Einzugsfortschritte

Zeit einmal den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Umzug zu rekapitulieren. Die gute Nachricht: Bis auf ganz wenige Teile ist mittlerweile alles in der Wohnung. Am 2. Weihnachtstag haben Dominic und Martin kräftig mit angepackt, der größte Teil war die Küche, die ich von Martin übernehmen konnte – fix und
fertig eingerichtet, mit allem was man sich als Küchenanfänger so wünschen kann: Herd, Tiefkühler, Kühlschrank und sogar eine Spülmaschine. Die schlechte Nachricht: es steht derzeit noch alles lose rum. Man muss also mal wieder reichlich akrobatisch veranlagt sein um durch das Wohnzimmer zu navigieren.

Gestern habe ich dann noch Arbeitsplatte eingekauft. Der Preis hat mich zwar etwas umgehauen, aber ohne geht es nunmal nicht. Heute abend will ich die mit Martin dann einpassen. Vorab werde ich schonmal die Hängeschränke montieren, soweit ich die Halter dafür schon habe. Eine ausreichende Beleuchtung in Form einer Leuchtstofflampe habe ich schon mal montiert – damit man auch sieht was man gerade zubereitet.

Ein paar Kuriositäten am Rande aus der Kategorie „Pleiten, Pech und Pannen“: Mit der Familie hatte ich zwar den Speicher inspiziert und einiges an Ausrüsutung auch eingepackt. Unter anderem das alte Kaffee-Service – nicht mehr ganz vollzählig aber als Single reicht es erst mal aus. Woran keiner gedacht hatte, war das Besteck – ein ziemlicher Schock bei ersten Versuch etwas zu essen. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich schon am Vorabend gemacht, da musste ich feststellen, dass eine Dose Ravioli für den Abend und als Notration sicherlich eine gute Idee ist, aber ein Dosenöffner mit Sicherheit auch kein Fehler ist…

Meine Freundin Resi ist derzeit zu Besuch und hilft mir ein wenig beim Einrichten – schon praktisch wenn man nicht alles alleine durch die Gegend wuchten muss. Die nächsten Tage wird es sicherlich noch die ein oder andere Sache geben die ich abhaken kann. Auch wenn mir bereits jetzt klar ist, dass einige Provesorien doch länger halten müssen als ich mir das eigentlich wünsche. Das betrifft derzeit vor allem den Wohn-
und Arbeitsbereich – hier muss ich erst mal abwarten bis wieder Geld verfügbar ist, dann werde ich auch diesen Bereich angehen können. Aber Rom wurde ja auch nicht an einen Tag erbaut – warum sollte es bei einer Wohnung anders laufen.

Umzug Teil 1 – ein kurzer Bericht

Wie bereits angekündigt bin ich ja am 23.12. noch in mein neues Domizil umgezogen. Die Durchführung verlief nicht ganz so wie geplant aber nicht unbedingt im negativen Sinne.

Bereits ab morgens um kurz nach acht hatte ich angefangen die ersten Kartons ins Auto zu verfrachten, bzw. auf den geliehen Hänger. Den hatte ich in weißer Voraussicht in unsere Hallendurchfahrt gezirkelt – ein wenig Vorbereitung war denn auch noch nötig, denn er war etwas schmutzig und vor allem noch reichlich nass vom Regen in der Nacht. Leider ist das ein Modell ohne Plane. Aber mit einer Lage Teppich auf dem Boden war auch das schnell geklärt.

Die Übernahme verlief problemlos, einige kleinere Schäden habe ich noch entdeckt, aber nichts wirklich dramatisches. Kurz nach halb zehn ging es dann mit den Kisten los. Unterstützung hatte ich von Steppes, hier schonmal herzlichen Dank für den Einsatz!

Die zweite Runde war dann schon etwas kniffliger – immerhin konnten wir erste Möbelteile transportieren – darunter auch den Schreibtisch – den hätte ich deutlich leichter eingeschätzt, insgesamt war es wohl der schwerste Einzelbrocken an der ganzen Aktion.

Nachdem es ja schon ganz gut lief habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen nicht aufzuhören, sondern so viel als möglich an einem Tag umzuziehen. Nach dem Mittagessen war ich auch noch guter Dinge, dass es nicht mehr lange dauern könnte. Immerhin hatte ich eigentlich noch einen Kundentermin anberaumt, dessen Rechner hatte sich quergestellt was das Update auf eine legale Windows XP Lizenz betraf …

Bei der 3. Runde haben wir noch Marvin mit ins Boot geholt, auch ihm sei herzlich für die Unterstützung gedankt. Im Rott ist Martin noch dazu gestoßen und so ging es nun um so schneller mit dem Tragen. Danach ein kurzfristig angesetztes Abendessen (Bockwurst und Brötchen) – den Kundentermin hatte ich leider verschieben müssen, sehr zum Leidwesen meines Kunden – sicherlich keine Glanzleistung meines Managements diesmal … war ja auch alles etwas anders geplant (ohne die Neuinstallation von WinXP und Co in einer Nachtschicht …). Die 4. Runde ging dann schon auf 21:00h am Abend zu … Martin und Steppes haben weitergeschleppt und ich bin zum Kunden … Das hat dann auch alles soweit gut geklappt.
Nochmal ganz ganz herzlichen Dank für euren Einsatz – da muss ich mir wohl noch ein paar Weihnachtsgeschenke einfallen lassen (zumindest mal nachträglich).

Den Kundeneinsatz konnte ich denn auch gegen kurz nach elf zu einem erfolgreichen Ende bringen. Nochmal in der Innenstadt vorbei, Bettzeug und Werkzeug holen, dass stand noch dort … Im Rott dann den herrenlosen Hänger versorgen – nicht das er wegkommt – ergo rein mit dem Ding in die Tiefgarage, das Auto kann man wenigstens abschließen …

Bis ich dann auf meiner Matratze in Mitten von Möbelteilen und Kartons eingepennt bin, war es irgendwas gegen kurz vor eins am 24.12.2011 – so habe ich Weihnachten auch noch nicht gestartet.

Morgens erst mal trotz gestelltem Wecker recht ordentlich verschlafen – irgendwie war es wohl doch anstrengend … auch die Muskulatur in den sonst so gut trainierten Beinen hat sich etwas gemeldet – hochgerechnet war es etwas mehr an Treppenlaufen wie der LGA-Indoor-Marathon – zudem noch jeweils mit ordentlich Gepäck … kein Wunder. Zudem war ich die Wochen vorher witterungs und reisebedingt nicht wirklich zum Trainieren gekommen …

Eigentich wollte ich ja gegen halb zehn wieder in der Innenstadt sein und dort frühstücken – es wurde dann halt zehn, bis ich den Hänger leergeräumt hatte und aus der Tiefgarage draußen war. Ich war aber froh ihn dort untergestellt zu haben – sonst wären die Teppiche und sonstige Materialien darin ziemlich durchgeweicht gewesen …

Den Heilig-Vormittag habe ich dann mit Albrecht zum Möbelaufbau genutzt. Wir sind gut rumgekommen, das Schlafzimmer ist jetzt vollständig eingerichtet und auch das verbliebene Bücherregal steht wieder. Teilweise sogar schon eingeräumt. 🙂

Heiligabend war dann erst mal entspannen angesagt – es gab einige nützliche Geschenke für die neue Wohnung – erstaunlicher Weise diesmal kein LEGO(tm) zum Basteln – aber zum Basteln hatte ich ja auch die Möbel gehabt …

Heute war dann noch ein kleiner Transport von Material an der Reihe – und auch meine Familie hat jetzt meine Wohnung mal komplett gesehen. Die Einrichtung vervollständigt sich so langsam aber sicher – auch wenn ich langsam mal eine Liste anfangen muss, mit Dingen die mir noch fehlen.

Die nächste Woche wird wohl noch einiges an Bastelspaß bereit halten – die Küche und der Arbeitsbereich wollen eingerichtet sein, die Küche hat dabei deutliche Priorität.

Ganz allmählich habe ich jetzt auch angefangen diverse Infrastruktur zu ordern – Internet gibt es von 1&1, Telefon habe ich per Homezone bei O2 gelöst. Als nächstes brauche ich noch einen günstigen Stromanbieter … dann müsste ich aber alles Wichtige haben.

Insgesamt muss ich sagen: Ein tolles Gefühl eine eigene Wohnung zu haben, auch wenn ich bis zur Fertigstellung der Küche wohl noch etwas in der Innenstadt verbleiben werde – und auch der Internet-Anschluss hier ist natürlich derzeit für mich sehr wichtig, so lange noch kein anderer vorhanden ist.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Nach der Rückkehr aus den Staaten und dem Abschluss des Studiums steht nun ein weiterer neuer Lebensabschnitt vor der Tür. Die Arbeitswelt wartet darauf entdeckt zu werden, nach etwas Suche habe ich nun einen Arbeitsvertrag bei einer Firma in Mannheim gefunden. Mit dem Jahreswechsel wird es dann auch richtig losgehen.

Auch in privater Hinsicht wird sich noch vor dem Jahreswechsel etwas ändern. Nach über 27 Jahren in der Mannheimer Innenstadt (meine Eltern haben erfolgreich diversen Versuchungen widerstanden sich eine neue Bleibe zu suchen) ist es für mich an der Zeit das Nest, das Hotel „Mama“ oder wie einige es auch nennen „das Paradies“ zu verlassen.

Ausgesucht habe ich mir eine zweieinhalb Zimmer Wohnung in Mannheimer Stadtteil Rott. Das passt auch ganz gut mit meiner neuen Arbeitsstelle, nicht zu nah drann, aber auch nicht übermäßig weit weg.

Nachdem ich in den letzten Wochen ganz langsam einmal angefangen hatte, einzelne Teile zu verpacken, ging es heute ans Eingemachte. Mittlerweile türmen sich Kisten und Kasten recht umfangreich, die allermeisten Schränke sind leer. Mal sehen wie viel ich morgen schon transportiert bekomme.

Irgendwie ist es ein komisches Gefühl in dem fast leeren Raum zu sein. Es fühlt sich so an, wie als ich ihn vor rund 15 Jahren bezogen habe. Aber ich freue mich natürlich auch auf die neu gewonnene Freiheit, die sich mir eröffnet. Man entwickelt doch einen anderen Tagesablauf und hat andere Vorstellungen wie man sein Leben gestalten möchte. Ich denke mal Ende Februar gibt es mal eine Party, zu der ich sicherlich auch einige Leute vom USA Aufenthalt einladen werde – schließlich gibt es noch eine ganze Menge Bilder anzuschauen… Aber jetzt heißt es erst mal sich auf den Transport und das Einräumen zu konzentrieren.

Süßer die Kassen nie klingeln

… als sie zur Weihnachtszeit.

Das viele Gewerbetreibende den Hauptumsatz während der letzten zwei Monate vor dem Fest machen ist bekannt. In letzter Zeit artet Weihnachten ja aber auch immer wieder zum Kaufrausch aus. Von weihnachtlicher Stimmung und Besinnlichkeit bleibt da nicht mehr viel übrig. Man bedenke alleine den Werbeterror der meist schon Ende Oktober einsetzt und bis zum 24.12. dann seinen alljährlichen Höhepunkt erreicht.
Zu einem gewissen Grad mache ich das ja auch noch halbwegs gerne mit, schließlich geht doch nichts über einen gemütlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt und dazu eine Tasse Glühwein. Meine jährliche Fahrt nach Nürnberg hat da ja auch schon Tradition. Auch das systematische „Plündern“ des Lebkuchen-Werksverkaufs ab Anfang Oktober (rund um den 3. Oktober, passend zum Stadtlauf) gehört mittlerweile zur Routine.
Aber es ist ja alles auch von endlicher Dauer und mit ein wenig Geschick hat man doch auch schöne Erlebnisse auf den kleineren Weihnachtsmärkten und Abseits der Kommerz-Tempel (äh ich meine Einkaufszentren).

Auch die Städte und Gemeinden finden es in Weihnachten gut, noch etwas Geld mehr als sonst zu verdienen. Den Boom der Kaufhäuser und Weihnachtsmärkte muss man schließlich ja auch noch für sich nutzen. Auf wen spekulieren aber die Gemeinden – denn wirklich attraktive Angebote (für die man auch Werbung machen könnte) haben sie ja im Vergleich nicht zu bieten. Also behilft man sich mit anderen Dingen: Der geneigte Autofahrer wird mal wieder zur Melkkuh erkoren, als ob Autofahren heute nicht schon teuer genug wäre – leider ist es in manchen Fällen unumgänglich, oder einfach wesentlich praktischer als andere Angebote.
Wozu das führt ist teilweise abstrus: Da werden bei frostigen Temperaturen, Glatteis und sonstigen widrigen Verkehrsbedingungen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, an Stellen die garantiert kein Unfallschwerpunkt sind (an den würde man es ja noch verstehen, das kontrolliert wird). Auch verständlich wären Kontrollen ob die neue Pflicht zur Verwendung von Winterreifen eingehalten wird und die Fahrzeuge auch für die kalte Jahreszeit gut gerüstet sind – schließlich fahren unheimlich viele Leute mit defekten Beleuchtungen durch die Landschaft.
Auch wird nun verstärkt auf das Parken geachtet, es wird einfach in den belebten Bereichen, die lukrativ sind mehr kontrolliert. Dank Weihnachststress und langer Schlangen an den Kassen ist der Autofahrer auch mal wieder der Gelackmeierte. Den Hammer aber habe ich die letzten Tage in Freiberg (Sachsen) erlebt: Dort werden angeblich aufgrund der Schneemassen die Hälfte der Parkplätze des Messe-Parkplatzes zur Parkverbotszone erklärt, damit ja möglichst viele Besucher des Weihnachtsmarktes den kostenpflichtigen Parkplatz mit Parkzeitbegrenzung in der Innenstadt benutzen – ein Schelm wer Böses dabei denkt. Schlimmer noch: Trotz recht hoher Schneeberge wird auf dem verbleidenen Parkplatz mit deutscher Gründlichkeit kontrolliert – denn ein Teil wird kurzerhand einfach für Busse deklariert, dass dieses Schild ausgerechnet im Winter aufgeklappt wird ist schon verwunderlich. Prompt hat man einen Strafzettel weil man das Schild wegen Schnee darauf nicht gesehen hat, oder weil es an der zweiten Einfahrt nicht mal mehr aus dem Schnee hevorschaut oder es jemand umgenietet hat. Da hört der Spaß doch dann aber endlich auf, das ist einfach nur noch billigste Abzocke die hier betrieben wird.

Wie bereits gesagt, ich habe nichts gegen sinnvolle und berechtigte Kontrollen des Straßenverkehrs. Die Polizisten im Bereich Verkehr leisten gerade in der Winterzeit sehr viel. Einfach weil die Straßen rutschig sind und es immer wieder zu folgeschweren Unfällen wegen unangepasster Fahrweise und falsch ausgestatten Fahrzeugen kommt. Kontrollen in diesem Bereich würde ich jederzeit auch kurzfristig akzeptieren, gerne auch Alkoholkontrollen in der Nähe von Weihnachtsmärkten (am besten direkt am Parkplatz – sicherlich eine gute Einnahme-Quelle) oder auch vor bekannten Örtlichkeiten an denen Weihnachtsfeiern stattfinden. Alles kein Problem und der Sicherheit des Straßenverkehrs zuträglich. Aber dieser Nepp beim Parken – das hat mit erhöhter Sicherheit in der Regel nicht viel zu tun. Es sei denn jemand parkt tatsächlich Feuerwehrzufahrten, Radwege, Eckebereiche zu, ist das einfach nur ein überaus bequemer Weg den Stadtsäckel zu füllen. Aber gerade diese eben angesprochenen Bereiche bieten sich das ganze Jahr über an – in der Mannheimer Innenstadt müsste nur ein Team dafür abgestellt werden die Fressgasse (zwischen den Quadraten O und Q) auf und ab zu kontrollieren, auf Vorfahrtsverstöße, zugeparkte Radwege, Gefährdung von Fußgängern und von mir aus auch Geschwindigkeit (zur Erinnerung: es sind dort 30 km/h Vorschrift). Das würde nachhaltig für Sicherheit sorgen und würde genauso Geld in die Kasse bringen – nur halt nicht so einfach und bequem wie es sich zur Weihnachtszeit mit dem Parken verdienen lässt. Es würde aber dem Wunsch der Bürger mehr entsprechen einen Dienst zu haben, der für Sicherheit und Ordnung zuständig ist, als einen Dienst, der als „Söldner-Truppe“ wahrgenommen wird.

In diesem Sinne wünsche ich allen Autofahrern eine sichere Fahrt in der Vorweihnachtszeit – man denke daran sein Fahrzeug für diese Witterung fit zu halten – Winterreifen und Beleuchtung sind heute kein Hexenwerk mehr – gerne poste ich auch noch eine Anleitung dazu, wenn es gewünscht wird …

Alle zwei Jahre wieder ….

… kommt nicht Weihnachten, aber immer um die Weihnachtszeit ist bei meinem Fahrzeug auch die Tauglichkeit für den Straßenverkehr nachzuweisen. Umgangsprachlich auch als TÜV-Prüfung bekannt, wobei es da ja mittlerweile auch Alternativen gibt.

Bisher hatte ich das immer meine Werkstatt machen lassen, aber die sind derzeit etwas überlastet, also selbst ist der Mann und so bin ich zur Prüfung vorgefahren. Ich hatte mich schon auf irgendwelche schwerwiegenden Dinge eingestellt wie etwa nicht mehr ausreichend kräftige Bremsen oder defekte Stoßdämpfer oder Sonstiges, das bei einem mittlerweile 14 Jahre alten Auto dann doch mal fällig und hinüber sein kann.

Durchgefallen ist er dann auch gleich bei der ersten Prüfung: Licht war zwar ok, aber der Scheinwerfer links hat gewackelt … Frust, schließlich hatte ich den erst ersetzen und befestigen müssen und ich war mir eigentlich sicher, dass er wieder fest ist. Zumal ich ja das Ersatzteil besorgt hatte.

Den weiteren Abschuss gab es dann am Ende: eine fehlende Ventilkappe am Reifen wurde als erheblicher Mangel gewertet. Irgendwie schon komisch was da so alles gewertet wird. Ansonsten immerhin nichts, auch die Abgaswerte sind noch ok.

Also nun die Odyssee um den Scheinwerfer wieder fest zu bekommen, vorsichtshalber habe ich mir gleich mal wieder eines der Ersatzteile der Halterung besorgt, die Dinger sind nicht teuer, nur etwas mehr als 60 Cent, aber der Einbau ist jedesmal eine Qual … immerhin habe ich ja schon etwas Übung und so war es dann mittags auch endlich vollbracht und ich konnte das Fahrzeug nochmal vorstellen. Wenn man sich diesen Halter genauer anschaut, dann sieht man aber auch gleich, dass es gemacht ist um kaputt zu gehen – ein ca. 1mm dicker Rand mit 2mm breiter Auflagefläche aus recht hartem Kunststoff (vermutlich ABS) wird in den Metallträger eingeclipst, dass er dabei nicht gleich beim Einbau wieder abbricht ist schon fast ein Wunder … Mal sehen wie lange der jetzige sich dann hält … vor der nächsten Untersuchung werde ich das auf alle Fälle prüfen.

Mal wieder anders Laufen – Eis-Laufen

Der Winter hat Deutschland fest im Griff – fast überall lag in den letzten Wochen mehr oder weniger Schnee. Zusammen mit der kühlen Witterung gab es dann natürlich nicht nur die schöne weiße und glitzernde Form des gefrorenen Wassers – vielmehr leider auch die popo-glatte Variante auf diversen Straßen und natürlich auch auf den Laufstrecken.

Im Winter sind sowieso schon weniger Läufer unterwegs aber entsprechendes Schmuddelwetter oder widrige Streckenverhältnisse entlarven dann doch recht schnell den richtig harten Kern der Läufergmeinde.

In Mannheim hatte ich die letzten Wochen die unterschiedlichsten Verhältnisse: Am Mittwoch der übliche Lauf durch den Waldpark – da war vieles dabei: von freien Strecken auf Asphalt und Pflaster, über diverse Rutschpartien wegen Vereisung und Eisplacken, bis hin zum angenehmenen Winterlauf auf der Reiss-Insel mit leichter Schneedecke. Das Wetter war ok und wohl auch deshalb sind mir ein Dutzend Läufer begegnet.

Der Freitag war dagegen recht unspektakulär: Fast alles geräumt oder zumindest nur eine festgestrampelte Schneedecke. Fast schon langweilig am Neckar entlang – wenigstens hatte ich Begleitung – die Temperaturen hatten angezogen – sicherlich mit ein Grund warum sonst kaum Läufer unterwegs waren – obwohl ein Großteil der Strecke wunderbarst beleuchtet ist – sogar die ganze Nacht. Wenn man also Langweile hat oder nicht schlafen kann, dann empfiehlt sich der Neckardamm bis Riedbahnbrücke oder ggf. auch bis Neuostheim :-O

Montag war dann mal wieder so richtiges Schmuddelwetter – Schneeregen, feucht kalt, einfach nur noch ekelhaft. Die letzten Wochen habe ich bei so Wetter den inneren Schweinehund gewähren lassen. Diesmal nicht, ich habe mich aufgerafft, und das obwohl mein Kollege leider keine Zeit hatte. Also ganz allein abends in die Dunkelheit – Kopfleuchte für das Allernötigste aber ansonsten muss man sich auf die Hintergrundstrahlung der Beleuchtung im Rhein-Neckar-Dreieck verlassen. Gut, dass die Strecke gegenüber der BASF entlang führt, die ist immer gut erleuchtet und so hat man wenigstens etwas Licht. Kurz nach der Halbzeit bin ich denn auch noch in eine Pfütze getreten, die ich für eine Eisfläche gehalten habe … naja, pienzen hilft nicht, also weiterlaufen und zusehen, dass die Füße warm genug sind.
Insgesamt sicherlich kein leichter Lauf bei Schneetreiben und der geringen Sichtweite, auch sonst nix los an der Strecke bis auf einige wenige Hundebesitzer. Aber es hat schon etwas weihnachtliches – alles ist still um einen rum, nur die Geräusche des Windes und das Gurgeln des Rheins neben einem, hat schon was. Und es gilt wie immer: Was uns nicht tötet macht uns nur um so härter.

Ich kann nur jedem Läufer empfehlen auch einmal bei niedrigen Temperaturen und bei Schnee laufen zu gehen – es ist einfach ein unbeschreibliches Erlebnis. Man kann so richtig schön abschalten, alles um einen herum wird unwichtig, nur noch der Weg vor einem, den man eigentlich schon auswendig kennt, der aber doch so neu erscheint.

Zur Ausrüstung ist zu sagen: Es ändert sich nicht viel bei mir gegenüber der üblichen Herbst/Winter-Kleidung: Wie üblich eine lange Laufhose bzw. bei mir eine Radlerhose mit Windstopper, ein langes Funktions-Shirt (bei mir das aus Frederick vom Marathon in den USA – ganz andere Temperaturen …) darüber ein Fleece und eine dünne Windjacke. Nicht zu vergessen: Handschuhe und Stirnband, sowie die Stirnlampe.
An die Füße kommen die ganz normalen Laufsocken und die Laufschuhe – welche für etwas Trails sind empfehlenswert, aber nicht unbedingt notwendig.
Streckenmäßig sollte man es nicht übertreiben – und sicherheitshalber eine Strecke wählen die zumindest etwas beleuchtet ist, und Möglichkeiten bietet ggf. abzukürzen, falls man merkt, dass das Wetter absolut ungeignet wird.

Ansonsten: Viel Spaß beim Nachlaufen…

MS Office + Joomla => Murks im IE

Heute hatte ich mal wieder einen etwas komischen Fehler: Ein Website verwendet Joomla als Content-Management System (CMS) – soweit so gut, und es funktioniert auch soweit wie es soll.
Nur bei einigen neu erstellten Inhalten gibt es Probleme, abhängig davon, welcher Browser eingesetzt wird – verwendet man Opera, Firefox oder irgendeinen anderen Browser außer dem Internet-Explorer, so werden die Inhalte anstandlos angezeigt. Nur mit dem Internet-Explorer klemmt es.

Erster Verdacht: Irgendwo im Code von Joomla ist eine uralte Technik namens Browserweiche enthalten, die mit dem IE irgendwas veranstaltet, was man früher tun musste, aber mittlerweile nicht mehr notwendig ist (dieses Stück Software hält sich ja tatsächlich mittlerweile doch an einige Standards im Bezug auf HTML und CSS). Ein Verlgeich der ausglieferten Quellcodes zeigt: Da ist alles in Ordnung und auch die Tatsache, dass früher alles ja funktioniert hat mit dem IE bekräftigt den Verdacht: Es muss am Quelltext der HTML-Datei selbst liegen, und wahrscheinlich am Inhalt, denn es sind nur spezifische Seiten betroffen…

Also rein mit dem Ding in den Editor und mal gestöbert … und da fällt denn doch etwas auf: an bestimmten Stellen im Quelltext werden Inhalte als Kommentare gekennzeichnet. Soweit nicht schlimm – solche Hilfen verwendet jeder vernünftige Webdesigner um sich besser zu orientieren zu können. Mache ich als Programmierer ja auch. Aber was ich da lesen musste sah so rein gar nicht menschlichem Kommentar aus, vielmehr hatte irgendwas besondere Syntax eingeführt

<!--- 
[if gte os9] ...
usw....
--->

Danach folgten diverse xml deklarationen zur Formatierung, alles Dinge die man so aber nun wirklich nicht braucht und die in der Website (immerhin hat sie ja selbst Formatvorlagen) nichts zu suchen haben. Im Netz fand ich dann auch relativ schnell die Erleuchtung zum Thema: [url]http://www.nochfragen.de/joomla-15/7-texte-aus-ms-word-in-joomla-kopieren.html[/url]
Aber wer denkt denn auch an solchen Murks? Bzw. noch schlimmer: Wer hat sich denn diesen Kram überhaupt einfallen lassen? Ich kann bei weitem keinen Sinn darin erkennen, außer indirekt bekannt zu geben, das jemand den Text irgendwann mal in Word bearbeitet hat (was über die Text-Qualität bekanntlich eh nichts aussagt). Dass es dann auch gerade noch mit dem Produkt aus dem eigenen Haus nicht funktioniert ist dann echt nur noch peinlich für den Hersteller Microsoft. Wenn ich schon so Extras einbaue, dann sollten sie auch zuverlässig funktionieren, so dass es keiner merkt. Aber so ist es doch eine wunderbare Werbung nicht den Internet-Explorer zu verwenden, eben weil er nicht richtig funktioniert… es sieht fast so aus, als würden die Entwickler von Office und Internet-Explorer sich leidenschaftlich gegenseitig Steine in den Weg legen. Mir ist das eh eigentlich gleich, schließlich gibt es so viel schönere Alternativen als den unseeligen Standard-Browser aus Redmond.

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SPAM SPAM SPAM – und wie man dagegen vorgeht …

Wer in der letzten Zeit meinen Blog und die Kommentare verfolgt hat, wird verärgert festgestellt haben, dass sich unerfreulich viel SPAM in den Kommentaren fand – für Designer-Klamotten und sonstigen Schwachsinn den kein normaler Mensch braucht und der mit Sicherheit nicht zu der Klientel passt, die diesen Blog aboniert hat oder liest. Anfänglich habe ich es noch als „passiert leider auch mir“ hingenommen und habe manuell gelöscht …

Nun dachte ich eigentlich, dass ich mit der eingebauten Sicherheitsfunktion von MyBloggie hier recht gut gegen solchen Schwachsinn gewappnet zu sein. Immerhin muss jeder ja ein kleines Captcha lösen. Wie es mir erschien war das aber wohl mittlerweile in die Jahre gekommen und dementsprechend geknackt. Zugegeben – es war wirklich einfach, keine großartig verschwurbelten Zahlen oder Zeichenfolgen, einfach nur eine kleine Grafik, die es abzutippen galt.

Nun gut, was macht der geneigte und genervte Admin? – Erster Blick: Gibts ein Update, dass ich übersehen habe und möglicherweise schon tut was ich brauche. Leider Fehlanzeige – irgendwie scheint das MyBloggie-Projekt nicht mehr groß gepflegt zu werden, was ich etwas schade finde. Aber es ist ja OpenSource und in PHP geschrieben, von daher: werfen wir doch mal einen Blick in den Code, vielleicht lässt sich da ja etwas machen.

Beim Code hat es mich dann erst mal etwas Mühen gekostet, ihn auf meinem Testsever überhaupt zum Laufen zu bewegen, denn man verwendete noch ganz altmodisch die kurzen Einleitungstags für PHP

<? PHPCode kommmt hier dazwischen ?>

anstelle der mittlerweile üblichen und „sichereren“ langen Ausführung:

<?php  PHPCode kommmt hier dazwischen ?>

Gut, das war dann also mal zum Warmwerden, und ein paar Regex-Schubsereien sind auch immer mal wieder ganz gutes Gehirn-Jogging.

Richtig ärgerlich wurde es dann beim eigentlich Code für das Captcha – ich habe es mir angeschaut und mir war klar: Wenn ich es will, kann ich mir mit wenig Aufwand einen Bot basteln, der mir die notwendigen Berechnungen quasi synchron gegen rechnet. Das hat man davon, wenn die Zeit als Grundlage für die Zeichenfolge herhalten muss. Der nächste Fehler: Der erzeugte Code wird zwar pseudo-verschlüsselt, landet aber direkt im HTML-Formular und wird beim Abesenden mitgeschickt 😯 – noch einfacher geht es ja kaum. Da der Quellcode frei verfügbar ist, kann jeder sich anschauen wie es gemacht wird und kann sogar noch vor dem Absenden prüfen ob die Zeichenfolge die er ausgerechnet hat auch passt – mit heutiger Rechenleistung kann man das natürlich auch für eine etwas größere Zeitspanne sehr zügig machen bis man einen Treffer landet. Ich weiß nicht ob die Angreifer das so gemacht haben, aber wenn ich es machen müsste, würde ich es so versuchen. Auch musste ich feststellen: Die Bilder für die einzelnen Zeichen der Zeichenfolge sind hardcodiert hinterlegt, ändern sich also nicht bei jedem Aufruf. Sonst hätte man ja auch einfach mal die Bilder entsprechend austauschen können oder für jeden Buchstaben zumindest mal einen ganzen Satz mit verschiedenen Verzerrungen und Verkippungen nehmen können.

Also nix mit mal eben was einbauen, damit der Unfug aufhört. Nun stellt sich der geneigte Administrator natürlich die Frage: Selbst was entwickeln oder gibt es möglicherweise fertige Lösungen die man verwenden kann und die nur drauf warten eingebaut zu werden oder sich zumindest einfach adaptieren lassen.
Natürlich gibt es sowas – leider nicht als Plug and Play-Lösung oder Modul für MyBloggie. Ich habe mich für das Recaptcha-Projekt entschieden, es ist recht einfach einzubinden und gut dokumentiert. Auch wenn da partiell Google mit drinsteckt. Die Auslagerung hat auch andere Vorteile: Dort beschäftigen sich Profis mit dem Thema und es gibt immer wieder Verbesserungen, die man automatisch eingebaut bekommt, ohne nochmals den Code dafür anfassen zu müssen. Also definitiv besser als jede Lösung die ich mir zeitraubend aus den Fingern gesaugt hätte.

Der Einbau in MyBloggie ist denn auch kein Hexenwerk – der Code ist halbwegs vernünftig dokumentiert und so findet man relativ schnell die Stelle an der es um das Captcha geht – den alten Code stilllegen (nicht löschen) und dann die von reCaptcha gestellte Bibliothek einbinden und die notwendigen Funktionsaufrufe gemäß der ausführlichen Anleitung aus dem Beispiel tätigen, fertig ist der Lack.

Ich werde das jetzt die nächsten Tage mal testen und sehen wie gut es funktioniert – ich hoffe mal, es ist jetzt erst mal Ruhe mit Blog-Spam. Und einen schönen Gruß an die Leute die es nötig haben sich solche Bots einfallen zu lassen: Könnt ihr eure Kreativität nicht sinnvoller einsetzen – viele Projekte im Web warten nur darauf angegangen zu werden – es ist ja nichts dagegen einzuwenden Sicherheitslücken zu suchen und auch zu finden – nur sollte man dann auch den Mut haben eine Lösung öffentlich zu machen, wie man diese Dinger abstellt. Die Webgemeinde wird es danken.

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Design follows function – oder halt auch nicht …

Mal wieder einer der Posts der sich mit Dingen des Alltags beschäftigt, die mir einfach auffallen und gegen den Strich gehen.

Auslöser war auf einer Auto-Fahrt die Sichtung der neuen Generation Ford Ka – ich habe zweimal hingucken müssen und ich muss sagen: Es ist schon sehr nahe drann, am Fiat Multipla, dem mit Abstand hässlichsten Auto das je entworfen wurde.
Nun bin ich einer Neuschöpfung oder Neugestaltung von diversen Gegenständen ja nicht abgeneigt. Man sollte denken mit jeder Version wird es besser. Schließlich wird man zwar nie ein vollständig perfektes Produkt auf den Markt bringen, aber bestimmte Fehler macht man eigentlich nur einmal und bei der Neuauflage macht man dann hoffentlich neue oder wenn möglich sogar weniger.

Leider muss ich in letzter Zeit mit ziemlicher Verbitterung feststellen, dass dem schon lange nicht mehr so ist – alles wird derzeit irgendwie dem Design untergeordnet – Hauptsache es sieht gut aus – die Funktion rückt in den Hintergrund. Das geht von Dingen des täglichen Gebrauchs wie einem Rechner (insbesondere Tastaturen) bis hin zu Fahrzeugen. Hier mal einige Dinge die mir so ad hoc einfallen, in loser Folge werde ich das immer mal wieder aufgreifen (immer dann wenn mir mal wieder was in der Hinsicht aufgefallen ist).

Fangen wir mal beim Auslöser an: Ein Auto. Es ist ja schön, dass es unterschiedliche Autos von verschiedenen Herstellern gibt, so kann sich nach Möglichkeit jeder das Modell raussuchen, dass ihm am ehesten passt – sei es vom Geldbeutel, Spritverbrauch und sonstigem Schnickschnack. Jedoch muss man zumindest für die überwiegende Mehrheit der Autofahrer festhalten: Die Grundfunktion ist immer die gleiche: Es ist eine Gefährt/eine Maschine, die uns mit angenehmer Geschwindigkeit von A nach B bringt. Dabei sollte es auch möglich sein, mal eben noch etwas Gepäck mit zu nehmen. Sportwagen erfüllen diesen Zweck nicht, aber wie viele Leute leisten sich einen solchen auch – vom Umweltgedanken mal ganz abgesehen.
Wenn ich mir heute die Großzahl der neuen Modelle anschaue, dann frage ich mich ob diese Funktion „von A nach B inkl. Gepäck“ nur noch eine untergeordnete ist (ähnlich wie man beim IPhone ja auch telefonieren kann) – zumindest ist das mein Eindruck wenn ich mir solche Autos anschaue. Der Trend geht derzeit zu verschnörkelten Form mit richtig großen Scheinwerfern, damit das Auto auch von hinten klar erkennbar ist – und auch vorne sieht es oftmals nicht besser aus – da wird nur noch aufs Design geschaut – Hauptsache es sieht schick aus bzw. ist unverkennbar.
Nur leider hakt es dann oftmals bei den Details – so schön und gut es sein mag große, gut sichtbare Scheinwerfer zu haben, so lästig ist es oftmals, wenn diese einen großen Teil des Kofferraums „verschlingen“ oder das Einladen einfach keine Freude mehr macht, weil die Lucke zum Kofferraum zum Briefschlitz mutiert ist. Ich hatte einmal das Vergnügen, den aktuellen Opel Corsa D zur Probe zu fahren – und ich war enttäuscht gegenüber meinem Fahrzeug, dass 2 Generationen älter ist (Corsa B). Optisch machte er schon was her und die Fahrleistungen waren anständig. Aber dann hörte es auch schon auf – das Auto ist aufgrund seiner markanten Form leider total unübersichtlich geworden, und der Kofferraum hat zwar einen doppelten Boden bekommen, aber die Klappe ist mir einfach zu klein. Das mag für einen kleinen Einkauf mal eben gehen, aber spätestens wenn es an so Dinge wie Tauchequipment oder auch nur mal eine größere Menge Getränke geht wird es zur Qual. Nicht umsonst wird mein nächstes Auto ein Kombi oder was vergleichbares, denn schon jetzt nervt mich die Ladekante meines Autos gelegentlich etwas. Aber damit kann ich bei einem Kleinwagen noch leben. Nicht ok ist es, wenn das dann noch zusätzlich in der Breite beschnitten wird.
Ich frage mich manchmal wirklich ob das Auto bei der Entwicklung auch mal unter solchen, rein praktischen Gesichtspunkten angeschaut wurde. Das es geht hat der Opel Corsa C bewiesen – da hatte man die Rücklichter einfach nach oben verfrachtet an die Karosse – wunderbar – schon stören sie unten nicht mehr beim Einladen.
Wann immer ich derzeit ein Auto anschaue, dass möglicherweise mal der Nachfolger für meinen treuen Begleiter werden könnten, habe ich ein Auge auf solche praktischen Dinge – denn ich weiß was es heißt mal eben auch etwas Gepäck für die Mitfahrer zu verstauen (Stichwort Mitfahrzentralen), oder auch mal eben das Werkzeug mit zum Kunden zu nehmen. Auch wenn ein heutiger Autokäufer das erst mal als unwichtig abtun mag – in aller Regel kommt irgendwann der Moment an dem es etwas mehr zu transportieren gibt. Sei es der Auszug von daheim, für ein Praktikum, oder auch nur mal für eine Party einen Schwung Getränke.
Zudem bleibt bei dem ganzen Design oftmals noch etwas anderes auf der Strecke als nur solche „regelmäßigen“ Ladetätigkeiten: Durch die Form wird es oftmals reichlich eng im Motorraum und somit sehr schwierig an die einzelnen Teile zur Wartung heran zu kommen. Das muss doch nicht sein, auch wenn ich einsehe, dass man nicht mehr so bauen will / muss wie früher wo man überreichlich Luft um den Motor herum ließ, eine gewisse Stromlinienform kommt ja auch dem Spritverbrauch zu Gute. Wie immer gibt es einen Mittelweg, den man treffen sollte – momentan habe ich eher das Gefühl mich davon weg zu bewegen.

Daher, bitte liebe Entwickler und Designer: Lasst euch ggf. erst mal vom Nutzen eines Fahrzeugs leiten und konzentriert euch auf die wesentlichen Funktionen und wie man sie gut erfüllen kann. Ein passendes und ansprechendes Design für solche Dinge findet sich allemal. So sehr das die Marketingleute wohl gerade nicht wollen: Lasst doch mal einen Maschinenbauer ein Auto entwerfen, er wird sicherlich einiges anders gestalten, einfach weil er auf ganz andere Dinge achtet als nur das Design. Es gab mal das Motto „Form follows function“ – Die Form wird an den Bedarf der Funktionalität angepasst. Ich wünschte das würde wieder verstärkt Berücksichtigung finden, wenn neue Produkte entworfen werden.
Gerade für die Autobauer wäre das wirklich mal an der Tagesordnung: Sonst kaufe ich mir denn wohl doch einen älteren Kombi oder gleich einen Lieferwagen/Klein-LKW – sicherlich keine Schönheit, aber da ist wenigstens die Funktion noch im Vordergrund und nicht das Design (und selbst so ein Sprinter oder ein Kleinbus sieht heute doch recht gut aus).

6. LGA Indoor-Marathon

Das Jahr neigt sich dem Ende – die Laufsaison ist mangels guter Witterung fast beendet, aber wirklich nur fast. Eine kleine eingeschworene Gemeinde trifft sich kurzerhand unter Dach und läuft dort. Außerdem gibt es ja den auch meist am gleichen Wochenende den Amberger-Ultra-Lauf (kurz AULA). Den habe ich ja schon mal mitgemacht und dieses Jahr habe ich mir einen Platz beim LGA-Indoor-Marathon sichern können. Ist zwar im Gegensatz zu Amberg dann „nur“ ein Marathon, aber gelegentlich ist eine neue Erfahrung doch auch mal was. Da der Platz in der Landesgewerbeanstalt in Nürnberg begrenzt ist, gibt es eine strenge Limitierung der Teilnehmerzahl. Meist sind die sehr schnell weg und ich habe mich daher schon aus den USA dort schriftlich angemeldet. Habe es kaum glauben können, als die Anmeldebestätigung kam. Manchmal muss man eben Glück haben.

Also mal wieder auf nach Nürnberg ins herrliche Franken, fast an der Ort an dem meine Lauferei ihren Anfang genommen hat – irgendwann Mitte März 2007. Klar, dass auch wieder einige alte Bekannte bei dem Lauf dabei sind: Im Raum Nürnberg kann ich glaube ich kaum auf einen Lauf gehen ohne nicht ein Mitglied von Helgas Lauffreunden oder Team Bittel zu sehen. Heute hatte ich sogar die Ehre den Meister mal wieder persönlich zu sehen. Zudem hatten Helga und Thomas einen Platz ergattert, Thomas hat während meines Praktikums und dem Laufbeginn seine Diplomarbeit geschrieben, mittlerweile bin ich ja selbst fertiger Diplom-Ingenieur. Thomas hat aufgrund eines angefüllten Terminplans denn auch nur die halbe Strecke auf sich genommen. Helga und auch ich machen ja in der Regel keine „halben“ Sachen, zumindest wenn etwas längeres im Angebot ist.

Zum Lauf selbst ist zu sagen: Er ist alles andere als ein Marathon, den man mitmacht wie jeden anderen. Sicherlich hat jeder Marathon seine Highlights was die Strecke betrifft. Der LGA ist da eine ganz besondere Sache: Man läuft in den Büro-Gängen der LGA, da die Gänge nicht breit genug sind für zwei Laufbahnen in beide Richtungen, werden kurzerhand 2 Ebenen verwendet. Verbindung ist jeweils ein Treppenhaus. Insgesamt sind es etwas mehr als 400 Höhenmeter die zu überwinden sind, verteilt auf 55 Runden. Hört sich soweit ja alles machbar an. Der Rundenlauf ist einerseits natürlich monoton und sicherlich kein Vergleich zu einem Lauf durch die wunderschöne Herbstlandschaft, wie in Amberg. Dafür hat er andere Vorzüge: Man kommt alle 767m an der Verpflegungsstelle vorbei, ebenso an den zahlreichen Fans im Foyer (wo anders haben die gar keinen Platz). Ritmo Candela, eine Salsa-Band begleitet den Lauf in drei Schichten, ansonsten natürlich auch Moderation und Musik. Alle 767 Meter kommt man daran vorbei in genau dem gleichen Abstand geht es denn auch immer wieder eine Etage runter und wieder hoch.

Um an den Austragungsort zu kommen, habe ich mich in weißer Voraussicht für den ÖPNV entschieden, auch wenn meine Übernachtung in Nürnberg Kornburg doch recht weit draußen liegt. Immerhin fährt dort auch Sonntags alle 40 Minuten ein Bus. Im Praktikum habe ich gelernt, dass es in Nürnberg auch noch abgelegener geht, da fährt nicht mal ein Bus hin. Warmlaufen war ob der Strecke von mehr als 30km sicherlich keine Option, auch wenn die Strecke sicherlich malerisch am Main-Donau-Kanal entlang führt. Zudem regnete es ekelhafterweise frühs schon Bindfäden. Die Anbindung an sich ist ok, nur die 20 Minuten Wartezeit auf dem etwas zugigen Bus-Bahnhof in Röthenbach waren irgendwie aus Kaugummi gemacht.

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