Tageskilometer: 55km (inkl. Ausflüge)
Wir beginnen recht gemütlich unseren Tag, bis das Zelt abgebaut und alles verstaut ist, ist es bereits kurz nach 10h. Immerhin können wir direkt vom Campingplatz in den Donauradweg einfädeln.
Bis Steinheim geht es durch den Auenwald entlang der Donau, leider auf der Sonnenseite, das macht sich insbesondere auf den etwas lichteren Strecken sofort bemerkbar und auch entlang des Damms der Donau ist es schon sehr warm. Die Jungs haben Spaß und es klappt sehr gut mit dem Warten – immer bis zum nächsten großen Wegweiser oder bis zum nächsten Ort. Bis Steinheim rollt es seht gut.
In Steinheim geht es eine stärkere Steitung nach oben, ich habe einiges zu strampeln bis ich samt Anhänger oben bin. Einige Kurven weiter gibt es einen schattigen Rastplatz – dort warten ich mit den Jungs auf Marion. Aber Marion kommt nicht bei. Glen radelt ihr entgegen, nicht dass ein technischer Defekt in der Steigung gerade massiv Probleme macht. Allerdings kommt Glen dann auch nach zehn Minuten nicht zurück. Also starte ich mit Yann eine Scuhaktion – sowohl nach Marion als auch nach Glen. Dazu fahren wir die schöne Steigung auch einmal wieder runter – aber weit und breit nichts vom Rest der Familie zu sehen. Also wieder hoch – aber am alten Wartepunkt ist auch keiner der beiden eingetroffen. Immerhin meldet sich Marion per Handy – wundersamer Weise ist sie schon einen Ort weiter als wir. Somit haben wir zumindest einen weiteren Fixpunkt. Ich radle mit Yann die Strecke nochmals ein gutes Stück zurück aber auch dort noch immer keine Spur von Glen. Als ich die Steigung zum dritten Mal am Tag in Angriff nehmen wirll (natürlich immer mit voll beladenenm Anhänger, damit das Training auch effektiv ist) kommt uns ein Autofahrer entgegen und fragt ob wir ein Familienmitglied vermissen. Glen ist auch schon einen Ort weiter und hat dort nach Hilfe gefragt. Immerhin wissen wir jetzt wo wir hinmüssen – also Steigung nochmal hoch und bis in den nächsten Ort. Dort können wir den Sohnemann in Empfang nehmen. Immerhin etwas, aus irgendeinem Grund hat er auch seinen Geldbeutel mit den Kontaktdaten der Eltern nicht bei sich. Wir lösen das Problem an Ort und Stelle: In der Fahrradtasche wird ein zusätzlicher Zettel mit den Notfallnummern verstaut – nochmal passiert uns das nicht. Einige Straßen weiter sammeln wir auch Marion wieder auf.
Es geht dann weiter durch Steinheim, teilweise durch eine Baustelle und dann durch den Ort. Wir achten verstärkt darauf, dass wir immer in Sichtweite bleiben und an den Kreuzungen immer alle wieder aufschließen können. So geht es durch Sonderheim, Blindheim bis nach Gremheim. Nach der Donaubrücke ist unsere erste größere Rast für den Tag geplant – an der Natur-Kneip-Anlage ist recht viel Betrieb aber so eine Abkühlung tut ob der Hitze fast schon Not. Auf dem Radtacho nähert sich die Temperatur-Anzeige der 40 Grad Marke.
Es sind jetzt noch knapp 20km bis nach Donauwörth, die verlaufen durch das Donauried – stellenweise erinnern große Plakatwände an das Hochwasser von 2024 – damals stand ein Großteil des Rieds unter Wasser. Der Radweg ist meist gut ausgebaut, zieht sich aber auch einige Kilometer direkt auf Nebenstraßen entlang. Auf dem Weg nach Bälderschwaige kommen uns auffällig viele Traktoren und Unimogs entgegen. Der geschulte Blick sagt: das sind alles keine aktuellen Modelle sondern eher historische Ausgaben. In Bälderschwaige wissen wir dann auch warum hier so viel historische Landmaschinen unterwegs sind: Es ist Schleppertreffen. Es ist allerdings so warm, dass wir die Veranstaltung zu Gunsten einer zeitigien Ankunft in Donauwörth und dem dortigen Schwimmbad liegen lassen. Allein der Blick auf die Ausstellungsfläche ist aber sehenswert.
Kilomter für Kilometer näheren wir uns nun Donauwörth – es geht über die Donaustaustufe und bei Airbus Helicopters vorbei. Leider ist Feiertag von daher ist auf dem Gelände Ruhe – ich kann mir vorstellen, dass es da durchaus lauter zugeht wenn regulärer Betrieb ist. Noch einige Schlenker mehr und wir sind im historischen Stadtkern angekommen. Durch das Stadttor fahren wir hinein und fast direkt auch wieder durch – es geht auf die Promenade, ein Park der sich durch das Stadtgebiet erstreckt. Dort ist es schon schattiger und somit kühler, noch besser wird es, als wir durch den historischen Eisenbahntunnel fahren – angenehm zugig und kühl – da will man am anderen Ende schon gar nicht mehr raus. Ebenfalls absolut spitze ist die Ausschilderung zum Campingplat bei Kanu-Club – kleine Schildchen an den wichtigen Abzweigungen weißen den Weg.
Am Platz ist wider Erwarten wenig los, wir feiern erst einmal unsere Ankunkft mit einer Portion kühler Getränke. Danach geht es an den Zeltaufbau – wir stoppen diesmal die Zeit: 27 Minuten und 40 Sekunden benötigen wir bis alles aufebaut und eingeräumt ist. Mal sehen ob wir die kommenden Tage noch schneller werden.
Nun machen wir uns auf den wohlverdienten Ausflug zum Freibag – gut, dass wir nur leichtes Gepäckt dabei haben – ich habe kurzerhand den kürzesten Weg gewählt, das Schwimmbad liegt aber auf dem Berg – entsprechend steil geht es nach oben – ich habe einige Mühe, kann es aber gerrade so noch radeln bis an die Brücke mit Treppenstufen. Der Rest der Familie ist über die Aktion nicht ganz so „amused“ – kurzzeitig hängt der Haussegen etwas schief.
Das Bad ist gut gemacht und bietet insgesamt drei Rutschen – eine schöne lange in Edelstahl mit ordentlich Kurven. Eine Freefall-Rutsche, die muss ich natürlich dann auch mindestens einmal machen, nachdem Glen gezeigt hat wie es geht. Highlight bei den Kids ist aber eine breite Wellenrutsche. Die beiden haben soviel Spaß, dass ich in aller Ruhe wieder einen Kilometer schwimmen kann. Das klappt jedesmal ein wenig besser.
Den Rückweg zum Zeltplatz machen wir deutlich weniger steil aber die Straße ist gut ausgebaut und res rollt ohne Anhänger so herrlich flott. Mit wenig Anstrengung stehen 57km/h auf dem Tacho, also nochmal ein wenig in die Pedale treten und siehe da, es geht sogar bis zur 60km/h Marke. Auf der anderen Seite des Tales geht es dann aber auch gleich wieder recht kräftig nach oben – also eher 6km/h.
Da heute Feiertag ist und wir nicht kochen wollen radeln wir noch zu einem Griechen in Donauwörth, der liegt etwas versteckt im Industriegebiet. Das Essen ist sehr lecker wenn auch gut gewürzt – aber ja Elektrolyte in Form von Salz sind bei der Witterung und Anstrengung mit Sicherheit nicht verkehrt.
Morgen soll es weitergehen nach Neuburg an der Donau. Es ist en Wetterumschwung angekündigt – ganz so heiß wie heute muss es aber auch wirklich nicht mehr sein – gerade durch die Felder des Donaurieds war es schon eine sehr schweißtreibende Radelei. Bleibt nur zu hoffen, dass wir dann nur Schauer und keinen Dauerregen bekommen, auch die Lanschaft den Regen hier sehr gut gebrauchen könnte.