Tagesstrecke: 48km
Heute geht es endlich ans Radeln – immerhin soll es ja eine Radtour werden. Der Zeltabbau ist schnell erledigt und wir machen noch ein kurzes Frühstück – Marion war wieder früh wach und hat schon den örtlichen Bäcker besucht.
Die Stadtbesichtigung machen wir diesmal sehr kurz – immerhin einmal kurz vors Münster um ein Foto zu machen. Ganz kurz überlegen wir, ob wir nicht doch noch den Turm erklimmen, aber entscheiden uns angesichts der dort immer noch währenden Baustelle dagegen. Baustellen begleiten uns auch die Strecke aus Ulm hinaus dann noch eine ganze Weile. Aber ein echtes Lob an die Verkehrsbehörden: Die Umleitungen sind sehr gut ausgeschildert und die Aufhebung einiger Fahrspuren und Umwidmung zu Radwegen zeugen davon, dass man den Donauradweg und den Radverkehr ernst nimmt.
Die Streckenführung parllel zur Hauptverkehrsstraße lässt sich im Donautal nicht ganz vermeiden. Nicht unbedingt ein Schmuckstück aber zweckmäßig. Mit Thalfingen und Elchingen passieren wir einige mir gut vetraute Orte – hier führte mich die Ulmer Laufnacht mehrfach vorbei. Das Kloster Oberelchingen ist wunderschön anzuschauen, ich bin froh, dass wir mit dem Anhänger dort nicht hoch müssen. Ein kurzes Stück fahren wir auch auf der Originalstrecke – bis hin zum östlichen Wendepunkt. Ich erspare es der Familie eine Besichtigung der Napoleon-Rampe als kurzen Abstecher einzubauen. Im Kopf gärt aber die Idee der privaten Durchführung der Laufnacht auf historischer Strecke (die große Schleife um Ulm) über die nächsten Kilometer.
Es wird nun deutlich ruhiger, wir fahren abseits der Hauptverkehrsadern – es geht sehr lange durch die Auenwälder – dort ist es angenehm schattig und somit etwas kühler. Leider ist der Untergrund auch nur geschottert – mit dem Rad kann man in den ausgefahreren Spuren gut voran kommen, die Anhänger allerdings zieht man immer durch den tieferen Split, das macht sich am Rollwiderstand dnn doch deutlich bemerkbar.
Bei Leipheim machen wir einen etwas längeren Stopp, fahren dann aber doch direkt weiter in Richtung Günzburg. Die Strecke an der Donau entlang auf dem Damm ist fast schon monoton – es kommt ein wenig das Gefühl von der Fahrt an der Iller auf – immer schnurgerade auf dem Damm entlang. Alles wunderbar flach.
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n Günzburg machen wir eine Schleife zum Supermarkt – danach ist der Anhänger gleich nochmal einige Kilo schwerer. Das merken wir bei der anschließenden Stadtbesichtigung um so mehr.
Es geht steil nach oben durch den grünen Turm der den Eingang zur Altstadt markiert. Nach dieser Krafteinlage machen wir eine gemütliche Mittagspause. Der Werbeslogan der Stadt „glücklich in Günzburg“ ist für uns eher: „Glücklich wer es mit dem Rad hier nach oben geschafft hat“.
Da der Reiseführer das Schloss in Reisenburg als sehenswert empfiehlt, radeln wir ein Stück der Alternativstrecke des Donauradwegs. Allerdings ist die nicht ganz leicht zu befahren, es gibt einige Anstiege und somit etwas Frust bei den Mitradlern. Vom Schloss sehen wir dann auch fast gar nichts, einige Türmchen kann ich in der Entfernung ausmachen – aber eine aussagekräftige Beschilderunge würde hier viel helfen. So geht es endlich steil bergab wieder runter an die Donau – Yann gibt richtig Gas und knackt laut Tacho sogar die 50 km/h Marke. Ich muss rechtzeitig anfangen zu bremsen, denn der Anhänger schaukelt sich bei höheren Geschwindigkeiten unschön auf.
Entlang der Donau geht es auf Offingen zu, an der Staustufe machen wir nochmal etwas Rast und kühlen dei Füße. In Offingen selbst steuern wir noch einen Getränkemarkt an, denn unsere Vorräte am Rad sind angescihts der Temperaturen schon wieder erschöpft. Praktischerweise ist an der dortigen Kreuzung dann direkt der Silbersse ausgeschildert, es geht auf dem Mindelradweg und dem Kammelradweg auf die letzten Kilometer des Tages.
Am Campingplatz bauen wir recht routiniert unser Zelt auf, genau rechtzeitig zur partiellen Sonnenfinsternis ist alles eingerichtet. Das Naturspektakel lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Zum Abendessen gibt es Hacksteaks, Reis und eine große Portion Salat.