DNS mit Docker Teil III – dnsdist als Router / Loadbalancer

Wer meine bisherigen Posts zu Docker und DNS verfolgt hat, weiß: Da steht noch was aus (ich komme nur momentan nicht immer ganz zeitnah dazu meine Erfahrungen zusammen zu schreiben.

Was bisher geschah:

Was jetzt noch aussteht ist eine Sache die mit der Microservice-Architektur von PowerDNS im Vergleich zu “klassischen” Nameservern wie BIND zusammen hängt: BIND ist monolitisch und kümmert sich um jegliche Anfrage die gestellt wird. In PowerDNS hat man diese Dinge wie oben bereits angedeutet aufgetrennt: Einen Spezialisten zum Auflösen von externen Einträgen (Recursor) und einen weiteren Prozess der sich um die Sachen kümmert für die man selbst verantwortlich ist (authorative). Continue reading

Domain Name Server mit PowerDNS – Schritt 1 – Konzept, Netzwerk und Authorative Server

Nachdem ich ja schon einiges in der letzten Zeit über DNS und Co geschrieben habe, geht es diesmal um eine konkrete Umsetzung. Lange Zeit habe ich schon einen eigenen DNS-Server betrieben, damals noch mit BIND. Mit den letzten Serverumzügen habe ich das dann der Einfachheit halber meinem Hosting-Anbieter überlassen (das richte ich ein, wenn der Rest läuft …). Wie das mit aufgeschobenen Aufgaben so ist, irgendwann wird der Status Quo zu einen “Dauerorium” (die verstetigte Version eines Provisoriums).

Nun wollte ich es endlich angehen, und dabei auch einige zusätzliche Funktionen nachzurüsten. Unter anderem einen eigenen Ipv6 fähigen DynDNS-Service. Nach etwas Recherche stand ein grober Plan:

  • PowerDNS mit MySQL Backend
  • MySQL Server (läuft bereits, bekommt nur ein zusätzliches Schema)
  • Ein (Dyn)DNS-Frontend zur einfacheren Verwaltung und als HTTP(s) Schnittstelle zum Updaten
  • Microservice-Ansatz für die Einzelteile mit Docker als Paravirtualisierung
  • soweit möglich alles nativ in IPv6

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Grundlagen zum Domain Name Service

Wie ich beim Schreiben meiner Artikel gemerkt habe, ist es sinnvoll gewisse Grundlagen einmal abzuspalten, um darauf verweisen zu können. Ich werde daher immer einmal wieder den ein oder anderen Grundlagen-Artikel hier zusammenschreiben, der im ersten Moment vielleicht etwas aus dem Zusammenhang gerissen scheint, aber ggf. wertvolle Informationen für alle Einsteiger enthält oder auch dem ein oder anderen Erfahrenen als Auffrischung dienen kann. Ich versuche das möglichst prägnant und wo immer möglich an Beispielen zu beschreiben.

In diesem Artikel geht es im um das Domain Name System – das Konstrukt welches zu Arbeit am Rechner etwas leichter macht, da sich das menschliche Gehirn in der Regel Namen besser merken kann als Zahlenfolgen.

Der langjährige Standard für DNS-Server im Unix und Linux-Umfeld ist der BIND-Daemon und so ziemlich jeder der sich schon einmal mit DNS-Namen hat etwas eingehender beschäftigen dürfen (oder müssen), der weiß, dass die Syntax der Config-Files nicht gerade in die Kategorie “leicht verdaulich” fällt. Zudem war BIND immer mal wieder ein Sorgenkind wenn es um Sicherheitslücken ging. Sehr verständlich, dass sich viele Website-Betreiber da lieber auf einen Hoster verlassen der das schon für sie regeln wird. Für mich auch lange ein valider Weg, aber eben auch einer mit Einschränkungen.

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