Tageskilometer: 31,5km (inklusive Einkaufstour)
Nachdem es gestern ja kräftig zur Sache ging was die Radleistung betrifft, ist heute ein Erholungstag. Es soll nur bis Ingolstadt gehen und die Strecke ist lauf Plan größtenteils flach.
Geweckt werden wir bereits um kurz vor 6h etwas unsanft: Die Alarmierung der freiwilligen Feuerwehr erfolgt hier immer noch über eine Sirene. Auch an Einschlafen ist danach weniger zu denken – in der Stadt sind Bauarbeiten wie wir später sehen werden. Die Koordination zwischen Asphaltfräse und LKW davor erfolgt über Hupensignale – auch diese hört man im ganzen Ort. Wir machen also zeitnah Frühstück.
Somit haben wir auch etws Zeit um noch einen Abstecher in die Stadt zu machen – das Schloss ist wirklich beeindruckend – leider hat es wenig Sinn sich mit unserem Nachwuchs eine Ausstellung zum Barock anzusehen. Daher bleibt es bei einem kurzen Rundgang durch die Stadt.
Unser nächstes Ziel ist der örtliche Supermarkt – dieser liegt direkt an der Straße zum Schloss Grünau. Die Streckenführung entlang der Haupstraße ist nicht gerade ein Highlight. Kurz vor dem Schloss wird es dann auch besser. Die Wege führen nun durch die Felder, teilweise sind es auch Nebenstraßen. Ingesamt ist es gut zu fahren, auch wenn wir beständig etwas Wind haben.
In Weichering haben wir ein kleineres Problem mit einem defekten Bahnübergang – dieser ist als gesperrt markiert, aber an die Umleitung für den Fernradweg hat man mal wieder nicht gedacht. Im Ort selbst machen wir dann auch unsere Mittagspause – wir haben Glück mit dem Regen, es blleibt bei einigen wenigen Spritzern.
Durch die Auenwälder geht es dann schnurstracks auf Ingolstadt zu – der Campingplatz liegt am Auensee. Wir durchqueren daher die südlichen Stadtteile. Der Campingplatz liegt direkt am Auensee – der Zeltaufbau zieht sich diesmal recht lange hin. Zudem haben wir noch eine Einkaufstour zu erledigen – diesmal inklusive einigem Reparatur-Material – die Decathlon-Filiale liegt dankenswerter Weise auf der anderen Seite des Sees. Neben Ersatzschlauch und einer Ersatzleine für eine unserer Zelststangen (die schon vor dem Urlaub defekt war, wir es aber trotz der Nähe zum Zentrallager nicht geschafft haben idie Leine zu besorgen, geschweige denn einzubauen …), hole ich auch Energienachschub für die Radler. Die Müsli-Riegel haben sich ganz gut bewährt was den Energiegehalt und die Motivation betrifft. Zudem noch ein Stopp am Supermarkt. Weil wir ohnehin schon so schön in Fahrt sind, umrunden wir kuzerhand den See auf dem Weg zurück zum Campingplatz.
Da wir diesmal nicht den Luxus haben, dass es eine beleuchtete Kochmöglichkeit gibt, machen wir uns kurzerhand ans Kochen – wobei das fast schon zuviel gemeint ist: Es gibt Eintopf aus der Dose mit zusätzlichem Reis. Danach ist es schon dunkel und wir vertagen die Stadtbesichtigung. Zwischenzeitlich haben wir noch Bedenken unseren Wasserkanister an einer der Raststationen oder gar in Neuburg vergessen zu haben. Ich war schon fast auf dem Sprung einige zusätzliche Kilometer mit dem Rad zu machen, als er wieder auftaucht.