Frankreichurlaub 2025 – Tag 8 – Radtour bis St. Pierre

Wenn es nach dem Wetterbericht vom Beginn unseres Aufenthalts auf der Insel gehen würde, dann würden wir heute im Dauerregen fast im Zelt davon schwimmen. Davon ist aber nichts zu merken und so machen wir uns um kurz vor Mittag dann doch noch auf, um noch mehr von der Insel zu sehen.

Wir wählen diesmal den Weg, wie wir ihn am Vortag gekommen sind, zumindest soweit wir ihn ab St. Denis finden. Sobald man die Trasse einmal gefunden hat, rollt es aber wie gewohnt locker flockig voran. In St. Georges machen wir auch diesmal Station, am Markt gibt es erst eine Stärkung aus den Radtaschen und als Dessert gibt es dann noch frische Crêpes. Sehr lecker, sowohl die Variante mit Schoko, als auch die mit gesalzenem Karamel.

Glen mault zwar etwas und hat deutlich keinen Bock mehr, aber wir fahren dennoch ein Stück weiter in Richtung St. Pierre, der größten Stadt auf der Île d’Oléron. Auf dem Weg gibt es nochmal einen Spielplatz, den nutzen beide Kinder nochmal ausgiebig, bevor es dann weiter geht. Wir nutzen für eine schnellere Ankunft eine beschilderte Abkürzung und so stehen wir schon schneller als gedacht am Stadtrand von St. Pierre.

Es ist reichlich Verkehr, dennoch finden wir unser erstes Ziel ohne größere Schwierigkeiten: Die Winzergenossenschaft der Insel „Vignerons d’Oléron„. Wir verkosten natürlich einige der Weine und packen auch hinterher einiges in die Radtaschen. Der Mann am Tresen ist superfreundlich, vor allem lässt er auch erkennen, dass er mein T-Shirt erkannt hat: „The Boys“ – eine nette Serie – wir scherzen kurz darüber, dass einer der wichtigen Charaktere einen herrlichen französischen Akzent hat (zumindest in der Englischen Originalfassung).

Natürlich hat die Stadt mer zu bieten, als nur die Winzergenossenschaft. Wir radeln ein Stück weiter in Richtung Stadtzentrum. Die Fußgängerzone ist total touristisch mit allerhand „Kruschd und Krempel“. An der Kirche gönnen wir uns dann doch noch ein leckeres Eis, die Preise hier haben aber schon fast schwedisches Niveau: 3,50 EUR pro Kugel (die ist dann allerdings auch richtig groß). Etwas weiter gibt es dann noch die „Laterne des Morts“ – ein Gedenksäule für die Verstorbenen, die auf dem ehemaligen Friedhof steht (heute ein Parkplatz) und ein ewiges Licht trägt.

Bevor wir uns auf den Rückweg machen, geht es noch zum großen Supermarkt. Wir müssen noch einges für das Abendessen einkaufen. Da wir die Taschen nicht durch den Markt schleppen wollen, bleibe ich kurzerhand an den Rädern, während der Rest der Familie den Supermarkt stürmt. Allerdings dauert es dann doch eine gefühlte Ewigkeit, bis wir uns endlich in Richtung Campingplatz in Bewegung setzen. Es gibt anfänglich noch etwas Gemecker von wegen Gegenwind, allerdings haben wir den wirklich nur minimal, die meiste Zeit haben wir den Wind auf dem Heimweg im Rücken oder leicht seitlich. Die Wege sind anfänglich wieder gut zu befahren, wie wir schon wissen, wird es aber nördlich von Les Huttes wieder anders, dort schwenken wir auf die nunmehr schon bekannte Strecke ein.

Kurz vor dem Campingplatz muss ich dann aber noch eine kleine Extrarunde anfügen, 41,6km – das musste ich natürlich auf 42,195km mindestens auffüllen, wenn auch nicht gelaufen sondern geradelt – für einen Ultra reicht es dann nicht mehr.

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