hat uns nicht davon abgehalten gleich einmal die wichtigsten Dinge abzuklappern – Also einmal die Mall entlang. Vom Capitol aus, an den Smithonian-Museen entlang. Einmal rauf ans Washington Monument, vorbei am World War II – Memorial bis ans Lincoln Memorial. Auf dem Rückweg an der Wand mit den Namen der Gefallenen des Vietnam-Krieges und am weißen Haus vorbei. Wahnsinn was die an Security dort stehen haben – die müssen echt vor irgendetwas Angst haben… Obama haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen – aber das ist ja schon fast verständlich – bei dem Sauwetter sind nur abgebrühte Touristen unterwegs.

Gut das man in der Metro dann den Füßen mal etwas Erhohlung gönnen kann, die haben ganz schön gequalmt vor gelaufener Strecke – ich hätte vielleicht doch besser Sportshuhe anziehen sollen. Angesichts der verschneiten und vereisten Wege zusammen mit den immer größer werdenen Pfützen, waren die Stiefel aber sicherlich die bessere Wahl.
Am Weg zur Metro müssen wir noch etwas feilen, da ist noch deutliches Optimierungspotential in der Streckenführung – gleich mal Prof. Dr. Dr. Google-Maps befragen. 😮

Flug und Ankunft

Gestern war der große Tag – Anreise in die USA. Angefangen hat alles früh morgens ins Mannheim, Bernd noch aufgesammelt und dann nach Lampertheim zu Martin. Die Fahrt zum Flughafen war noch der entspannteste Teil der ganzen Reise.
Checkin und die ganzen Security-Checks gingen einem dann schon ein wenig auf die Nerven – vor allem meine Arbeitssicherheitschuhe mit Stahlkappen und durchtrittsicherer Sohle sorgten für eine kurze Verzögerung. Elektronik war hingegen kein Problem…

Der Flug hat sich ewig hingezogen, der Fensterplatz hat auch nicht viel gebracht, denn die meiste Zeit war es entweder bedeckt und man hat nur die Wolkendecke von oben gesehen oder man hatte die Weite des Ozeans vor sich. Das Film und Musik-Angebot war auch nicht wirklich der Hit. Habe mir aus Langeweile und Frustration dann zweimal „Findet Nemo“ angeschaut, einmal auf Deutsch, einmal auf English – „mine, mine, mine …“

Nach der Landung hieß es erst mal Laufen bis an die mobile Lounge … diese komischen Vehikel sind schon eine Sache für sich – aber irgendwie scheinen die aus der Vergangenheit zu stammen …. Immigration und Zoll, alles kein Thema …. bis auch Yussuf – auf den mussten wir rund eine Stunde warten …
Dann kam der zermürbenste Teil der ganzen Anreise – die Taxi Fahrt nach College-Park – über 3 Stunden für die knapp 40 km … noch dazu hat sich der Taxi-Fahrer voll verfahren – aber dank Festpreisangebot hat das nix mehr gekostet.

Abends noch ne Kleinigkeit essen gewesen mit den Studenten die hier schon vor Ort sind. Das „Hard Times“ ist recht nett. Das Chilli ist recht lecker – beim Bier muss man halt USA-typisch Abstriche machen.

Bei der Zimmerverlosung hab ich dann einen Griff ins Klo gelandet – ich habe das wunderbare Kellerzimmer ohne Fenster gewonnen – immerhin konnte ich es gleich beziehen – das hat auch was für sich. Und wenn die Heizung dann endlich auch abgeschalten werden kann, dann wird es da unten auch hoffentlich etwas ruhiger …

Heute ist erst mal Jetlag auskurieren angesagt – vielleicht nachher noch ne Runde laufen.

Noch 2 Mal Schlafen dann ist ….

…. Abflugstag.
Wahnsinn wie schnell die Zeit vergangen ist – seit der ersten e-mail bezüglich Maryland Anfang Oktober.

Und noch besser: Bisher ist alles super gelaufen – einige Klausuren stehen noch aus, aber bestanden sind sie auf alle Fälle 🙂

Heute noch etwas Inventur und Aufräumen in meinem Firmenräumen gemacht – Wahnsinn was sich so im Firmenleben doch alles ansammelt – ein paar Kleinigkeiten wie die Horstbox und die Congstar-Komplettbox haben neue Besitzer gefunden und sind schon dort oder auf dem Wege dorthin.
Vielleicht heute abend oder morgen noch ein paar Dinge etwas umräumen, damit es besser aussieht.

Der Rucksack ist gepackt, wird aber wahrscheinlich noch mal entpackt und doch in einen Koffer umgeladen, in dem etwas mehr Platz ist. Vom Gewicht her komme ich derzeit noch wunderbar hin – aber ein paar Kleinigkeiten fehlen halt doch noch.

Jetzt werde ich zum vorerst letzten Mal meine Mittwochs-Halbmarathonstrecke laufen gehen. Hoffe mal in College Park möglichst schnell ein paar interessante Runden zu finden, damit ich nicht auseinander gehe wie eine Dampfnudel.

School’s out ….

So die letzte Klausur (SIP – Signalprozessoren Projektlabor) ist auch geschrieben. Mit ein paar Kollegen aus der Hochschule haben wir uns dann noch spontan entschieden, dass Grillen bei dem aktuellen Wetter eine echt coole bzw. heiße Sache wäre … War es denn auch. Eindrücke die man sicherlich nie wieder vergisst.

An dieser Stelle wünsche ich allen Diplomern der Nachrichtentechnik viel Erfolg für das kommende Semester, sei es mit der Diplomarbeit oder noch ein paar ausstehenden Fächern.

So langsam geht es in den Endspurt in Sachen Abreise – einige Kundensachen müssen jetzt noch fertig gemacht werden und der Terminplan ist nochmal ordentlich angeschwollen. Aber das kriege ich jetzt auch noch hin. Schwieriger wird es mit dem Packen: 23kg und dann muss alles dabei sein, was ich mitnehmen will, zzgl. etwas Handgepäck … mal sehen.

Immer wieder eine Freude – ein Umzug

Letzte Woche erfolgte endlich die langersehnte Schaltung des neuen DSL-Anschluss in Mannheim.
Damit wurde auch der alte Telefonanschluss gekappt – die Rufnummer konnte man ja mitnehmen.
Neuer Anbieter ist Congstar. An und für sich keine schlechte Sache – wenn es da nicht die Probleme in Sachen Voice over IP gäbe….

Alles fing damit an, dass ich nicht den 0815-Router von Congstar verwenden wollte, da ich noch etwas besseres hier bereitliegen habe: eine TR200bw aus dem Hause Funkwerk. Internet-Anbindung macht die ohne Problem, auch Load-Balancing so lange der andere DSL-Anschluss noch nicht abgeschalten ist – echt genial.

Nach einigem Probieren und ein paar verschiedenen Einstellungen lies sich auch nach draußen telefonieren. Ein erstes Hinderniss waren hierbei die Benutzerdaten, insbesondere beim Registrar muss man etwas durchprobieren bis man einen Server hat der passt und auch bei den Benutzerdaten kommt es drauf an, bei welchem Vorleister die Leitung geschalten wurde – je nachdem varieren die Anmeldedaten 😐
Weiter ging es mit einem Routerproblem – dieser hängte sich auf sobald die Gegenstelle das Telefon abgenommen hat … ein Firmware-Update und einmal Reset durch Stromstecker entfernen beseitigt das Problem. Alles kein Drama.

Das gab es dann erst bei der Umstellung der Rufnummer nach drinnen. Ein Anruf bei Congstar stellte erst mal klar: Die Nummer ist noch auf dem Weg der Portierung – aber in Arbeit. Sonntags(!) kam dann auch ein Anruf von der Hotline: Alles geschalten. Nun schlugen die Anrufe immerhin mal am Router auf, allerdings weigerte sich dieser die Gespräche auch druchzustellen an die Festnetzgeräte hintendran. Fehlermeldung war
[quote]Call from foreign provider rejected[/quote]
Ein kurzer Mailverkehr mit dem Support bei Funkwerk hat auch dieses Problem klären können: Congstar bzw. der Vorleister QSC haben eine etwas andere Auslegung des RFC als Funkwerk dies hat … Ergebnis: Tut nicht! Ein Patch hat das ganze dann behoben, er soll nach abschließenden Tests dann auch allen Kunden zugänglich gemacht werden. Ich bin wohl nicht der einzige der eine derartige Konfiguration fährt, denn reine DSL-VoIP-Anschlüsse werden immer gängiger und bei dem Preis kann man ja auch nicht maulen, dass es mit einigen Merkmalen des klassichen Telefons dann vorbei ist (funktioniert auch bei Stromausfall) muss man dann halt in Kauf nehmen – man kann nicht alles haben.

Start der letzten Klausuren-Runde

Heute war der Start der offiziellen Klausurenzeit an der Hochschule. Los ging es bei mir mit Signale und Microrozessoren (SMI) – ganz locker für den Anfang und aufgrund der Verrechnung mit dem Testat ging die Klausur auch nur eine Stunde. Thementeil war CUDA – Grafikkartenprogrammierung, aber alles machbar.

Ein kurzer Blick in den Kalender sagt mir aber auch: Noch 19 Tage bis zum Abflug in die Staaten für die Diplomarbeit. Langsam steigt die Stimmung und der Adrenalinpegel …
Die meisten wichtigen Dinge habe ich schon erledigt, die DSL-Anschlussumstellung auf Congstar soll morgen erfolgen, wenn das durch ist, sind alle größeren Brocken endlich erledigt.

Stay tuned …

Ein erster Eintrag

Dies ist ein erster Eintrag mal sehen ob alles so funktioniert wie geplant … 😀

Das hat geklappt – wunderbar – dann steht ja dem Schriebseln während der USA-Zeit nichts mehr im Wege.

Nibelungenlauf in Worms

So einen Lauf vor der Haustür konnte ich doch nicht auslassen. Nibelunglauf, oder wie das hier in der Kurpfalz verballhornt wird „Liebe-Lunge-Lauf“, auf die Veranstaltung bin ich trotz meines gut angefüllten Wettkampfplans gestoßen, als ein Kollege einen Lauf in der Umgebung suchte, vorzugweise 10km oder ein etwas mehr. Es sind ja nicht alle so fit und machen so Dinge wie ich bei der lange Ulmer Laufnacht (100km).
Als meine Schwester, mittlerweile auch laufenderweiser unterwegs, meinte sie hätte sich mit ihrer Trainingspartnerin angemeldet, war klar – da musste ich dabei sein. Also flugs angemeldet (humane Gebühren).

So ging ich am 13.09.2009 mal wieder auf meine liebste Laufstrecke, den Halbmarathon. Wobei ich solche Läufe schon einfach zum Trainingsprogramm rechnen kann – kürzer sind meine Trainingsrunden nur unwesentlich oder in Ausnahmefällen. Das Wetter machte anfangs noch einen untentschiedenen Eindruck, ich war mutig und meine Laufbekleidung bestand aus kurzer Hose und Laufshirt.

Nachdem der Start ein wenig verzögert wurde, ein Bus hatte irgendwo entlang der ersten Kilometer auf der Strecke geparkt, ging es um kurz nach 10:00 h los. Eine für mich eher ungewöhnliche Zeit, die meisten meiner Läufe starten erst gegen Nachmittag oder in den Abend hinein. Vor lauter Verwirrung hab ich doch glatt vergessen den Pulsmesser zu starten, naja der erste halbe Kilometer, den kann man da verschmerzen.

Die Strecke war nicht rappelvoll mit Publikum aber doch immer wieder mit kleinere Gruppen die lautstark anfeuerten. Es ging zuerst in einigen Schleifen durch die Wormser Innenstadt an verschiedenen Denkmälern vorbei. Laut Ausschreibung sollte die Strecke fast durchweg eben sein, größere Steigungen waren nicht angekündigt. Stattdessen enthielt sie bereits auf den ersten 4 km einige kleinere Hügel. Alles nichts großes und recht gut zu laufen. Aber eben hatte ich mir anders vorgestellt – vielleicht bin ich auch einfach von der topfebenen Strecke um den Altmühlsee verwöhnt.

Kurz nach Kilometer 6 ging es aus der Stadt ins Grüne, genauer gesagt in die Rheinauen Richtung Süden. Nach 7 Kilometern teilte sich die Strecke, die 10km-Strecke (die 30 Minuten nach dem Halbmarathon startete) zweigte ab, für die Halbmarathonis ging es entlang des Rheindamms. Landschaftlich sehr schön, auch wenn ich es nicht so recht geniessen konnte: Mein Magen rebellierte gegen die ungewohnt frühe Belastung, aber da muss ich durch, und habe ja schon anderes durchgestanden (s. Ulm).

Der angekündigte ebene Streckenverlauf den ich für die Rheinauen erwartet hatte, entpuppte sich als meist flach, aber die häufigen Querungen der diversen Rheindämme mit ihren jeweiligen kleinen Steigungen summierten sich denn doch von der Belastung her. Fazit: Das musste beim nächsten Mal verstärkt trainiert werden. Wenige lange Anstiege oder auch mal kurze heftige verkrafte ich irgendwie besser als dieses häufige Mittelmaß. Wieder eine Erfahrung mehr.

Zwischen Kilometer 11 und 12 gab es wieder eine „Begegnungstelle“, an der einem die schnelleren Läufer entgegen kamen. Hier bekam ich die Spitze des Halbmarathons zu sehen. Kurze Abschätzung: „Ok, die sind 3km voraus – das wirste nicht mehr einholen“. Mittlerweile hatte ich auch mein Wunschziel von 1:30h an den Nagel gehängt, ich hatte mich wieder auf mein normales Niveau um die 4:30 min/km eingetrottet, mehr ging einfach nicht. Endlich war der südlichste Punkt der Strecke erreicht, 13 km gelaufen, der 14. schon beinahe in Blickweite, wenn nicht der Damm die Sicht darauf versperrt hätte. Von nun an gings Richtung Startpunkt zurück. Auf der Begegnungsstrecke kam mir das Hauptfeld der rund 950 Starter entgegen. Das motivierte erheblich – „Du bist recht weit vorne“. Im Kopf versuchte ich zu überschlagen welche Platzierung ich wohl derzeit hatte, ich vermutete mal so irgendwas um die 150 herum.

Aber keine Zeit groß nachzudenken, nach einer langen Geraden und mal wieder einer Überquerung des Damms stieß die 10km-Strecke wieder zu uns, es wurde deutlich voller auf der Laufstrecke. Kurz nach der Zusammenführung der Strecken entdeckte ich meine Schwester mit ihrer Laufpartnerin. Ein kurzes „Hallo“ und weiter gings. Ob ich meine Kuzstrecken-begabten Kollegen einholen könnte, war fraglich, aber auch nicht mein Ziel.

Eher betrüblich stimmte mich da die Kilometer-Angabe für die 10 und die 21km Strecke: Für die 10er waren es noch 2 km, für die Halbmarathonis noch 4 km. Ergo: Irgendwo kommt da noch ein Haken. Ich hatte ein ungefähres Bild der Streckenverläufe im Kopf, und so dauerte es nicht lange, bis die Erleuchtung eintrat: Da war doch noch so eine Pendelstrecke, eine Art „Rüssel“ kurz vor dem Ziel angeflanscht. Aha! Diese Abzweigung kam recht bald in Sicht, und zog sich angesichts des nicht vorhandenen Publikums hin wie Kaugummi. Zusätzlich war wieder eine leichte Steigung zu überwinden. Am Ende ein Wendepunkt von dem aus man auf den letzen Kilometer vor dem Ziel gucken konnte. Einfach nur frustrierend, denn noch waren derer 3 ja zu laufen. Aber nicht verzagen einfach weiterlaufen, zurück bis zur Abzweigung und dann auf den letzen Kilometer.

Freudige Überraschung, an der Strecke hatten sich meine Eltern eingefunden und feuerten alle vorbeikommenden Läufer an. Kurzer Check: „Ja die anderen sind schon vorbei, 5-10 Minuten“. Das erschien mir viel, auch wenn mein letzter gelaufener Kilometer der langsamste bisher war und total aus dem Rahmen fiel: Über 5 Minuten hatte ich dafür gebraucht. Das musste ich jetzt irgendwie wieder rauszuholen versuchen.

Endlich kam die Nibelungenbrücke in Sicht, direkt dahinter liegt der Festplatz mit Start und Ziel (Das Fest soll 2010 estmals pausieren!). Aber das dicke Ende kam noch – eine „Ehrenrunde“ um den Festplatz, das kennt man ja und ist ein Ding. Aber in Worms hatten die Macher 600m vor dem Ziel einen Abstecher auf den verfluchten Rheindamm eingebaut, der einen nochmal so richtig in die Mangel nimmt. Etwas Ähnliches kenne ich vom Nürnberger Stadtlauf, nur ist die Steigung dort nicht so knackig kurz vorm Ziel. Aber jetzt hieß es nochmal die Muskeln spielen lassen und zum Endspurt ansetzen, einen Läufer vor mir holte ich mit dem Überqueren der Zielmessung noch ein. Was ein Erlebnis!

Fazit: Ein schöner Lauf fürs Training, ob ich ihn unbedingt ins jährliche Programm nehme bleibt abzuwarten. Vielleicht einfach als „Leistungsindikator“ für die Herbstsaison.
Organisatorisch ist der Lauf kein Highlight, an einigen Stellen wäre die Ausschilderung für vor und nach dem Lauf verbesserungsfähig. Auch der ein oder andere Schnörkel zehrte an den Nerven. Insbesondere der „Rüssel“ kurz vor Schluss ist einfach nur lästig, hier hätte ich mir gewünscht, dass diese Strecke an anderer Stelle angehängt wird, und nicht unbedingt als eine Pendelstrecke mitten durch das Industriegebiet. ich bin gespannt wie das 2010 laufen wird, derzeit sind rum um den Festplatz noch jede Menge Bauarbeiten im Gange, vielleicht ergibt sich da ja noch die ein oder andere Änderung.

Die lange Ulmer Laufnacht – 100km

Als ich mit meinen Laufkollegen mal wieder über verrückte Laufideen sprach, kam die Idee 100km in Ulm mitzulaufen: „Wird schon irgendwie gehen“. Bilder gibts leider keine (siehe Bericht warum).

Als ich es mit meinen Laufkollegen (Helgas Lauffreunde in Nürnberg) mal wieder über diverse verrückte Laufideen wie den LGA-Indoor-Marathon und die verschiedenen Ultraläufe hatte, hörte ich zum ersten Mal von der geplanten langen Ulmer Laufnacht. Etwas übermotiviert durch meinen Erfolg beim 2008er Amberger Ultralauf über 63 km, fackelte ich nicht lange und meldete mich für meinen ersten 100km-Lauf an. Ganz getreu dem Motto: „Wird schon irgendwie gehen“.

Wie das Leben so spielt war die Vorbereitung leider alles andere als Gründlich. Teils machte mir meine Ausbildung mit Pflichtvorlesungen und Laboren einen Strich durch die Rechnung, teils gab es andere gesellschaftliche Verpflichtungen zu erfüllen. Ergebnis: Die Woche vor den 100km kam ich nicht dazu auch nur einen Kilometer zu trainieren. Aber egal – „Tapering“ (gut ausgeruht in den Wettkampf) soll es ja bringen.

So kam ich am 12.06.2009 gegen Abend in Ulm an, und begann mit dem Vorbereitungen: Zelt aufbauen, Startnummer abholen, Sicherheitseinweisung, Equipment-Check. Gut dass ich den Pulsmesser. Noch mal ausgelesen habe, die verbleibende Speicherzeit hätte für den Lauf nicht gereicht. Zudem ein erster Ausfall: Meine Digicam zickt mal wieder rum und produziert nur noch künstlerisch wertvolle Bilder, aber nix was man herzeigen kann. Na ja, kann man nix machen, lassen wir sie halt im Auto, vielleicht auch besser so, sie wiegt ja doch was.

Danach der Versuch ein wenig zu entspannen oder zu schlafen, denn der Lauf startet ja erst um 23:00h. Aber keine Chance, es ist zu laut auf dem Parkplatz und die nahe Bahnlinie ist auch gut befahren. Nun denn, ich stehe kurz vor 23:00h im Stadion in Blaustein, die Stimmung ist gut. Als Highlight findet ein Ballon-Glühen auf dem Fußballplatz statt. Man tauscht sich mit einigen anwesenden Läufern noch aus, scherzt. Pünktlich um 23:00h setzt sich der Pulk in Bewegung. Entlang der Runde im Stadion wird ein Feuerwerk abgebrannt – ein echt toller Start und eine riesige Atmosphäre! Continue reading