Donauradtour 2026 – Tag 3 – Von Ulm bis Remshart bei Offingen

Tagesstrecke: 48km

Heute geht es endlich ans Radeln – immerhin soll es ja eine Radtour werden. Der Zeltabbau ist schnell erledigt und wir machen noch ein kurzes Frühstück – Marion war wieder früh wach und hat schon den örtlichen Bäcker besucht.

Die Stadtbesichtigung machen wir diesmal sehr kurz – immerhin einmal kurz vors Münster, um ein Foto zu machen. Ganz kurz überlegen wir, ob wir nicht doch noch den Turm erklimmen, aber entscheiden uns angesichts der dort immer noch währenden Baustelle dagegen. Baustellen begleiten uns auch die Strecke aus Ulm hinaus dann noch eine ganze Weile. Aber ein echtes Lob an die Verkehrsbehörden: Die Umleitungen sind sehr gut ausgeschildert und die Aufhebung einiger Fahrspuren und Umwidmung zu Radwegen zeugen davon, dass man den Donauradweg und den Radverkehr ernst nimmt. Continue reading

Donauradtour 2026 – Tag 1 – Anfahrt nach Ulm

Die erste Ferienwoche ist vorrüber, allerhöchste Zeit, dass wir auch in den Urlaub starten. In diesem Jahr haben wir uns die Donau ab Ulm vorgenommen. Eigentlich hatten wir die Strecke schon vor zwei Jahren geplant. Angesichts des Hochwassers haben wir damals die Route kurzfristig abgewandelt. Den Anteil ab Ulm aufwärts kennen wir somit zum größten Teil schon (gekommen sind wir nur bis Hausen im Tal).
Wir haben aus unseren letzten Urlauben etwas gelernt und lassen es daher recht geruhsam angehen, zudem haben wir den Montag als Reisetag gewählt. Da wir diesmal keine Schleife fahren, nehmen wir direkt die Bahn ab Schwetztingen – es hat schon etwas von Luxus fast direkt am Wohnort in die Bahn steigen zu können. Allerdings bleibt jede Bahnfahrt spannend, insbesondere da wir diesmal etwas aufgerüstet haben – das Familiengepäck passt aufgrund der Körpergröße der Kinder nicht mehr in einen Fahrradanhänger, daher haben wir uns einen weiteren ausgeliehen. Für derartige Kombinationen sind die S-Bahnen aber nur bedingt geeignet, daher verteilen wir uns gleich auf zwei Wagons. Continue reading

Frankreichurlaub 2025 – Rückfahrt und Rückblick

Alles hat ein Ende, auch der Sommerurlaub 2025. Somit gilt es für diesen Sommer ein letztes Mal das Zelt zu verpacken und das Auto zu beladen. Immerhin: Wir haben ja nur das notwendigste ausgeladen, der Tetris-Faktor hält sich somit in Grenzen. Einen Lacher am Morgen haben wir noch: Direkt neben unserem Zeltplatz ist ein Sportplatz, den nutzt ein Heißluftballon für einen Start in den Morgen – leise ist das nicht gerade. Treffenderweise ist auf dem Ballon auch noch Werbung für ein Bauunternehmen in Form eines überdimensionalen Baggers abgebildet – das nächtliche Abladen eines derartigen Baufahrzeugs in Port-Neuf lässt grüßen.

Da wir noch Brot bestellt haben, können wir erst nach 9h abfahren, aber es zieht sich dann doch wieder etwas, bis das Zelt abgebaut ist. Das Navi rechnet ungefähr sieben bis acht Stunden Fahrt. Das meiste davon über die Autobahn. Wir haben dabei keine größeren Verkehrsprobleme zu bewältigen – einige wenige Baustellen reduzieren die Geschwindigkeit etwas, aber selbst dort läuft es bei einspuriger Verkehrsführung einfach flüssig weiter. Bei Sens machen wir eine kurze Mittagspause, beim Einkauf in einem Ort kurz davor füllen wir auch den Tank nochmal auf. Unsere etwas flottere Fahrweise hat sich bei der Reichweite zwar bemerkbar gemacht, aber weniger gravierend als gedacht. Ärgerlicher sind die etwas angestiegenen Spritpreise. Ab Sens habe ich dann auch Pause bis ins Elsass, Marion fährt diesen Teil der Strecke. So lange wir auf der Autobahn unterwegs sind, haben die Kinder auch Entertainment mit Videos auf der Rücksitzbank, das Konstrukt mit dem Rapsi hat sich bewährt, aber ich möchte es noch etwas stabiler gestalten und die Menge „Drahtverhau“ etwas reduzieren. Continue reading

Frankreichurlaub 2025 – Tag 20 – Heimfahrt erste Etappe bis Amboise

Das Ende des Urlaubs rückt näher, Zeit der Atlanktikküste auf Wiedersehen zu sagen, oder wie man hier sagt „au revoir“. Wir sind halbwegs zeitig auf den Beinen, aber es dauert dann doch wieder etwas, bis alles im und am Auto verstaut ist. Dankenswerter Weise bleibt es trocken, das macht den Abbau deutlich entspannter.

Unsere erste Etappe bleibt noch im Médoc: Wir machen einen letzten Stopp bei einem vigneron indépendant, den wir schon von einer der Weinmessen kennen: Château L’Inclassable. Die Anfahrt ist spannend, führt sie uns doch über eine Route communale, da kommt fast schon das Gefühl auf, in Südafrika unterwegs zu sein, so schlecht sind die Straßen teilweise.

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Frankreichurlaub 2025 – Tag 19 – Radtour nach Carcans Plage

Es ist der letzte vollständige Urlaubstag im Médoc für dieses Jahr. Eigentlich hatten wir überlegt, noch nach Soulac-sur-Mer zu fahren. Den Ort kennen wir vom letzten Médoc-Marathon (der damals geklappt hat). Da wir die Räder dabei haben und uns auch ein wenig die Gegend ansehen wollen, hatten wir überlegt, die Strecke mit dem Rad zu bewältigen. Allerdings zeigt der Blick in die Karte: Es sind rund 40km einfache Stecke. Nichts, was mich jetzt geschockt hätte, aber für eine Familienradtour ist das aktuell noch etwas zu viel, zumal wir urlaubsmäßig ja doch etwas länger geschlafen haben. Continue reading

Frankreichurlaub 2025 – Tag 18 – Laufen und Tag am Meer

Nachdem es ja mit dem Médoc-Marathon nichts geworden ist, bin ich nun doch vergleichsweise früh auf den Beinen und schlüpfe in meine Laufsachen. Mittels Komoot habe ich mir eine Trainingsstrecke ab unserem Campingplatz zusammengestellt – ca. 18km lang soll sie sein und mich parallel zur Küste und zum Binnensee in der Nähe führen.

Es ist sehr wenig los auf der Strecke, es ist angenehm ruhig, als ich durch den Pinienwald jogge. Die Strecke ist größtenteils befestigt, gelegentlich ein paar ganz leichte Trailabschnitte. Höhenmeter gibt es keinen nennenswerten. Bis zum südlichen Wendepunkt ist die Strecke wunderbar gemütlich durch den Wald. Ab dem Wendepunkt wird sie kurviger und welliger und bietet somit etwas mehr Abwechslung, zudem kann ich noch einige Läufer überholen. Dafür, dass ich die letzen Wochen kein Training gemacht habe, bin ich verdammt flott unterwegs – klar: Die Glykogenspeicher sind verdammt gut gefüllt, somit kann ich wirklich aus dem Vollen schöpfen, etwas über 5 min/km ist für mich schon eher ein flottes Tempo. Noch dazu kann ich es auch die Anstiege hinauf gut halten. Continue reading

Frankreichurlaub 2025 – Tag 17 – Pauillac und der vergebliche Versuch, eine Startnummer zu bekommen

Wir fahren heute auf Verdacht nach Pauillac, dem Start- und Zielort des Médoc-Marathons. Die Anfahrt ist länger, als ich das ewartet habe – wenn, wird das ein frühes Aufstehen am Folgetag. Fast fühle ich mich an den Rennsteig erinnert.

In Pauillac ist schon alles auf den Marathon eingestellt, zahlreiche Helfer sind dabei, den Start/Ziel-Bereich einzurichten. So komme ich zumindest einmal in den Genuss, auf der Zielgeraden entlang zu gehen. Im Anmeldebreich erfahre ich dann, dass eine Ummeldung schlichtweg nicht vorgesehen ist, noch nicht einmal, wenn man einen Tauschpartner hätte, angeblich aus Sicherheits- und Gesundheitsgründen. Es ist der erste Lauf, bei dem ich erlebe, dass es keine derartige Möglichkeit gibt und sich der Veranstalter derart unkooperativ zeigt (man könnte auch sagen geizig, denn wenn man einfach für eine gewisse Mindermenge keine Medaillen und Versorgung beschaffen muss, dann spart man natürlich doch den ein oder anderen Euro). Für mich ist somit klar: Die nächsten Jahre werde ich den Médoc-Marathon nicht auf die Liste der Wettkämpfe aufnehmen. Wie ich mittlerweile weiß, gibt es auch bei mir in der Region sehr viele Ecken, in denen ich noch nicht war, mit herrlichen Läufen. Gerne sind diese auch jenseits der Marathonmarke und in der Regel von Läufern für Läufer gemacht. Das merkt man dann auch am Unkostenbeitrag (Startgeld oder Gebühr kann man es in der Regel nicht nennen). Continue reading

Frankreichurlaub 2025 – Tag 16 – Auf nach Hourtin-Plage

Nachdem wir das Hinterland jetzt soweit erkundet haben und auch Bordeaux als Stadt besichtigt, ist es an der Zeit unseren Standort wieder einmal zu verlegen. Wir peilen unseren westlichsten Campingplatz in Hourtin-Plage an. Wir sind diesmal recht früh dran mit dem Abbau und wären daher viel zu früh in Hourtin. Daher machen wir noch einen weiteren Versuch an der Grotte Pair non Pair. Wir hätten ja gerne die Fürhung mitgemacht, aber man versichert uns bereits am Eingang, dass es wohl nichts für Kinder sei, daher lassen wir das dann doch aus. Continue reading

Frankreich-Urlaub 2025 – Tag 15 – Bordeaux

Das Wetter ist wieder deutlich besser geworden, es trocknet nach und nach alles ab. Daher geht es heute nach Bordeaux, einer der größten Städte Frankreichs. Umweltbewusst wie wir nun mal sind, machen wir das, was wir in jeder Metropole bisher auch gemacht haben: Wir testen den ÖPNV. Ich bin ja fast schon versucht, dass wir den Überlandbus nehmen der in der Nähe des Campingplatzes eine Haltestelle hat. Aber wir nehmen dann für den ersten Abschnitt doch das Auto und steuern einen der zahlreichen Park and Ride-Parkplätze an. Das klappt recht gut, schwieriger wird es dann schon, das passende Ticket zu lösen. Angeblich gibt es einen Tarif speziell für Park and Ride (4,50 EUR), aber diesen bietet der Ticket-Automat nicht an. Zudem würde dieser angeblich für alle Mitfahrer gelten, aber nur für jeweils eine Fahrt in die Stadt und wieder raus. Etwas wie eine Tageskarte für Gruppen oder Familien kennt man hier schlichtweg nicht. Wir lösen daher das nächstbeste Ticket nach bestem Wissen und Gewissen, das kostet 6,50 EUR, enthält ebenfalls das Parkticket und ist 24h gültig. Für die Fahrt mit der Tram machen wir somit wohl am wenigsten falsch. Continue reading