Rennsteiglauf 2021

Es ist endlich wieder soweit: Nach 615 Tagen steht wieder ein Wettkampf auf dem Programm und er findet auch tatsächlich statt: Mein letzter Wettkampf war 2020 in Rodgau (einer der wenigen der überhaupt noch stattgefunden hat). Nunmehr ist es 2021 und der Rennsteiglauf wurde aus dem Mai in den Oktober verschoben. Etwas komisch fühlt es sich dann nach mehr als einen Jahr dann aber doch an, seine Sache zu packen, den Zeitmesschip zu entstauben und sich auf den Weg nach Eisenach zu machen. Eine Sache hat sich gefühlt nicht geändert (oder war wohl nur während der Lockdowns entspannter): Die Verkehrslage – so richtig flüssig kommen wir nicht voran. Somit bin ich mit der Familie gerade rechtzeitig an der Jugendherberge in Eisenach, die läuft immer noch auf Sparbetrieb – gerade mal eine Gruppe und zwei Familien sind gemeldet. Gut, dass die Abholung der Unterlagen bis Abends um 21h offen hat. Das ist nach dem Check-In und Auto-Entladen dann die nächste Station. Es läuft alles sehr routiniert ab, auch wenn sich die Locations etwas verschoben haben und die Ausgabe der Startunterlagen nunmehr in Containern auf dem Marktplatz erfolgt. Am Abend wollen wir eigentlich noch in unserer Stammgaststätte, dem Kartoffelhaus essen, bekommen aber leider keinen Platz mehr. Dafür finden wir einen würdigen Ersatz mit dem Gasthof am Storchenturm, ebenfalls sehr zentral gelegen und mit einer leckeren Auswahl an Gerichten.

Am Wettkampftag geht es dann auch in aller Frühe aus den Federn – der Wecker klingelt mich um 5:30h aus dem Bett. Die Starts sind zwar der Dunkelheit wegen um 30 Minuten nach hinten verschoben gegenüber Mai und zudem wird corona-konform in Blöcken gestartet. Das klappt recht flott und fast zu gut, wir sind vor dem geplanten Zeitslot schon in der Startaufstellung und um 6:45h knallt dann auch der Startschuss, auch dieser etwa 5 Minuten vor der Zeit. Am Start ist es im Vergleich zu meinen bisherigen Teilnahmen sehr ruhig – es stehen keine großen Mengen Zuschauer an der Strecke – immerhin einige vereinzelte Anfeuerungsrufe gibt es in der Fußgängerzone. Ein Blick auf meine Uhr sagt mir: “viel zu schnell” – mit 5 min/km flitze ich durch die Innenstadt – das kann auf die lange Strecke nicht klappen. Zumal ich mir als Ziel diesmal wirklich nur ankommen vorgenommen habe. Mein Training im Herbst ist absolut nicht auf derartige Wettkämpfe ausgelegt. Gerade mal einen 25km Lauf habe ich am Wochenende zuvor kurzfristig einbauen können und unter der Woche nimmt der Vorbereitungskurs auf den Herbstlauf als Trainer Zeit ein, die ich normalerweise als eigenes Training verwenden würde. Continue reading

Sommerurlaub 2021 – Nürnberg Tierpark und Barfußpfad Windelsbach

Das Wetter hat sich etwas gebessert, es regnet zumindest nicht mehr ständig. Eigentlich wollten wir den Tag mit dem schönen Wetter nutzen um in den Playmobil Funpark zu fahren. Da wir allerdings nicht genau abschätzen konnten wann denn das Wetter besser wird, versuchen wir es kurzfristig mit einer Buchung der notwendigen Tickets. Ergebnis: Leider keine Chance mehr noch Tagestickets zu bekommen. Daher planen wir um und gehen stattdessen in den Nürnberger Tierpark.

Die Fahrt zeigt uns nochmal sehr eindrücklich die Umgebung auf der fränkischen Alb – immer wieder Hügel rauf und Hügel runter – dazu jede Menge Kurven. Es ist fast schon langweilig als wir auf der Autobahn ankommen und es dann nur noch gerade aus geht. Vor allem geht es flott voran: ohne Anhänger sind wir nicht auf 80 km/h limitiert. Auf dem Weg entdecken wir noch den Ort Leutershausen – den gibt es hier auch, Marion hofft, dass ich nicht auf die Idee komme die nächste Rheintalquerung in diesem Leutershausen zu starten sondern bitte weiterhin das bei Weinheim dazu hernehme.

Der Tiergarten ist auch recht gut besucht, aber die Menschenmengen verteilen sich recht gut, der große Spielplatz ist für die Kids natürlich genauso spannend wie der eigentliche Zoo mit den diversen Tieren. Leider gibt es coronabedingt derzeit keine kommentierten Fütterungen. Aber auch ohne Kommentar ist die Fütterung der Robben und Seelöwen ein echter Hingucker. Continue reading

Sommerurlaub 2021 – Rothenburg ob der Tauber und Altmühlquelle

Die erste Nacht auf dem Campingplatz in Geslau ist nicht gerade ruhig. Erst benötigt der Nachwuchs eine gefühlte Ewigkeit um einzuschlafen, und in der Nacht zieht auch noch ein veritables Unwetter über den Platz hinweg. Als ich gegen drei Uhr in der Frühe nochmal zum Sanitärgebäude laufe ist es noch recht mild, auch wenn es bereits ein fulminantes Wetterleuchten gibt. Nur eine halbe Stunde später erreicht der Wind dann zwischenzeitlich orkanartige Böen, wie es dann auch in der Katwarn-App heißt. Unser Zelt biegt sich stellenweise bedrohlich zusammen, aber bis auf den umgestürzten Tisch im Vorzelt passiert nicht viel. Es bleibt auch soweit trocken im Zelt.

Der Morgen danach ist um so überraschender – unsere nächsten Nachbarn hatten wohl etwas weniger Glück und legen ihre Habseeligkeiten trocken, zudem hat es dort eine der Glasfiberstangen zerlegt, wenn auch sonst keine Schäden. Heftiger sieht es zwei Plätze weiter aus, dort hat es ein Zelt vollständig zerlegt. Ich hole schon mal die Räder aus dem Anhänger, auch dort gibt es wieder große Wassersäcke und somit auch etwas Wasser im Innenraum (es wird wirklich Zeit für die neue Plane…). Zusammen mit Glen hole ich dann unsere online georderten Brötchen ab, das ist schon ein toller Service. Continue reading

Sommerurlaub 2021 – Auf den Pfaden der Torfstecher, Ponyreiten Freibad und Fahrt nach Geslau mit Stopp in Ulm

Schon ist Freitag – und somit langsam schon wieder an der Zeit an die Weiterreise (wenn auch nicht gleich Heimfahrt zu denken). Morgens wollen wir dann den Jungs doch noch einmal einen Besuch im Moor gönnen, immerhin haben wir ja schon einiges über das Moor gelernt, es aber noch nicht wirklich besucht. Also schwingen wir uns nochmal auf die Räder, es geht gegen Bad Wurzach, wenn auch diesmal nur an den Rand, genauer gesagt ans Torfmuseum. Glen kann dabei zum ersten Mal seinen neuen Tacho ausprobieren und ist mächtig stolz was er an Geschwindigkeiten erreichen kann – immerhin 28 km/h erreicht er zwischenzeitlich. Nicht schlecht auf einem 20-Zoll-Rad.

Den Lehrpfad über das Torfstechen kenne ich ja zum Großteil schon von meiner Laufrunde am Mittwoch. Jetzt geht das natürlich nicht als flottes Intervalltraining, auch wenn die Jungs ständig am Hin- und Zurück flitzen sind und die nächste Erläuterungstafel suchen. So hat auch die ganze Familie etwas vom Moor gesehen, besonderen Reiz übt natürlich die alte Feldbahn aus, die leider erst kommendes Wochenende wieder eine Tour anbietet. Aber die verzweigten Gleisanlagen vor dem Museum sind schon von einem besonderen Reiz für den Nachwuchs – jede Weiche wird gründlich angeschaut und auch ausprobiert.

Eigentlich hatten wir vor, in Bad Wurzach noch einkaufen zu gehen und das Leergut abzugeben, leider sind wir etwas knapp dran, denn um halb zwei steht für die gesamte Familie Pferdeschule auf dem Programm. Also radeln wir flugs zurück und machen natürlich auch noch einen Abstecher am Quellsee des Moors. Dann noch hurtig ein paar Brote bevor es in den Pferdestall geht. Continue reading

Sommerurlaub 2021 – Besuch in Lindau am Bodensee und im Wackelwald

Eigentlich wäre heute früh das Kinderevent “alles über die Kuh” auf dem Ferienhof geplant gewesen, dieser wurde aber kurzfristig auf den Donnerstag verschoben. Also haben wir vormittags etwas Zeit. Das Wetter spielt nicht so richtig mit – daher warten wir erst einmal ein wenig ab, die Kindern toben derweil in Regensachen auf dem Wasserspielplatz. Ich mache mich dann in einer Regenpause eher aus Frust denn Lust auf den Weg zu den Quellseen im Wurzacher Ried – die liegen noch nicht einmal 1,5km vom Ferienhof entfernt – da kann also selbst bei starkem Regen nicht all zu viel schief gehen, außer dass man ggf. 10 Minuten nass wird. Auf den ersten Metern ist das Wetter noch unangenehm, aber je näher ich den Quelltöpfen komme um so besser wird es. Es wird zwar nicht schlagartig warm und sonnig aber immerhin hört der Nieselregen auf. Der Aussichtspunkt liegt etwas versteckt und bietet einen herrlichen Blick über den Moorsee.

Auf dem Rückweg sehe ich noch einen Hinweis für einen Rundwanderweg durch das Wurzacher Ried – wieder am Ferienhof angekommen suche ich mir die Strecke einmal auf openstreetmap heraus und vermesse sie – mit eine paar zusätzlichen Schleifen komme ich auf rund 10km, genau richtig um das entfallene Training vom Vortag nachzuholen. Kurzerhand packe ich meine Laufsachen und es geht los. Den Anfang der Strecke kenne ich ja schon – ab dem Aussichtspunkt wird es dann interessant – es geht auf einem Trail ins Moor hinein, vorbei an einer Herde Wasserbüffel, denen das feuchte Klima nichts ausmacht. Schon bald wird der Weg immer feuchter und geht dann auch endlich in einen Bohlenweg über – darauf lässt es sich sehr gut laufen. Zudem gibt es immer wieder kurze Abschnitte als normalen Trail. Ich habe mir zudem vorgenommen die Schleife bis an den Riedsee zu laufen, damit genügend Kilometer zusammen kommen – der Weg ist auch dort meistens ein Trail mit unterschiedlicher Qualität – mal eher breit und geschottert, mal eher wurzelig und man muss aufpassen wohin man tritt, und natürlich gibt es auch einige moorig-torfige Stellen, die haben hervorragende Dämpfungseigenschaften. Continue reading

Sommerurlaub 2021 – Bad Wurzach – Bad Waldsee und Ponyreiten

Montag – Zeit die Umgebung weiter zu erkunden. Auch diesmal entscheiden wir uns fürs Rad als Fortbewegungs- und Transportmittel, immerhin wollen wir ja die Einkäufe für die Woche erledigen. Dafür sind wir aber dank unserer mehrtägigen Radtouren mittlerweile hervorragend ausgestattet: je zwei große seitliche Radtaschen und ein Topcase oben quer, dazu als Backup noch der Radanhänger. Das Wetter ist zwar nicht übermäßig sonnig aber auch nicht wirklich schlecht als wir losfahren. Ganz im Gegenteil: im Vergleich der letzten Tage hat es angenehm abgekühlt und man kommt nicht mehr sofort ins Schwitzen wenn man nur einige Meter fährt. Ziel ist Bad Wurzach, das hat den Vorteil, dass man nicht über die Wasserscheide hinüber muss. Damit bekomme ich dann auch erste Erfahrungswerte was der Forumslader leistet wenn man im Familienverbund unterwegs ist: um die 3 Watt sind es, das reicht nicht um das Handy permanent mit Display und GPS laufen zu lassen, aber nur zum Laden reicht es aus. Da wir in der Ferienwohnung eine Steckdose zur Verfügung haben schalte ich den Verbraucherausgang ab und lade mit der erstrampelten Energie die interne Powerbank des Laders.

Die Route führt am Wurzacher Ried als Moor und Naturschutzgebiet entlang. Entgegen meiner ersten Befürchtung ist bald auch ein straßenbegleitender Radweg entlang der Staatsstraße vorhanden auf dem es sich hervorragend radeln lässt. So ganz optimal ist die Streckenführung in Bad Wurzach zwar nicht, sie führt durch ein Industriegebiet und der ausgewiesene Pfad ist nur ein freigegebener Fußweg der recht schmal und reichlich matschig ist. Dafür ist er recht gut beschildert und wir landen zügig im Zentrum Bad Wurzachs. Continue reading

Sommerurlaub 2021 – Anreise und Radtour zum Kletterpark

Endlich Urlaub. Nachdem wir es uns auch im letzten Jahr trotz Pandemie nicht haben nehmen lassen ein wenig Camping-Urlaub als Ersatz für den eigentlich geplanten Trip nach Schweden zu machen, war es nach mehr als einem Jahr definitiv Zeit. Dieses Jahr haben wir uns schon frühzeitig um eine Unterkunft im Allgäu zwischen Bad Waldsee und Bad Wurzach gekümmert. Zudem werden wir nach einer Woche noch etwas Camping anhängen.

Die Vorbereitung ist etwas hektisch, da es gerade in der Woche vor dem Urlaub noch einige berufliche Termin zu meistern gilt. Recht kurzfristig haben wir auch beschlossen uns den Transport etwas leichter zu machen (bzw. im wörtlichen Sinne schwerer). Damit wir unser gesamtes Familiengepäck inklusive Fahrräder und Fahrradanhänger bewegt bekommen, reisen wir mit Anhänger. Der will aber dennoch beladen sein. Daher sind wir Freitag recht lange damit beschäftigt alles darauf zu verstauen und zu verzurren.

Samstag geht es dann endlich los. Ein letzter Check an der Tankstelle und dann auf Richtung Autobahn. Danach wird es fast schon gemütlich – Tempomat auf 80km/h einstellen und auf der rechten Spur vor sich hinzuckeln. Eine wichtige Entscheidung gilt es noch zu treffen: Welche der drei möglichen Route soll es denn werden? Nach Konsultation der Verkehrsnachrichten und den üblichen Routing-Diensten entscheiden wir uns für die Kombination aus A6 & A7 über Crailsheim. Continue reading

Urlaub Riedenburg 2020 – Tag 7-9

Nach der Radtour am Vortag und dem angekündigt sehr heißen Wetter machen wir einen faulen Tag am nahegelegenen Badesee St. Agatha – der ist sogar kostenfrei und dennoch herrlich erfrischend – natürlich muss für mich auch eine Querung des Sees schwimmender Weise sein, irgendwie muss man ja zusätzlich zu den wenigen Radkilometern bis an den See noch etwas machen. Am Abend mache ich dann noch ein wenig Materialpflege und reinige meinen Benzinkocher einmal grundlegend, da er in den letzten Tagen doch deutlich stärker angefangen hat zu rußen und es keinen Spaß macht jeden Abend die schwarze Schicht an den Töpfen wieder runter zu schrubben.

Der Samstag ist das genaue Gegenteil – es beginnt mit Nebel und deutlich geringeren Temperaturen – später kommt immer wieder ein Regenguß runter. Wir nutzen die Zeit schon einmal ein wenig vorab zu Packen und zu verladen was man bereits ins Auto packen kann. Tetris für Fortgeschrittene – aber es war ja auf dem Hinweg alles drin, also muss es auch für den Rückweg wieder passen. Zum Abendessen machen wir dann noch eine Fahrt nach Bad Abach bzw. Oberndorf – die Brauerei dort hat uns letztes Jahr sehr gut gefallen, daher essen wir dort nochmals, diesmal zum Abendessen. Es hat sich wenig geändert – die Portionen sind super reichlich und sehr lecker. Für mich gibt es wieder die halbe Haxe, nachdem das Tagesgericht leider schon ausverkauft ist.

Am Samstag heißt es dann auch schon wieder Abbauen und langsam gegen Heimat steuern – wir fahren ein wenig über Land durchs Altmühltal – Marion ist echt erstaunt wie nahe die Orte mit dem Auto doch beieinander liegen – mit dem Rad kommen einem die Strecken doch deutlich länger vor, auch wenn wir beim nächsten Mal Radtour definitiv kürzere Etappen pro Tag machen werden.

In Nürnberg machen wir noch den fast schon obligatorischen Halt – im Altstadthof will ich das gesammelte Leergut der Brauerei wieder abgegeben – für die Kinder ist Nürnberg übrigens mittlerweile fest verdrahtet mit “U-Bahn-Fahren” – wir haben von Süden kommend zwar nicht das Glück eine der automatisierten Linien zu nutzen, dafür gibt es zwischendrin einmal Bus-Ersatzverkehr aufgrund von Bauarbeiten. Auch der weitere Weg zum Altstadthof klappt nicht ganz so wie gedacht. Damit wir wenigstens ein Stück weit führerlose U-Bahn haben, fahren wir mit der U3 bis Friedrich-Ebert-Platz um von dort die Straßenbahn zu nutzen – leider ist auch da Baustelle – also laufen wir kuzerhand die eine verbliebene Station.

Das Essen und das Sommerbier sind wie immer absolut lecker und auch Marions Pechsträhne verfolgt uns weiter – es gibt wieder kein Bieramisu. Wir müssen es echt einmal drauf anlegen und frühzeitig zum Essen bei nicht ganz so sommerlichen Temperaturen vorbei schauen. Nach dem Essen gebe ich noch das Leergut ab und decke mich für die kommenden Monate wieder mit frischem Bier des Altstadthofs ein – damit das Tragen in Zukunft leichter wird, nehme ich diesmal auch einen Kasten mit und erweitere meine Flaschensammlung auf zwölf Stück. Das ist eine ganze Menge zum Schleppen wie ich feststellen muss, daher nehmen wir diesmal den nahegelegenen Bus und fahren mit diesem zurück in Richtung Langwasser – das gibt dann fast schon eine Sightseeing-Tour durch die verschiedenen Stadtteile und Sehenswürdigkeiten. Unter anderem kommen wir an jeder Menge bekannter Punkte der letztjährigen Radtour vorbei (einmal rund um das Frankenstadion bzw. um den Dutzenteich).

Die Heimfahrt ist dann recht schnell eingeläutet – rauf auf die A6 und immer gerade aus bis nach Hause. Dort ist natürlich noch das große Aufräumen und Abladen angesagt – das feuchte Zelt will getrocknet werden und die Wäsche einer Woche will auch vorsortiert sein, zudem die ganzen anderen Utensilien die an wieder an ihre Lagerorte geschafft werden müssen – in der Hoffnung, dass wir sie spätestens nächstes Jahr für einen neuerlichen Anlauf nach Schweden wieder herausholen können.

 

Urlaub Riedenburg 2020 – Tag 5&6

Für den Mittwoch planen wir auf alle Fälle den Besuch der Greifvogelschau auf der Rosenburg ein, da wir gemütlich in den Tag starten, reicht es uns nicht mehr zur 11 Uhr Vorstellung. Stattdessen nutzen wir die Chance einige verbliebene Einkäufe für den Rest der Woche zu erledigen. Während Mama durch den Supermarkt huscht, gibt es sogar etwas für die Kids zum Anschauen. Ein großer LKW mit Kran kommt vorbei um die auf dem Parkplatz stehenden Glascontainer zu leeren. Damit kann man wunderbar die Wartezeit überbrücken und ein wenig Technik zum Anschauen gibt es obendrein.

Die Zeit bis zum Mittag überbrücken wir dann mit einem Besuch am Klangweg entlang des Main-Donau-Kanals – hier können sich die beiden Jungs einmal so richtig austoben und nach Herzenslust Geräusche erzeugen – vom Wabbel/Blubberblech über einen musikalischen Doppel-T-Träger bis hin zu einer überdimensionalen Gebetsmühle (eine alte Wäschetrommel gefüllt mit einigen Steinen) gibt es allerlei zu erlauschen. Auch findet sich am Klangweg eine passende Bank fürs Mittagessen.

Derart gestärkt nehmen wir den Anstieg zur Rosenburg in Angriff. Direkt in Riedenburg geht es gleich einmal sehr steil die Burgstraße nach oben. Ich bin mit Anhänger und kleinstem Gang gut dabei – Marion und Glen bewältigen den ersten Abschnitt schiebend. Danach wird es erst mal ein Stück flacher und Glen kann mit Marion im Follow-Me (Nachläufer) ein gutes Stück der Steigung bezwingen bevor es wieder etwas steiler wird. Wir nehmen aufgrund der Steigung nicht den Fußgänger-Weg sondern die Fahrstraße, in der Hoffnung, dass diese etwas flacher ist. Als wir am Großparkplatz unterhalb der Burg ankommen, bin ich schweißgebadet, aber ich habe nicht absteigen müssen. Bleibt nur noch der letzte Anstieg bis zur Burg, der hat es nochmal in sich. Oben applaudieren dann einige Passanten, wie sich herausstellt stammen sie aus Norddeutschland und für sie wären derartig steile Berge überhaupt nicht mit dem Rad bezwingbar. Für mich war es nur anstrengend, aber nichts unmögliches – da gibt es andere Steigungen vor denen ich mit Anhänger dann doch kapitulieren musste. Continue reading

Urlaub in Riedenburg 2020 – Tag 3&4

Für heute steht die erste längere Ausfahrt mit dem Fahrrad auf dem Programm – wir nehmen uns vor bis Kehlheim und zurück zu fahren.
Ein erstes Aufwärmen gibt es schon vor dem Frühstück, gemeinsam mit Glen radle ich zum Bäcker um uns mit Brötchen und Croisants einzudecken.
Nach dem Frühstück geht es dann auf die Räder – Yann nimmt zu Beginn wieder das Laufrad. Der erste Stopp ist noch in Riedenburg am Spielplatz. Derzeit wird die Brücke über die Altmühl bzw. den Kanal saniert und ist daher gesperrt. So kommen wir in den Genuss die Südseite des Kanals in Richtung Kehlheim zu befahren.

Auch dieser Anteil ist gut ausgebaut und ausgeschildert – auch wenn Glen mit den kleinen Rädern auf dem Schotter ordentlich zu kämpfen hat. Zudem gibt es einige Steigungen – für einen Erwachsenen mit Gangschaltung allenfalls mit Anhänger eine Herausforderung aber auf einem kleinen Rad ohne Gangschaltung um so anstrengender.

Die Kirchturmuhr in Prunn schlägt gerade Mittag als wir gegenüber der imposanten Burg anhalten. Die Umleitung endet kurz danach, aber da wir ja ohnehin auf ähnlicher Strecke zurück müssen, bleiben wir auf der Südseite bis wir in Essing an Europas größerter Holzbrüke mit ihrer markannt geschwungenen Form die Seite wechseln. Befahren darf man die leider nicht, das wäre bei den vielen Bögen und Buckeln sicherlich lustig.

In Essing gibt es dieses Jahr kein Feuerwehrfest, daher kehren wir in einem der Gasthäuser ein, eigentlich recht gut gemacht, aber der Service ist nicht gerade von der flotten Sorte. So dauert es fast anderthalb Stunden bis wir etwas gegessen haben. Den weiteren Weg nach Kehlheim kippen wir angesichts der Uhrzeit – wir müssen ja auch noch zurück fahren und Glen hat den Anspruch auch noch weiter zu radeln.

So machen wir nur noch einen kurzen Abstecher an die Feuerwache, das bietet sich an, da man dort direkt auf den Radweg entlang des Kanals einfädeln kann. Auf nunmehr bekannter Strecke geht es in “gefühlt falscher” Richtung wieder gen Riedenburg. An der Holzbrücke ist Glen nach 15km so fertig, dass er dann doch ins Follow-Me möchte. Von nun ab geht es deutlich schneller voran, auch wieder vorbei unterhalb der Burg Prunn. Am Ortsrand von Riedenburg erledigen wir noch den Großteil der Einkäufe für die Woche, dabei holen wir auch noch ein Sortiment der zweiten lokalen Brauerei. Die andere liegt direkt am Eingang des Campingplatz und wir konnten bereits etwas verkosten – mal sehen wie die andere Brauerei sich schlägt.

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