Tageskilometer: 41km
Der Abbau in Dillingen klappt recht flott, das ist auch gut so, denn es ist ein Regenschauer angekündigt. Wir schaffen es aber locker auch noch zu frühstücken und loszufahren.
Wir kommen nur bis an den Eisenbahntunnel – dort haben wir erst einmal Marion wieder glorreich abgehängt und müssen kurz telefonieren um heraus zu finden welche Abzweigung denn nun verpasst wurde. Gerade mit dem Start des Regenschauers fahren wir in den Eisenbahntunnel – dort warten wir erst einmal den gröbsten Guss ab, bevor wir in die Innenstadt weiter fahren. Unser Ziel ist es einen kurzen Abstecher ans Münster zu machen.
Auf dem Weg findet sich dann auch noch eine offene Bäckerei an der Marion die Verpflegung für den Tag ersteht. Das Münster können wir leider nicht sofort besichtigen, denn es ist Sonntag und somit Gottesdienst. Wir holen stattdessen erst einmal das Eis von gestern nach. In direkter Nachbarschaft zum Münster gibt es eine gute Eisdiele – vor allem das Lavendel-Zitrone ist echt nicht schlecht. Etwas weniger gut sind die zahlreichen Wespen die auch etwas vom Eis abhaben wollen. Mit dem Ende des Gottesdienstes können wir dann auch noch einen Blick ins Münster werfen. Eine schöne Kirche, dass muss man lassen.
Wir verlassen Donauwörth auf dem Donauradweg – die Streckenführung ist gemischt – stellenweise gibt es immerhin einen getrennten Radweg. Führt die Strecke anfänglich noch schön im Flachen in der Nähe der Donau, so bekommen wir recht bald zu spüren, dass das Donautal etwas enger wird – somit wandern die Straßen und Ortschaften ein wenig den Hang nach oben. Leider ist es ein stetes Auf und Ab. Die Karte verheißt da auch nichts gutes – an mehreren Stellen sind markante Steigungen verzeichnet – drum herum fahren ist nur an wenigen Stellen vorgesehen. Ab Altisheim wird es deutlich unangenehm mit dem Radeln – es geht immer wieder Steigungen nach oben – mal eher langezogen und somit anstrengend oder auch mal richtig knackig und somit auch wieder anstrengend. Nach dem steilen Anstieg nach Leitheim (oder schreibt man es besser mit „d“?) machen wir unsere Mittagspause – so richtig weit voran gekommen sind wir noch nicht – eher Höhenmeter den Kilometer.
Frisch gestärkt können wir uns dann auch den nächsten Anstiegen widmen – immerhin gibt es auch immer mal wieder schöne Abfahrten – vor allem für die Kids, denn mit dem Anhänger muss man doch etwas aufpassen, er neigt immer noch zum Aufschaukeln. Die Streckenführung nach Lechsend (Mündung der Lech in die Donau) ist ein absoluter Hohn – die Straße wurde frisch gemacht, der Radweg ist separat geführt, nimmt dafür aber nochmal einige Höhenmeter mehr Anlauf und verläuft erst einmal unterhalb des Straßendamms um dann um so kräftiger wieder zu selbigem aufzuschließen. Noch besser wird es einige hundert Meter weitere – die Straße hat einen gleichmäßigen Gradienten und ist weiterhin frisch gemacht und in einem Topzustand. Der Radweg hingegen stammt weiterhin aus dem letzten Jahrtausend – separat geführt, und anfänglich sogar flacher. Dafür gibt es dann einen Anstieg der nochmal alle Kraft erfordert und um ein vielfaches steiler ist – da habe selbst ich echt Mühe hochzukommen, trotz ausreichend Kraft, Kondition und Untersetzung. Wer den Radweg bei der Straßensanierung vergessen hat sollte zur Strafe die Strecke jeden Tag mit Anhänger und Biobike mehrere Mal hochradeln müssen. Als familienfreundlich kann man den Donauradweg an dieser Stelle nicht einstufen. Aber auch diese Steigung hat irgendwann ein Ende und danach geht es wieder schwungvoll bergab. Das Ende des Radwegs in Marxheim ist auch wieder sehr abrupt – angesichts der Streckenführung könnte man eigentlich einmal über eine Einfädelspur nachdenken, ein direkter Übergang war scheints günstiger.
Immerhin ist nach dem Ort endlich einmal Ruhe mit den Steigungen – es geht etwas mehr als fünf Kilometer direkt auf dem Donaudamm entlang. Das ist nur geschottert, lässt sich aber dennoch recht gut fahren. Im Vergleich zu gestern ist es deutlich bewölkter, es ist foglich auch etwas kühler, auch wenn man die Hitze auf dem Damm dennoch zu spüren bekommt. In Bertoldsheim wartet schon die nächste Bergwertung – ich kann ja verstehen, dass man die touristisch schöne Strecke durch den Ort und somit an den Gasthöfen und Biergärten vorbei führt, aber die Steigungen sind doch recht massiv. Eine alternative Strecke unterhalb des Berges wäre mit Sicherheit machbar, zumindest wenn man auf die Karte blickt.
Wir halten nun auf die letze Bergwertung des Tages zu:Stepperg – dort geht es nochmal steil nach oben – immerhin geht es danach auch wieder etwas bergab. Entgegen unserem Reiseplan ist mittleriweile auch die offizielle Route an die Donau heran verlegt, wir vermeiden somit nochmal einen Anstieg bei Riedensheim bewältigen zu müssen. Auf dem Damm geht es dann auch recht gut voran – wir machen tatsächlich einmal wieder mehr Kilometer denn Höhenmeter. In der Ferne kommt schon die Staustufe von Bitterbrunn in Sichtweite. Die kenne ich bei deutlich anderem Wetter – mehrmals habe ich am Donauschwimmen in Neuburg an der Donau teilgenommen, an der Staustufe ist der Einstieg ins Wasser. Es ist diesmal aber auch das untrüglcihe Zeichen, dass Neuburg nun wirklich nicht mehr weit ist.
In Neuburg queren wir die Donau unterhalb des markanten Schloss – es geht noch ein Stück oberhalb der Donau entlang bis an den Ruderclub bzw. den dortigen Campingplatz. Den Steg des Ruderclubs und den Pfad von dort zum Schwimmbad – auch wiederrum vom Donauschwimmen. Das Wetter ist diesmal das ziemlich genaue Gegenteil – es ist bis spät Abends noch rech angenehm warm.
Nach einen kleinen Erfrischung am Bootshaus geht es dann auch ans Abendessen – es gibt eine Runde Eintopf mit zusätzlichem Reis. Für einen Ausflug in die Stadt ist es danach bereits zu dunkel und wir sind zu erschöpft nach all den bewältigten Höhenmetern.